Naturland baut Qualitätssicherung aus
Delegiertenversammlung beschließt internationalen Beirat
Naturland nimmt die Herausforderung des globalisierten Bio-Marktes an und baut seine Qualitätssicherung im In- und Ausland nach einem Beschluss der Delegiertenversammlung weiter aus. Wichtige Bio-Rohstoffe wie Sesam, Leinsamen oder Sonnenblumenkerne sollen durch eine Zertifizierung nach den Naturland Standards abgesichert werden, um der Zunahme anonymer Drittlandsware entgegen zu wirken.
Naturland schreibt künftig zusätzlich zu den Kontrollterminen verstärkte Betriebsbesuche durch Naturland Repräsentanten oder durch deutsche Experten vor. „Eine einheitliche Qualitätssicherung ist für die Naturland Partner bei heimischen wie internationalen Rohstoffen von hoher Bedeutung“, resümiert Naturland-Präsidiumsvorsitzender Hans Hohenester aus Landshut.
Mit der Aufnahme eines internationalen Beirates entschieden sich die Naturland Delegierten einstimmig für eine Erweiterung der Naturland Satzung. „Wir brauchen den Erfahrungsschatz unserer 55.000 Bauern weltweit, um aktuelle Herausforderungen im In- und Ausland konstruktiv angehen zu können“, kommentierte Frauke Weissang vom Naturland-Präsidium das positive Votum für den Beirat. Im internationalen Beirat sind Mitglieder möglichst aller Kontinente repräsentiert.
Naturland ist ein demokratisch organisierter Öko-Verband. Die Naturland Mitglieder entsenden aus den Landesversammlungen Delegierte in die Delegiertenversammlung. Die Versammlung trifft sich zweimal im Jahr und legt Politik und Zielsetzung des Verbandes fest. Zu ihren Aufgaben zählt zum Beispiel die Wahl des Naturland Präsidiums, die Verabschiedung des Haushaltes und die Freigabe neuer Richtlinien. Gabriel Lyatuu aus Tanzania, Michael Stark von den Shetland-Inseln und Frauke Weissang aus Italien als Präsidiumsmitglied sind derzeit die Vertreter der internationalen Naturland Mitglieder. Künftig werden sie durch Vertreter aus Südamerika und Asien verstärkt.







