Gekaufte Wahrheit
Stellung für Lebensmittel ohne Gentechnik beziehen
Mehr als 100 Interessierte waren der Einladung von Alb-Gold Teigwaren nach Stuttgart gefolgt, um in der Filmgalerie 451 die Premiere des Dokumentarfilmes „Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes“ anzuschauen und dem anschließenden Livestream der Podiumsdiskussion in Berlin zu folgen. Daran nahmen der Produzent Bertram Verhaag, die Protagonistin Suszan Bardosz sowie die Bundestagsfraktionschefin der Grünen Renate Künast teil.
Erschreckend für alle im Raum war die Erkenntnis, wie sehr die Privatwirtschaft mittlerweile in der Forschung Einfluss nimmt. Konzerne fördern gezielt einzelne Forscher um entsprechende Studienergebnisse zu bekommen. Dass dies keinesfalls Einzelfälle seien, bestätigte Professor Roman Lenz von der Fachhochschule Nürtingen-Geislingen, der den Abend als Moderator begleitete. Für ihn seien der Film und solche Veranstaltungen ein wichtiger Beitrag, um die Menschen aufzuklären. Es geht um Eingriffe in die Natur, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.
Joachim Hespeler, der in Reutlingen Gemüse und Früchte anbaut, sieht für sich und die Landwirtschaft keinerlei Nutzen in der grünen Gentechnik. Für ihn steht die Veredlung bestehender Sorten im Vordergrund.
Die derzeitige Entwicklung sei als sehr kritisch einzustufen, stellte Futtermittelhersteller Josef Feilmeier fest. Verunreinigte Futterkomponenten, gleichgültig ob mit Dioxin oder gentechnisch veränderten Pflanzen, gehören nicht ins Tierfutter. Er forderte dazu auf, für mehr Transparenz und Kontrollen zu sorgen und Position gegen die Agro-Gentechnik zu beziehen.
André Freidler, Mitglied der Geschäftsleitung bei Alb-Gold, sprach sich ebenfalls klar für Lebensmittel und eine Landwirtschaft ohne Gentechnik Stellung aus und wies auf die Aktualität des Problems hin.







