Italien, Belgien, Niederlande: Fördergelder für Bio
(ZMP/he) In der süditalienischen Region Kampanien hat die Regierung 46 Millionen Euro zur Förderung von landwirtschaftlichen Betrieben in der Umstellungsphase auf biologischen Landbau in Aussicht gestellt, wie aus einem Artikel von NzW hervorgeht. Die Förderung soll im Rahmen des Plans zur ländlichen Entwicklung bereitgestellt werden.
In Belgien verfügt die flämische Absatzförderungsorganisation für Agrarprodukte VLAM für die Bio-Werbung über ein Budget von 1.180.000 Euro. Davon sind 720.000 Euro EU-Fördergelder und 460.000 Euro kommen aus Zuschüssen der flämischen Regierung. Mit diesen Geldern soll in den nächsten drei Jahren unter dem Motto "Bio, meine Natur" eine Werbecampagne durchgeführt werden, welche die Nachfrage wie auch die Produktion ankurbeln soll. Im Vorjahr haben die Flamen zirka 201 Millionen Euro für Bio-Produkte ausgegeben, was einem Wachstum von 2,1 Prozent entsprach und einem Anteil am Gesamtlebensmittelumsatz von 1,4 Prozent ausmachte. Da in Flandern die Produktion klein und sehr zersplittert sei, werde ein hoher Anteil importiert.
In den Niederlanden will das Landwirtschaftsministerium den Bio-Betrieben von 2006 bis 2011 die Kosten für die jährliche Zertifizierung durch die SKAL ersetzen, wie Agrar Europe berichtet. In diesem Jahr belaufen sich die Kosten für die Zertifizierung bei angeschlossenen Betrieben auf 650 Euro. Die Kosten für die erstmalige Anschlussprüfung sollen ebenfalls übernommen werden. Damit soll die gesellschaftliche Wertschätzung für den Beitrag des ökologischen Landbaus zum Umwelt- und Tierschutz sowie der Lebensqualität im ländlichen Raum Ausdruck verliehen werden.
Das Landwirtschaftsministerium sieht in der Kostenübernahme eine einfach zu verwaltende Beihilfe, die allen Bio-Betrieben gleichermaßen zugute kommt. Finanziert werden soll die Unterstützung im Rahmen der EU-Verordnung über die ländliche Entwicklung.







