Nürnberg ist Mekka der Nachhaltigkeit
BÖLW engagiert sich als Gastgeber der BioFach 2011
Einmal im Jahr versammeln die BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, und die parallel stattfindende Vivaness, Leitmesse für Naturkosmetik und Wellness, die internationale Bio-Branche in Nürnberg. 2010 wurden 2.557 Aussteller und 43.669 Fachbesucher gezählt. Das nächste Mal findet das Messe-Duo vom 16. bis 19. Februar 2011 statt. Erwartet werden erneut rund 2.500 Aussteller, 180 davon auf der Vivaness. Der BÖLW übernimmt dabei erstmals eine Gastgeberfunktion. Schirmherr der Weltleitmesse BioFach bleibt die IFOAM, der Weltdachverband der ökologischen Anbauverbände.
„Der ökologische Landbau braucht weltweit Menschen, die sich mit all ihrem gesellschaftspolitischen Engagement einsetzen für den einzigen Weg hin zu einer nachhaltigen Gestaltung der Welternährung. Als internationaler Schirmherr der Weltleitmesse sind wir begeistert, dass der BÖLW für eine engere Zusammenarbeit im Rahmen der BioFach gewonnen werden konnte“, betont Markus Arbenz, Geschäftsführer der IFOAM.
Nachhaltigkeit sowie ein gesunder und ökologischer Lebensstil haben unvermindert Konjunktur, weltweit nimmt der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln, Naturkosmetik und Ökotextilien wieder deutlich zu. Bereits 2008 erreichte der internationale Bio-Markt ein Volumen von 50,9 Milliarden US-Dollar. Die BioFach selbst erwartet bei den Ausstellerzahlen kein Wachstum.
Bio-Weinpreis wird überreicht
Seit der 2010 arbeitet die BioFach mit dem Meininger Verlag bei der Durchführung des Internationalen Bio-Weinpreises zusammen. „Die erfolgreiche Premiere hat uns darin bestärkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Für die nächste Ausgabe der Weltleitmesse 2011 verspricht die Kombination aus Messe-Know-how der BioFach und Wein-Expertise unseres Partners Meininger Verlag wieder eine hochkarätige Degustation und einen echten Gewinn für die Bio-Wein- Präsentation“, erklärt Alexander Stein, verantwortlich für das Angebotssegment Wein.
Zum dritten Mal versammelt die Textil-Area Anbieter und Fachbesucher aus dem Markt-Segment für Naturtextilien und Öko-Fashion. Nahtlos konnte die Sonderfläche in diesem Jahr an die Erfolge der Premiere anknüpfen. Insgesamt 47 Aussteller waren vertreten. Ein echtes Highlight sind dabei die täglichen Modeschauen, die nach ihrer erfolgreichen Erstausgabe auch 2011 wieder stattfinden werden.
Biobaumwolle ist das Material der Stunde und das bedeutsamste Indiz für den wachsenden Markt. Zwar sind die Kräfte nach wie vor ungleich verteilt: Bio-Baumwolle hat nur einen Anteil von unter ein Prozent am gesamten Baumwollmarkt. Umso beeindruckender sind jedoch die Zuwächse. 2008 und 2009 wurden 175.000 Tonnen des ökologisch einwandfreien Rohstoffs geerntet, beachtliche 20 Prozent mehr als in der Saison zuvor.
Parallel zur BioFach treffen sich die internationalen Vertreter des Marktes für Naturkosmetik in Nürnberg zur Vivaness. Marktforscher sind sich einig: Naturkosmetik hat eine große Zukunft vor sich. Weltweit konnte der Sektor auch in der Krise Zuwächse verzeichnen. So vergrößerte sich zum Beispiel der Umsatz in Deutschland 2009 um rund sieben Prozent. Studien zufolge wird die Branche auch in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich wachsen.
Leinöl von der Teutoburger Ölmühle
Die Teutoburger Ölmühle erweitert ihr Sortiment um einen Klassiker für die kalte Küche: Das native Teutoburger Bio-Leinöl kommt im Februar zur BioFach 2011 neu auf den Markt, zunächst exklusiv für den Naturkostfachhandel. Die Leinsaat aus kontrolliert-ökologischem Anbau wird erst vor Auslieferung an den Handel in speziellen Schneckenpressen verarbeitet und das frisch gepresste Öl direkt in dunkle Lichtschutzflaschen abgefüllt. So bleiben der nussige, mild-herbe Geschmack und die wertvollen Omega-3-Fettsäuren des hitzeempfindlichen Öls optimal geschützt. „Mit der Einführung von Bio-Leinöl reagieren wir auf vielfache Nachfragen von Seiten des Naturkostfachhandels“, erklärt Albrecht von Schultzendorff, nationaler Vertriebsleiter für den Naturkostfachhandel.
Halle 7 – 221d
DLG-Medaillen für ZimmermannBio
Die Fleischwerke Zimmermann stellen zur BioFach ihre Bio-Produkte im überarbeiteten Design vor. Aus Biolance wird Zimmermann Bio. Der neue Auftritt signalisiert Wellness- und Genuss. Außerdem wurden die Suppen- und Eintopf-Rezepturen, die Ricotta-Ravioli und die Wiener Würstchen optimiert und werden künftig ohne Hefeextrakt angeboten. Zudem wurde bei der Kalbsleberwurst auf das jodierte Speisesalz verzichtet und beim Linsen- und Erbsen-Eintopf sowie bei den Wiener Würstchen das jodierte Speisesalz durch Meersalz ersetzt.
Die Premiumprodukte von Zimmermann wurden von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft mit insgesamt 20 Medaillen ausgezeichnet. Eine Goldmedaille erhielten die Bio Maultaschen mit Fleisch und die Bio Maultaschen vegetarisch, die Bio Mini-Frikadelle und die Neuheit Bio Gemüse-Frikadelle, der Bio Linsen- und Erbsen-Eintopf sowie die neuen Produkte Gnocchi pur und Chili con carne. Silber fielen auf die Bio Eier-Spätzle, den Bio Bohneneintopf, die Bio Rostbratwurst sowie den neuen Bio Rinder-Hackbraten.
Halle 6 – 331
Skandinavische Bio-Küche
Skandinavische Speisen sind der neue Gastro-Trend in Europa. Gemeinsam wollen die nordeuropäischen Länder im Februar 2011 auf der BioFach, der Weltleitmesse für Bio-Produkte, der Welt Geschmack an der Ökologie des Nordens vermitteln.
„Das nordische Klima lässt ganz spezielle Rohwaren gedeihen, daher ist der Geschmack der einzelnen Rohware das Wichtigste bei der nordischen Küche. Die Küche pflegt Qualität und Schlichtheit. Das passt gut zur Ökologie. Ebenso wie der Grundsatz, Obst und Gemüse der jeweiligen Jahreszeit zu verarbeiten und Rücksicht auf Natur und Umwelt zu nehmen,“ erläutert Hansuno Krisch, von Nordic Organics Schweden. Gemeinsam mit Organic Food Finnland und Organic Denmark stellen sich Bio-Produzenten aus dem Norden vor.
Es läuft gut für die Ökologie im Norden. Der Absatz von Bio-Produkten im Einzelhandel in den nordischen Ländern und der Export steigen. Dänemark ist das Land in der Welt, in dem die meisten ökologischen Waren pro Einwohner verkauft werden.
Das Kopenhagener Restaurant Noma, das sich in besonderer Weise der neuen nordischen Küche annimmt, wurde in diesem Jahr zum besten Restaurant der Welt gekürt.
„Wir freuen uns, gemeinsam das Besondere präsentieren zu können, das unsere nordische Küche zu bieten hat,” sagt Erkki Pöy- täniemi, Export Manager bei Organic Food Finnland.
Am Gemeinschaftsstand werden Beeren, Knäckebrot, Aquavit aus Schweden, Molkereiprodukte aus Dänemark, Getränke, Getreideprodukte und probiotische Erzeugnisse aus Finnland ausgestellt.
Halle 1 – 602
Nicht nur in den närrischen Tagen: Kinderschminke von SANTE
Der erfahrene Naturkosmetikhersteller Logocos aus Salzhemmendorf nutzt die BioFach, die in diesem Jahr bereits vor der Faschingshoch- zeit stattfindet, um unter anderem die neuen Kinderschminkfarben vorzustellen. Die Produkte basieren auf wertvollen natürlichen Ölen und Wachsen aus kontrolliert biologischem Anbau, kombiniert mit mineralischen und natürlichen Farbstoffen.
Dadurch sind sie besonders mild und schonend zur Haut und zeichnen sich trotzdem durch ihre Leuchtkraft und gute Haltbarkeit aus. Sowohl das BDIH- als auch das NaTrue-Siegel garantieren die Bio-Qualität. Vertrieben werden die Kinderschminkfarben unter der Marke SANTE und werden damit auch im LEH erhältlich sein. Logocos, die mit ihren sechs Marken verschiedene Konsumenten erreichen, dürfte mit der Innovation wieder einmal für Aufmerksamkeit bei den Messebesuchern sorgen.
Halle 7A – 411
Immer mehr Bio, immer mehr glutenfrei
Seitz aus Spaichingen wird auf der BioFach nicht nur neue Bio-Teigwaren in demeter-Qualität vorstellen. Vielmehr hat das Unternehmen auf den wachsenden Markt mit glutenfreien Lebensmitteln reagiert und eine Bio-Serie für Zöliakiebetroffene entwickelt.
Die neue Linie umfasst unter anderem drei Back- und zwei Mehlmischungen, zwei Müslis und Cornflakes. Während diese zum Teil schon im Handel sind, wird die glutenfreie Polenta in Nürnberg erstmalig präsentiert. Die Einführung der teilweise zugleich laktosefreien Produkte geht einher mit einer Layout-Umgestaltung von grünen zu auffälligen, blauen Verpackungen.
Einige Produkte gab es zuvor bereits in konventioneller Qualität; jetzt kommt der Bio-Mehrwert hinzu. Für Händler ebenso wie für Endverbraucher interessant, dürften dabei auch die Kosten sein: Denn trotz des Bio-Mehrwerts vertreibt Seitz die Produkte zum gleichen Preis wie die konventionellen Pendants.
Halle 6 – 211f
Hochwertige Direktsäfte ohne Zuckerzusatz für Kinder
Bei Haus Rabenhorst ist man davon überzeugt, dass das Angebot an Bio-Säften nicht ausgereizt ist und neue Konzepte oder innovative Produkte daher immer wieder Platz im Markt finden. Wichtig für den Erfolg seien eine klare Markenführung und ein interessantes Angebot gemischt aus Klassikern und regelmäßigen Produktinnovationen. Insofern bringt das Traditionsunternehmen auch zur aktuellen BioFach wieder Neuheiten mit. Diesmal die neue Sorte „Rotbäckchen Lernstark“ in der 700/ 750 Milliliter-Flasche sowie als 125 Milliliter Minis. Der Bio-Mehrfrucht-Direktsaft aus sechs aromatischen Früchten soll nicht nur lecker schmecken, sondern durch den Zusatz von gut verfügbarem Eisengluconat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Konzentration von Kindern leisten. Außerdem sollen acht ausgewählte B-Vitamine die Stoffwechselvorgänge unterstützen. Wie die gesamte Marke wird auch die neue Sorte sowohl im Naturkostfachhandel und Reformhaus als auch in Apotheken, Drogerien und dem LEH erhältlich sein.
Halle 7 – 151
Vom Südtiroler Bio-Pionier zum internationalen Bio-Anbieter
Zu einem wichtigen Bio-Anbieter hat sich die Unternehmensgruppe Rizzi Group hervorgetan. Was vor mehr als 20 Jahren mit der Pionierarbeit von Walter Rizzi in Südtirol seinen Anfang hatte, präsentiert sich gegenwertig als umfassender Bio-Anbieter.
Heute ist die Firmengruppe ein in sich integriertes System aus landwirtschaftlicher Produktion, Produzentenvereinigung und verschiedenen Firmen, welche sich mit Vertrieb, Marketing, Distribution und Abpackung von landwirtschaftlichen Bio-Produkten und Lebensmittelspezialitäten beschäftigt.
Längst ist die Gruppe über die Landesgrenzen hinaus aktiv geworden: In Südtirol liegen die Wurzeln, aber die eigene Bio-Produktion umfasst sowohl Süditalien (Sizilien), die Slowakei und auch in Deutschland in der Pfalz wird ein sehr breites Spektrum von Bio-Produkten produziert, das von A (wie Apfel) bis Z (wie Zitrusfrüchte) reicht.
Die Erfolgsformel der Rizzi Group ist eine Kombination aus jahrzehntelanger Erfahrung und laufender Innovation in der Produktion, angemessene und streng kontrollierte Produkt-Qualitäten, perfekte Logistik, ein optimal funktionierendes Qualitätsmanagement, neue Verpackungs-Formen, ein gekonntes Marketing, eine kompromisslose „full Service“ - Dienstleistung dem Kunden gegenüber und nicht zuletzt erfahrene und voll motivierte Mitarbeiter, welche bereit sind nach vorne zu gehen und die Unternehmens-Philosophie mit zutragen. www.rizzi-group.com Selimex GmbH
Halle 6 – 151a
Ardo Bio für Handel und Großverbraucher

Ardo aus Belgien feierte 2010 seinen 50. Geburtstag. Zunächst handelte das Unternehmen mit Frischgemüse. 1977 begann die Familie Haspeslagh mit der Herstellung von herkömmlichen Tiefkühlprodukten. Inzwischen ist mit Ardo Bio ein umfangreiches Angebot an Bio-Gemüse im Sortiment hinzugekommen. Mono-Produkte, Mischungen und Zubereitungen wie Rahmspinat werden geliefert. Handel, Großverbraucher und Industrie zählen zu den Abnehmern. Durch strikte Trennung des Warenflusses wird eine Kreuzkontamination vermieden und die Rückverfolgbarkeit ist gewährleistet. TK-Gemüse ist besonders für die schnelle Küche geeignet, da es gewaschen und geschnitten ist.
Der TK-Hersteller hat sich Nachhaltigkeit als Unternehmensziel gesetzt und arbeitet ständig daran, den Energie- und Wasserbrauch zu senken. Das ist ökonomisch wie ökologisch sinnvoll. Ardo stellt seine Bio-Linie auf der Biofach 2011 aus.
Nachhaltiger Fischfang auf der BioFach
Der MSC verwaltet das derzeit weltweit führende Zertifizierungsprogramm für Fisch aus nachhaltigem Wildfang, das zugleich mit den Richtlinien der Welternährungsorganisation (FAO) zur ökologischen Kennzeichnung von Fisch aus marinen Fischereien übereinstimmt.
Wer sich für Fischerzeugnisse aus nachhaltiger Herkunft entscheidet, unterstützt verantwortungsvoll geführte Fischereien. Der MSC nutzt die Macht der Verbraucher, des Handels und der Industrie, um Fischereien Anreize zu verantwortungsbewusstem Verhalten zu geben. Dabei bringt eine MSC-Zertifizierung nicht nur Gewinne für die Umwelt: Für Produzenten, Händler und Verkäufer liefert das MSC-Siegel eine Garantie über die nachhaltige Herkunft der Ware und bietet positive Kommunikationsanlässe. Erfahren Sie mehr über den MSC und besuchen Sie uns auf der BioFach Stand MSC.
Halle 6 – 463
Betriebskrankenkasse (BKK) advita
Die BKK advita bietet ihren Kunden die gesetzlichen Leistungen einer Krankenkasse und darüber hinaus verschiedene Mehrleistungen. Dabei setzt sie auch auf Vertragspartner mit ganzheitlichen und nachhaltigen Methoden. Dies bedeutet allerdings keine Einschränkung von Behandlungsmethoden und Leistungen der Schulmedizin und Medikation. Jedoch möchte sie unbedingt Alternativen und sinnvolle Ergänzungen aufzeigen.
Durch diese gelebte ökologische Ausrichtung ist die BKK advita für naturbewusste Personen eine gute Alternative zu klassischen Krankenkassen, da sie den Menschen als Ganzes sieht und nicht auf seine Krankheit reduziert. Dabei spielt der ganzheitliche Ansatz in der Prävention eine besondere Rolle, gerade im Bereich der gesunden Ernährung und dort insbesondere wiederum bei der Auswahl unbehandelter, ökologischer Produkte.
Halle 6 – 300
Beemster auf der BioFach
Beemster, die niederländische Käsemarke für die Bedienungstheke von Cono Kaasmakers, präsentiert sich 2011 zum zweiten Mal auf der BioFach in Nürnberg. Den Schwerpunkt legt die Käserei auf ihr Nachhaltigkeitskonzept, nach dem alle Käse der Marke Beemster hergestellt werden. „Als Vorreiter in der Nachhaltigkeit der niederländischen Agrarwirtschaft wollen wir auch dem deutschen LEH und Bio-Handel unser Konzept präsentieren, mit dem sie ihren Kunden guten Gewissens Käse anbieten können“, erläutert Vertriebsleiter Jan Roelofs. Die Holländer vertreiben ihr Bio-Segment mit Hilfe des Fachgroßhändlers World Wide Cheese / De Goorn.
Halle 5 – 110







