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„NATURLEDER IVN zertifiziert“

Umfassende Sicherheit für Baby- und Kinderfüße bietet der IVN-Standard

Stuttgart, 15. März 2011. In der Geschäftsstelle des Internationalen Verbands für Naturtextilwirtschaft (IVN) gehen vermehrt Verbraucheranfragen zum Thema krebserregende Stoffe in Krabbel- und Lauflernschuhen aus Leder ein.

Aufgrund einer Veröffentlichung des Magazins Öko-Test (Ausgabe März 2011/3) herrscht Verunsicherung hinsichtlich krebserregender Substanzen. Es geht um Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Sie sind Bestandteil von Mineralöl und Kohle und entstehen durch das Rauchen von Tabakprodukten oder beim Grillen. Dabei handelt es sich um Stoffgemische aus mehreren hundert chemischen Verbindungen. Derzeit sind acht dieser Substanzen als krebserzeugend eingestuft (lt. Anhang VI der Verordnung 1272/2008 (CLP-VO).

Bei allen in diesem Test untersuchten Schuhen wurden bis auf eine Ausnahme „erhöhte“ PAK Werte festgestellt, was durch die Bank zu einer Abwertung der Produkte um zwei Noten führte. Nur ein Modell schnitt mit „gut“, zwei schnitten mit „ausreichend“ und  fünf mit „ungenügend“, der Rest noch schlechter ab.

Ein Ergebnis das erschreckt, wenn die Hintergründe nicht erklärt werden, denn Ökotest wertete alle Produkte mit einem PAK Gehalt über 0,1 mg/kg (100 µg/kg)– allerdings ohne die wichtige Unterscheidung zu treffen, ob die gefundenen PAK als krebserregend eingestuft wurden oder nicht.

Der Oeko-Tex Standard 100 begrenzt die PAK Werte in Endprodukten auf 10 mg/kg. Bei NATURLEDER  IVN zertifiziert liegt der Grenzwert bei 5 mg/kg, mit dem wichtigen Unterschied, dass hier grundsätzlich alle krebserregenden Substanzen schon als Input für die gesamte Produktionskette ausgeschlossen sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt einen Grenzwert von 0,2 mg/kg nicht zu überschreiten, allerdings bezogen auf die einzelnen, als krebserzeugend eingestuften PAK.

Expertin Ulrike Siemers vom Bremer Umweltinstitut unterstreicht: „Gemessene PAK-Konzentrationen unterhalb von 0,2 mg/kg lassen keine Rückschlüsse auf den Einsatz von vermeidbaren PAK-haltigen Einsatzstoffen oder Hilfsmitteln wie z.B. die entsprechenden Weichmacheröle bei der Produktion zu. Vielmehr handelt es sich nach unserer Auffassung hier um Kontaminationen, die bestenfalls mit unverhältnismäßig großem Aufwand bei der Produktion und Lagerung (z.B. Reinraumbedingungen) vermieden werden können. Selbst Hausstäube, Hölzer und Baumrinden können sehr viel höhere PAK-Belastungen aufweisen, als hier in einigen der untersuchten Schuhe gefunden wurden.“

Verbrauchern kann man also nur empfehlen auf Standards zu achten, die Grenzwerte von gesundheitsgefährdenden Substanzen grundsätzlich beachten und differenzieren. Dazu gehören der Standard NATURTEXTIL IVN zertifiziert BEST, der Global Organic Textile Standard (GOTS) und auch der neue Standard NATURLEDER IVN zertifiziert.

„Der IVN Standard NATURLEDER beinhaltet strenge Grenzwerte für Schadstoffe im Endprodukt und verbietet darüber hinaus die umstrittene Chromgerbung oder den Einsatz formaldehydhaltiger Gerbstoffe“ sagt IVN Vorstandsvorsitzender Elmar Sautter. Dabei wird nicht nur das Endprodukt, sondern die gesamte Produktionskette betrachtet: Sämtliche Unternehmen, die in die Herstellung eines NATURLEDER Produktes involviert sind, müssen inspiziert und zertifiziert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der IVN Geschäftsstelle unter info@naturtextil.com.

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