Erster Spatenstich
Bohlsener Mühle erweitert Kapazität
Wer Volker Krause, den Inhaber der Bohlsener Mühle kennt, der weiß, dass er Stillstand nicht akzeptiert. Neben Mitarbeitern der Bohlsener Mühle kamen Vertreter des Landkreises Uelzen und weitere Gäste zum ersten Spatenstich, um mitzuerleben, wie sieben Jahre nach dem Bau des zweiten Produktionsstandortes in der Nähe der traditionellen Wassermühle, die nächste Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten ihren Anfang nimmt.
Volker Krause freut sich auf die längstüberfällige Erweiterung: „Besonders bedanken möchte ich mich beim Landkreis für die zügige und unkomplizierte Abwicklung der Baugenehmigung, ohne die wir so schnell nicht hätten beginnen können.“

Volker Krause (2. v. r.) mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft
Der Bio-Markt entwickelt sich seit Jahren positiv. Mit mittlerweile knapp sechs Milliarden Euro Umsatz und einem Anteil am Gesamt- Lebensmittel- Umsatz von 3,4 Prozent stellt Bio- Branche einen wesentlichen Absatzmarkt dar. Die Bohlsener Mühle hat sich gleichermaßen rasant entwickelt.
Um die steigenden Aufträge effizient und termingerecht abwickeln zu können und Potenzial für neue Kunden zu schaffen, werden nun der Produktions- und Verpackungsbereich für ökologische Gebäcke und Frühstückscerealien wie Müsli und Crunchy sowie das Lager vergrößert. Die bisher 6.800 Quadratmeter werden um weitere 4.800 Quadratmeter erweitert.
Gefördert wurde das vorletzte, zwei Millionen teure Teilprojekt eines Investitionsprojektes von acht Millionen Euro aus Mitteln der europäischen Wirtschaftsförderung für die gewerbliche Wirtschaft (EFRE). Der Neubau passt sich architektonisch dem bestehenden Bauwerk an. Die farbige Metallfassade mit harmonisch integrierten Fensterbändern wird in natürlichen und dezenten Farben gestaltet sein.
Die Bohlsener Mühle nimmt damit als einer der großen Arbeitgeber im Landkreis die Verantwortung für die Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur und die Förderung des regionalen ökologischen Landbaus wahr. Die im Rahmen des Projektes geforderten zusätzlichen Arbeitsplätze sind schon lange geschaffen.
In Vereinen wie dem ÖkoRegio-Verein, einem Zusammenschluss regionaler ökologischer Unternehmen, in Kooperationen mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie als Mitgesellschafter der neu gegründeten Bio-Bahnhof GmbH, die sich die Wiederbelebung des Hundertwasser- Bahnhofs in Uelzen zum Ziel gesetzt hat, stellt die Bohlsener Mühle ihr Engagement für die Region unter Beweis.
Das nächste Projekt ist schon in Planung. Bereits in zwei Wochen soll der Bau einer Siloerweiterung für Getreide und Dinkelspelzen, ein Nebenprodukt der Getreideverarbeitung, begonnen werden. Interessanter Nebenaspekt: Die Pelletierung der Dinkelspelzen, mit denen man nicht nur die Backöfen der Bohlsener Mühle, sondern eines Tages ganz Bohlsen heizen könnte. „Das ist für uns ein weiterer Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung der Region mit den Menschen und für die Menschen.“, so Volker Krause.







