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Trinken für die Gesundheit

13. Fresenius-Getränkekongress über Verbrauchererwartungen

291 Liter alkoholfreie Getränke konsumierten die Deutschen im Jahr 2009, davon 137 Liter Wasser, 117 Liter Erfrischungsgetränke und 37 Liter Fruchtsäfte und -nektar, berichtet die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (AfG). Aktuelle Forschungsergebnisse, Marktanalysen und Verkaufsstrategien wurden auf dem Fresenius-Getränkekongress vom 15. bis 16. Februar in Mainz vorgestellt.

„Primäre Aufgabe von Getränken ist es, den Körper mit ausreichend Wasser zu versorgen“, sagte Professor Helmut Heseker vom Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit der Universität Paderborn. Die Qualität von Mineral- und Trinkwasser sei in Deutschland zwar sehr gut, als Mineralstoffquelle werde Wasser jedoch überschätzt, so der Experte. „Den Großteil der Mineralstoffe nehmen wir überwiegend mit fester Nahrung auf“, erklärte Heseker. Eine abwechslungsreiche Mischkost, wie sie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, decke bereits den Mineralstoffbedarf.

Eine ausreichende Wasserzufuhr sei dennoch von gesundheitlicher Bedeutung: „Eine gute Wasserversorgung verbessert die Durchblutung und den Stoffwechsel der Haut. Durch die Ausnutzung der Spüleigenschaften schützt Wasser die Zähne vor Karies.“ Darüber hinaus erhöht das Trinken von Wasser den Energieverbrauch und erleichtert das Abnehmen. Wassermangel hingegen kann ein Auslöser von Kopfschmerzen und Migräneanfällen sein, berichtete der Gesundheitsexperte. Das Trinkverhalten und die Vorliebe für bestimmte Geschmacksrichtungen werden frühzeitig erlernt und sind häufig sehr stabil seien: „Wenn Säuglinge und Kleinkinder einmal an zuckergesüßte Getränke gewöhnt sind, werden ungesüßte Getränke wie Tee oder Wasser oft nicht mehr akzeptiert.“

Professorin Mathilde Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung wies darauf hin, dass ein hoher Konsum zuckergesüßter Getränke das Risiko für Übergewicht verstärke. Zudem bestehe ein Zusammenhang zwischen dem Konsum solcher Getränke und dem Risiko für Diabetes zwei. Kersting zeigte, dass eine Verhaltensänderung durch Wissensvermittlung nicht erfolgreich ist. Um das Getränkeangebot in Schulen und Kindertagesstätten zu verbessern, schlug Kersting neben einem freien Zugang zu Trinkwasser und anderen energiearmen Getränken vor, mit entsprechenden Unterrichtsinhalten für ein gesundes Trinkverhalten zu sorgen.

Etwa ein Viertel der Verbraucher wollen beim Kauf eines hochwertigen Mineralwassers gerne Glas-Mehrwegverpackungen, sagte Unternehmensberater Manfred Mödinger auf dem Fresenius-Kongress. Glas sei sogar nach wie vor bei der großen Mehrheit der Bevölkerung die beliebteste Verpackung. Gekauft werde aber trotzdem das bequeme PET. Mödinger wies darauf hin, dass für die Mehrheit der Menschen Mineralwasser einen charakteristischen Eigengeschmack habe. Für ein Drittel der Konsumenten diene es sogar swm Genuss. Produkte, deren Gesundheitswert von den Menschen erkannt und akzeptiert werde, erzielten erheblich höhere Preise. „Vor allem Frauen sehen im stillen Wasser eine Gesundheitsbotschaft und bevorzugen auch den weicheren Geschmack stiller Wässer. Nichts ist den Konsumenten von teurem Mineralwasser wichtiger als die Gesundheit“, betonte der Marketingexperte.

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