Jubiläum
125 Obstbäume verschenkt
Haus Rabenhorst feiert 125 Jahre Standort-Jubiläum in Unkel
Nahezu eine ganze Streuobstwiese verschenkte der Safthersteller Haus Rabenhorst zum diesjährigen Standort-Jubiläum an 125 Unkeler Bürger, die sich im Vorfeld um einen Obstbaum für den eigenen Garten, das Schulbeet oder den Bürohof beworben hatten. Ihre Bäume, darunter auch alte Apfelbaumsorten wie Danziger Kantapfel und Prinz Albrecht von Preußen, konnten die Unkeler jetzt persönlich von Haus Rabenhorst Geschäftsführer Klaus-Jürgen Philipp und seinen Mitarbeitern in Empfang nehmen.
„Unser Unternehmen ist nun schon seit so vielen Jahren in Unkel verwurzelt und zu einem festen Bestandteil des Ortes geworden. Die Obstbäume sind ein Symbol für die Säfte, die wir teils aus regionalem Streuobst keltern und von Unkel aus in über 40 Länder weltweit exportieren – und zugleich sind sie ein Dank an alle Bürger der Verbandsgemeinde. Der Gedanke, dass die Bäume bald in ganz Unkel verteilt wachsen und Früchte tragen, freut uns
sehr,“ erklärte Klaus-Jürgen Philipp bei der Vergabe der Obstbäume.
Das Unternehmen, das in den 1950er Jahren mit dem Kindersaft Rotbäckchen in ganz Deutschland bekannt wurde, hat seinen Ursprung im linksrheinischen Oberwinter. Dort hatte Pfarrer Johann Heinrich Lauffs (1761-1837) 1805 ein Weingut gegründet. Früh entdeckte er, dass der frisch gekelterte Traubensaft sehr gut schmeckte und sich als „alkoholfreier Wein“ verkaufen ließ. Aufgrund der guten Geschäfte musste schon bald ein größeres Firmengelände
her. Sein Enkel Oskar Lauffs verlegte den Firmensitz dann im Jahre 1885 nach Unkel und gründete dort das Haus Rabenhorst. Der Firmenname stammt von der Gemarkung Rabenhorst in Unkel, einer Art Ortsbezeichnung. Bis heute ist die alte Villa Unternehmenssitz.
Einer Innovation verdankt Haus Rabenhort seinen heutigen Erfolg als „Saftmanufaktur der ersten Stunde“: Alexander Lauffs (1865-1951), der Urenkel des Firmengründers, machte sich, dem Vorbild Louis Pasteur folgend, 1898 das Verfahren der Pasteurisierung zu Eigen. Fortan konnte er die Säfte haltbar machen und vermarkten. Ein weiterer Vorteil der Pasteurisation: Rabenhorst konnte von Anfang an auf Konservierungsstoffe verzichten und setzte als Pionier der Reform- und Biobewegung auf natürliche Produktionsmethoden.







