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Gäa e.V. Bundesverband zertifiziert Verbandsqualität

Bundesverband ist alleiniger Träger des Gäa-Warenzeichens und der Gäa-Richtlinien

„Gäa-Landwirtinnen und Landwirte haben entschieden!“ sagt Ingeborg Schwarzwälder, Gäa-Mitbegründerin noch vor Wendezeiten und Vorstandsmitglied im neu aufgestellten Gäa e.V. Bundesverband. „Wir führen den Verband, der sich durch juristisch eigenständig arbeitende Gäa-Landesverbände auseinander entwickelt hat, über unsere gemeinsam definierte  Gäa-Qualität wieder zusammen“, stellt Schwarzwälder fest. Damit reagierten die Mitglieder auf interne Qualitätsanforderungen des Verbandes und externe Anforderungen des internationalen IFOAM-Akkreditierungssystems, dem sich Gäa seit 2002 unterzieht.

Gäa tritt ab Ernte 2006 wieder mit einem einheitlichen Qualitätssicherungssystem auf. Ausschließlich der 1989 gegründete Gäa e.V. Bundesverband zertifiziert ab sofort Gäa-Verbandsqualität für den Biomarkt. Dieser ist Inhaber des Gäa-Warenzeichens und der Gäa-Richtlinien, die nationalen und internationalen Anforderungen wie IFOAM und BioSuisse entsprechen. Als BÖLW-Mitglied steht der Gäa e.V. Bundesverband auch gegenüber der Branche ein. Die Gäa–Qualitätskonformität wird ab Ernte 2006 in einem direkten Vertragsverhältnis zwischen Betrieb und Bundesverband geregelt und per jährlich ausgestelltem Zertifikat durch den Gäa-Qualitätsbeauftragten bestätigt. Eine Gäa-Anerkennungskommission mit einer regional-vernetzten Struktur arbeitet dem Vorstand Zertifizierungsempfehlungen für jeden Betrieb zu.

Wichtig für die Gäa-Marktpartner zu wissen: „Nur Unternehmen, die einen direkten Zertifizierungsvertrag mit dem Gäa e.V. Bundesverband abgeschlossen haben, dürfen ihre Produkte als Gäa-Verbandsware unter dem Gäa-Warenzeichen verkaufen“, so Gäa-Vorstand Helmut Deckert.

Unternehmen, die bisher durch einen Gäa-Landesverband zertifiziert wurden, aber keinen gültigen Vertrag mit dem Gäa e.V. Bundesverband abgeschlossen haben, haben sich gegen das einheitliche Gäa-Qualitätssicherungssystem entschieden. Sie sind in die Gäa-Zertifizierung nicht mehr integriert. „Diese Unternehmen dürfen das Gäa-Warenzeichen ab Ernte 2006 nicht mehr verwenden, weder auf Produkten noch in der individuellen Unternehmensdarstellung. Sie können sich nicht mehr auf die Gäa- Richtlinienkonformität berufen,“ so Deckert weiter.

Um marktseitig Klarheit zu schaffen, werden ab Juli 2006 die Gäa-Vertragsbetriebe auf der Gäa-Homepage unter www.gaea.de veröffentlicht. Für Anfragen steht in der Dresdner Gäa-Geschäftsstelle Christian Pein als Qualitätsbeauftragter des Verbandes zur Verfügung. „Die IFOAM-Reevaluierung im September 2006 wird zeigen, dass der Weg des Gäa e.V. Bundesverbandes zu einem international anerkannten Biozertifizierer richtig ist“, sagt Christian Pein.  „Die Anforderungen der Branche sind sehr hoch. Gäa orientiert sich in der weiteren Entwicklung an den obersten Qualitätszielen – und bietet damit Betrieben wie Marktpartnern gleichermaßen Sicherheit und Perspektive.“

Der Gäa-Verbandsprozess hat sich unter breiter Beteiligung von Gäa-Mitgliedern seit Mai 2005 entwickelt. Mit einer absoluten Mehrheit hatten sie für die Umstrukturierung des Gäa e.V. Bundesverbandes und für die demokratische Bestimmung durch die Mitglieder gestimmt. Aus den von den Gäa-Landesverbänden aufgenommenen Mitgliedern hat sich bis heute ein gut und kompetent arbeitendes Delegiertensystem im Bundesverband entwickelt. „Nun liegt die Gäa fest in den Händen ihrer Mitglieder - der Bäuerinnen und Bauern, Verarbeiter und Händler, die sich mit den Zielen des Verbandes identifizieren und die Interessen aus allen Regionen einbringen“, sagt Kornelie Blumenschein, Vorsitzende der Gäa e.V. „Die Delegierten, die von ihren Landesverbänden vorgeschlagen  wurden, sind in der Gäa-Delegiertenversammlung, dem obersten Organ des Verbandes, abstimmungsberechtigt “. 

Gäa hat sich durch die Umstrukturierung zu einem gut vernetzten Verband mit einer hohen persönlichen und individuellen Note und engagierten Mitgliedern in allen Regionen bundesweit entwickelt.

Alle Unternehmen der Ökolandbaubranche, die einen hohen Qualitätsanspruch haben und sich in diese Gemeinschaft von kompetenten Unternehmen einbringen möchten, sind bei Gäa willkommen, als Mitglieder oder Partner in Markt und Politik.

Gäa - Vereinigung ökologischer Landbau e.V.
Landesverband Sachsen/ Bundesgeschäftsstelle
Öffentlichkeitsarbeit, Swantje Kohlmeyer
Am Beutlerpark 2, D-01217 Dresden

Tel.:++49.0.351.403 42 53;  Fax :++49.0.351.401 55 19

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