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Bio-Qualität aus Vorpommern

Flächenland für ökologische Landwirtschaft und Verarbeitung

Vorpommmern, der nordöstliche Teil des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern ist eine Bio-Hochburg in Erzeugung und Verarbeitung. Insbesondere Bio-Rindfleisch wird in großem Maßstab erzeugt. Auch das Bio-Handwerk mit regionalem Charakter blüht. „Vorpommern hat große Potenziale für Investitionen in der Ernährungswirtschaft. Wir haben ausreichend große Flächen, teilweise an hafennahen Standorten. Als Drehscheibe zum Ostseeraum verfügt die Region über bestehende Handelsstrukturen vor allem in die skandinavischen Länder“, weiß Rolf Kammann, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern zu berichten.

Heute sind die Bemühungen spürbar, sich auf ökologisch erzeugte Lebensmittel zu fokussieren. Der Anteil der Bio-Landwirtschaft im nordöstlichen Bundesland mit rund neun Prozent der Fläche liegt weit über dem Bundesdurchschnitt von 5,4 Prozent. 781 Bio-Landwirte bearbeiten Felder und Grünland von 122.700 Hektar. In der Verarbeitung und im Handel sind 229 Unternehmen tätig. So gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 1.010 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft, die entsprechend der EG-Öko-Verordnung zertifiziert sind.

Als nordöstlicher Teil des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern erstreckt sich Vorpommern auf einer Fläche von rund 6.700 Quadratkilometer entlang der Ostseeküste. Die Inseln Rügen, Hiddensee und Usedom und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gehören dazu, städtische Zentren sind Anklam, Barth, Bergen auf Rügen, Greifswald, Grimmen, Pasewalk, Ribnitz-Damgarten, Stralsund, Ueckermünde und Wolgast. Rund 475.000 Menschen leben im dünnbesiedelten Vorpommern.

In Vorpommern ist eine ganze Reihe erfolgreicher Bio-Lieferanten zuhause. Dort wird ein großer Teil des deutschen Bio-Rindfleisches für den nationalen Markt erzeugt. Familienunternehmen wie Hipp oder Konzerne wie McDonalds Deutschland beziehen Biofleisch aus Vorpommern. Auch Supermärkte und große Caterer sind unter den Abnehmern.

Die Stralsunder Brauerei stellt mit Bios ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk her, das durch Fermentation aus Malz gewonnen wird. Derzeit gibt es vier Geschmacksrichtungen dieser Limonade. Die Sorte Orange-Ingwer wurde zudem von Ökotest angefordert und mit sehr gut bewertet.

Die Erzeugergemeinschaft LandWert steht für ökologische Delikatessen aus Vorpommern. Die Schwerpunkte der LandWert Manufakturen sind Tierhaltung, eigene Schlachtung, Warmfleisch-Metzgerei, eine Gärtnerei, Feinkostmanufaktur und Kaffeerösterei.

Rund um Edeldestillerie Rügen wachsen auf viereinhalb Hektar eigener Bio-Anbaufläche alte regionale Obstsorten. Die Zukäufe liefert das im südlichen Rügen gelegene biozertifizierte „Obstparadies Altkamp“. Das vollreife Obst wird von Hand entstielt, Druck- und Faulstellen werden konsequent aussortiert. Die Maische vergärt in speziell entwickelten Rührwerktanks, die sortentypisch je nach Bedarf die zur Erhaltung der Primäraromen nötige gleichmäßige Temperatur zugeführt bekommen.

Der Kräutergarten Pommerland liegt im idyllischen Lassaner Winkel am Peenestrom gegenüber der Insel Usedom. Hier dreht sich alles rund um Kräuter. Dazu gehören der biologische Anbau von Kräutern und Heilpflanzen sowie eine schonende, handverlesene Verarbeitung. Im Vordergrund des Produktangebotes stehen Bio- Kräutertees.

Ländlichfein ist eine Initiative für eine nachhaltige Esskultur mit regionalen Produkten. Mehr als zwanzig Gastronomen und Produzenten haben sich der Initiative angeschlossen. Alle beteiligten Restaurants bieten eine „ländlichfeine“ Speisekarte mit Gerichten aus regionaler, ökologischer Produktion. Den Gästen sollen regionale Gerichte mit hochwertigen Zutaten der heimischen Bio-Landwirtschaft und Fischerei serviert werden.

„Eine solche Vernetzung von heimischer Bio-Landwirtschaft, der Fischwirtschaft und der Gastronomie kann für alle Beteiligten profitabel sein. So helfen alle Beteiligten im Gleichklang mit, über eine regionale Esskultur das vielfältige Landschaftsbild Mecklenburg-Vorpommerns zu bewahren. Gemeinsam machen sie aus Landschaft Genuss und Erlebnis sowohl für Einheimische als auch für Gäste“, so Minister Backhaus. Zu der Gruppe gehören zum Beispiel die Bio-Großschlachterei Thönes Natur aus Bollewick und Biofrisch Nordost aus Teschendorf, ein Netzwerk für die Vermarktung regionaler Bio-Produkte über Hofladen, Großhandel und Lieferservice.

Anton Großkinsky

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