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Extremer Preisanstieg für Kürbiskerne erwartet

agaSAAT, Neukirchen-Vluyn | Schlechte Witterungs- und Erntebedingungen machten den chinesischen Kürbiskernproduzenten in diesem Jahr sehr zu schaffen. Besonders Kürbiskerne des Typs shine skin sind davon betroffen: China muss hier einen herben Ernterückgang von 50 bis 70 Prozent verkraften, deutlich mehr als zuvor prognostiziert. Die Minderernten und der starke Konsum im eigenen Land sorgen für eine weltweite Liefer- und Warenknappheit. Dies führt zu einem extremen Preisanstieg für chinesische Kürbiskerne.

Das Hauptanbauland China exportiert normalerweise pro Jahr rund 150.000 bis 180.000 Kilogramm Kürbiskerne. In diesem Jahr werden voraussichtlich nur etwa 100.000 Kilogramm das asiatische Land verlassen. Auch der Eigenbedarf in China ist beträchtlich: „Die größten Konkurrenten um chinesische Kürbiskerne sind die Konsumenten im eigenen Land, nicht mehr die Exporteure“ berichtet Werner Arts, Geschäftsführer der agaSAAT GmbH. Die chinesischen Käufer seien bereit, viel höhere Preise zu zahlen und würden auch eine schlechtere Qualität der Ware akzeptieren, so der Saaten-Experte.

„Wenn sich diese Exportzahlen fortsetzen und man den chinesischen Eigenkonsum betrachtet, wird schnell klar, dass die neue Ernte nicht ausreichen kann, um den gesamten Markt abzudecken“, erklärt Arts. „Wir rechnen daher mit einer extremen Preissteigerung bei Kürbiskernen des Typs shine skin.“

Da höchste Qualität für agaSAAT an oberster Stelle steht, gehört die Untersuchung importierter Ware auf Rückstände und Mikrobiologie zum agaSAAT Standard. Sind die Saaten am agaSAAT Firmensitz in Neukirchen-Vluyn eingetroffen, erfolgt eine DIN-Probeentnahme sowie eine Untersuchung im akkreditierten Fremdlabor. Erst nach einer negativen Beurteilung hinsichtlich Rückständen und Verunreinigungen erfolgt die Freigabe der Saaten und deren Auslieferung. Zusätzlich wird ein Rückstellmuster für den Zeitraum der Mindesthaltbarkeit entnommen. „Die Lagerung der Saaten erfolgt unter strengen hygienischen Bedingungen in unserem lebensmittelsicheren Hochregallager“, erzählt der agaSAAT Geschäftsführer. „Hier ist besonders wichtig, dass die Lagertemperatur und die Raumfeuchtigkeit stimmt, damit die sensible Ware keinen Qualitätsverlust erleidet.“

Als bisher einziger Vertreiber von Backsaaten in Deutschland wird agaSAAT seit Jahren nach dem „International Featured Standard“ (IFS) des deutschen Lebensmittelhandels im gehobenen Niveau zertifiziert.

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