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Green Logistics und die Realität

Ist „Green Logistics“ nur ein Werbegag oder eine klare Marktpositionierung, die Wettbewerbsvorteile schaffen kann? Oder ist es gar die Verantwortung eines jeden modernen Unternehmers?

Viele beschäftigen sich zum ersten Mal mit dem Stichwort „Green Logistics“, wenn die Logistik zu teuer wird. Immer schon waren Viele der Auffassung, dass das Senken von Logistikkosten – zum Beispiel in der Transport-logistik – in erster Linie etwas mit den Preisen der Speditionen und einer Ausschreibung zu tun hat.

Dies ist auch richtig. Aber: nach der Maxime: „Der günstigste Transport ist derjenige, der überhaupt nicht stattfindet“ sollte man parallel zu einer Ausschreibung prüfen, was das Unternehmen selbst tun kann, um den Anteil der Transportkosten zu senken. Und siehe da: das ist eine ganze Menge und bewirkt regelmäßig eine noch höhere Einsparung. Oft bietet es sich an, über diese Win-Win-Situation sowohl der Firmenkasse als auch der Umwelt zu helfen.

Die SCHOBER Unternehmensentwicklung erklärt, was verladende Unternehmen konkret tun können: 1. Nur Fahren, wenn notwendig: Häufig werden Kunden mehrmals wöchentlich beliefert, obwohl ursprünglich nur eine oder zwei Lieferungen pro Woche vereinbart waren. 2. Regeltransport statt Sonderfahrt: Sonderfahrten belasten die Umwelt enorm, da wenige Güter alleine in einem nur dafür vorgesehenen LKW reisen.

Oftmals sind Sonderfahrten aber gar nicht notwendig, wenn man mit dem Kunden sprechen würde. Und oft ist der Regeltransport gar nicht bedeutend langsamer! 3. Seefracht statt Luftfracht: Eine bessere Kommunikation zwischen Einkauf, Produktion und Vertrieb kann Schnellschüsse vermeiden und den günstigen Seeweg ermöglichen. 4. Rundlauf statt Oneway: Kombinationstransporte aus Beschaffungstransporten einerseits und Distributionstransporten andererseits vermeiden Leerfahrten und schaffen Auslastung.

Der gesunde Menschenverstand und das Einhalten von Kommunikationsprozessen erzielen nachhaltig Vorteile im Sinne der "Green Logistics". Und „Kommunikationsprozesse“ klingt kompliziert, heißt aber auf bayerisch: "Beim Red'n kemma Leit zam!" In diesem Sinne – pragmatisch die Umwelt schonen und dabei auch noch Geld sparen, kann so einfach sein.

Weitere Informationen unter www.christianschober.de

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