Glyphosat-Rückständen auf der Spur
IMO vermutet Vermischung von konventionellen und biologischen Linsen
Das IMO (Institut für Marktökologie) in Konstanz vermutet unabsichtliche Vermischung mit konventioneller Ware als Ursache für die Glyphosat-Belastung von Bio-Linsen aus der Türkei. Der türkische Exporteur muss die Betriebsabläufe neu organisieren und gute fachliche Praxis einführen, will er die Bio-Zertifizierung behalten.
Die IMO-Kontrollen bei den Bio-Anbauern waren negativ. In deren Lagern, im Boden und in Pflanzenresten wurden weder Glyphosat noch andere Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Die Kontrolleure forschten deshalb in den Lagerhäusern nach möglichen Ursachen.
Auf dem Firmengelände des Unternehmens Tiryaki in der Stadt Gaziantep lagern biologische und konventionelle Linsen. Die Proben konventioneller Linsen aus Kanada, nicht der Türkei, ergaben Glyphosat-Rückstände mit hohen Werten zwischen vier und acht Milligramm pro Kilo, wie das IMO mitteilt. Die Schieber der Silos mit Bio-Ware sollen nicht richtig geschlossen haben. Bio und konventionell wurden über den gleichen Einlass und die gleiche Förderanlage angenommen und könnten dadurch vermischt worden sein, stellten die IMO-Inspektoren fest. Die Befragungen des dortigen Personals dauern an.
Das Unternehmen muss Abläufe schaffen, die ein klare Trennung von Bio und konventioneller Ware gewährleisten, um im Markt zu bleiben. Nach der Umsetzung wird das IMO das Lagerhaus unter die Lupe nehmen und über die weitere Zertifizierung entscheiden.







