Kein ernsthaftes Interesse an Nachhaltigkeit
Grüne kritisieren Mittelentzug für Ökolandbau
Für das Bundeslandwirtschaftsministerium ist alles nachhaltig, was gesetzlich zugelassen ist. „Das macht die Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Gerd Müller auf meine Frage zu den Nachhaltigkeitskriterien im Bundesprogramm zur Förderung des Ökologischen Landbaus und anderen Formen der nachhaltigen Landwirtschaft deutlich, erklärte Cornelia Behm, Sprecherin für Ländliche Entwicklung der Grünen.
„Damit führt die Bundesregierung den Nachhaltigkeitsbegriff ad absurdum“, betont Behm. Eine eigene Nachhaltigkeitsdefinition schließt Müller eindeutig aus. Stattdessen verweist die Antwort auf die Anerkennung verschiedener existierender Zertifizierungssysteme, die weder einheitlich sind noch besonders hohe Standards haben. Die Öffnung des Bundesprogramms für Ökologischen Landbau durch Union und FDP im letzten Herbst habe nur ein Ziel: dem Ökolandbau weitere Fördermittel zu entziehen. Trotz aller gegenteiligen Behauptungen halte die Bundesregierung an ihrem ideologischen Feldzug gegen den Ökolandbau fest. „Die Interessen der Verbraucher spielen für Union und FDP, genauso wie bei der Energiepolitik, keine Rolle“, meint Behm.
Gegenüber der konventionellen Landwirtschaft habe der Ökolandbau insbesondere bei der Forschung einen hohen Nachholbedarf. Das Bundesprogramm zur Förderung des Ökologischen Landbaus sollte helfen, diese Lücke zu verkleinern. Das versuchen Union und FDP mit allen Mitteln zu verhindern.







