Glyphosat-Fall abgeschlossen
Bio-Linsen von Tyriaki frei für Import
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn hat grünes Licht für biologische Linsen des Exporteurs Tyriaki aus der Türkei gegeben. Die deutschen Händler und Verarbeiter können wieder Importgenehmigungen beantragen. Die BLE hatte die Genehmigung im Februar wegen Rückständen des Pflanzenschutzmittels Glyphosat widerrufen.
Nach Beratungen mit anderen EU-Staaten und den Bundesländern hat die BLE entschieden, die Einfuhr türkischer Bio-Linsen von Tyriaki wieder zu erlauben. „Importgenehmigungen werden wieder erteilt mit der Auflage einer Rückstandsanalyse auf Glyphosat vor jedem Transport“, erklärte eine Sprecherin der BLE. Der Glyphosat-Fall ist damit abgeschlossen Die Versorgung des Marktes mit Bio-Linsen ist damit sichergestellt.
Die Kontrollstelle IMO in Konstanz hat den Fall untersucht. Die Kontrolleure kamen zu dem Schluss, dass Bio-Ware fahrlässig mit herkömmlicher Ware vermischt wurde. Die herkömmlichen Linsen waren erlaubter Weise mit Glyphosat gespritzt worden.
Damit sich dies nicht wiederholen kann, musste der Exporteur Verbesserungen einführen. Entscheidender Punkt ist die räumliche Trennung von biologischer und konventioneller Ware. Das Handelsunternehmen betreibt jetzt ein eigenes Lagerhaus für Bio-Produkte. Bisher war das nicht der Fall. Das IMO wird bei den jährlichen Kontrollen künftig zwei Inspekteure schicken. Vier Augen sehen mehr als zwei.







