Alle Kraft dem ökologischen Landbau
AoeL fordert den zielgerichteten Einsatz von Forschungsgeldern
Bad Brückenau, 25.11.2010. Volle Kraft voraus für den ökologischen Landbau! Das fordert die Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL). Sie appelliert an die Bundestagsabgeordneten, bei der Haushaltsabstimmung Forschungsgelder zielgerichtet einzusetzen – und das Bundesprogramm Ökologischer Landbau nicht für alle möglichen sogenannten „nachhaltigen“ Aktivitäten zu verwässern, wie vom Haushaltsausschuss vorgeschlagen.
„Angesichts knapper Ressourcen ist der Weg zu einer Ökologisierung der Landwirtschaft vorgezeichnet“, so AoeL-Vorstand Peter Geldner, Geschäftsführer der Meyermühle. Der ökologische Landbau habe sich mit zahlreichen Methoden als richtungsweisend erwiesen, sagt er und führt beispielhaft die Grünlanddüngung auf, die inzwischen überall zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Von diesem Wissen profitiere auch die konventionelle Landwirtschaft, und am Ende die ganze Gesellschaft.
„Vom Ansatz her ist alles Wissen vorhanden“, so Geldner. „Jetzt muss man nur noch draufsatteln.“ Um immer mehr Menschen mit immer weniger Ressourcen ernähren zu können, müsse dringend daran geforscht werden, wie der ökologische Landbau effizienter betrieben werden kann, unterstreicht auch AoeL-Geschäftsführer Dr. Alexander Beck. Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau sollte daher unbedingt als anwendungsnahe und lösungsorientierte Forschung weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus muss die ökologische Effektivierung zum Kernelement aller landwirtschaftlichen und ernährungsspezifischen Forschungsprogramme werden, fordert Beck.
„Nicht nur die Landwirte, sondern auch wir als Hersteller brauchen die Forschung dringend, um die zweifelsfrei notwendige Ökologisierung in der ganzen Wertschöpfungskette voranzutreiben“, sagt Beck. Der Appell der AoeL ist deutlich: „Wir fordern die Verantwortlichen auf, Deutschland zum Vorreiter für eine Ökologisierung der Ernährungswirtschaft zu machen.“







