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Nachhaltigkeit wird unterschiedlich wahrgenommen

DLG-Studie zur Verbraucherwahrnehmung in den verschiedenen Schichten

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das von den Verbrauchern in den letzten drei bis fünf Jahren mit wachsendem Interesse verfolgt wird. Allerdings wird das Thema laut der aktuellen DLG-Studie „Nachhaltigkeit und Verbraucherwahrnehmung“ in den verschiedenen sozialen Schichten unterschiedlich wahrgenommen.

Rund 84 Prozent aller Befragten haben den Begriff schon einmal gehört, 94 Prozent in der oberen sozialen Schicht und 77 Prozent in der unteren sozialen Schicht. Unterschiede zeigen sich demnach bei der Frage, wofür dieser Begriff steht: 22 Prozent verbinden ihn mit natürlicher Regeneration, 18 Prozent mit Umweltschutz und 14 Prozent mit zukunftsorientiertem Handeln. Vor allem die Oberschicht sieht allerdings die Gefahr einer inflationären Verwendung des Begriffes „Nachhaltigkeit“ in der öffentlichen Kommunikation.

Die Studie zeigt auch, dass das Interesse an Ernährungsthemen stärker im Bewusstsein verankert ist, als dies noch vor fünf oder gar zehn Jahren der Fall war. Themenfelder, die heute wahrgenommen werden, sind vor allen Dingen die, über die Handel, Industrie und Medien regelmäßig berichten: Bio, Regionalität, Nährwertangaben, aber auch komplexere Themen wie Fair Trade werden hier schon spontan angesprochen. Dabei gibt es ganz offensichtlich regionale Unterschiede. Fragt man Menschen in München, so ist das Wort „Regionalität“ noch deutlich stärker verhaftet und aktueller als dies im Norden der Fall ist.

Qualitätssiegel bieten laut DLG auch in der Wahrnehmung des Themas Nachhaltigkeit eine Orientierungshilfe. Dabei zeigt sich, dass das sechseckige nationale Bio-Zeichen mit diesem Thema assoziiert wird. Die Verbraucher erkennen also, dass in der Bio-Lebensmittelwirtschaft nachhaltig gearbeitet wird.

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