Krankenkassen für Ampel
EU will Verbot dieser Nährwertkennzeichnung verordnen
Die Krankenkassen in Deutschland haben sich heute für Nährwertkennzeichnung in Form der Ampel ausgesprochen. In einem gemeinsamen Appell rufen sie die Bundesregierung dazu auf, in Brüssel aktiv zu werden, um das geplante EU-weite Verbot der Ampelkennzeichnung zu stoppen.
Die Ampelkennzeichnung gewinnt immer mehr Freunde. Neben foodwatch haben sich bereits der Verbraucherzentrale Bundesverband, Ärztevereinigungen wie die Bundesärztekammer, der Bundeselternrat und Patientenverbände wie die Deutsche Herzstiftung für die rot-gelb-grüne Lebensmittelkennzeichnung ausgesprochen. Wenn es nach der Bevölkerung geht, ist die Sache ohnehin klar: In einer repräsentativen Umfrage forderten im Juli 2009 sieben von zehn Verbrauchern die Einführung der Ampel, sogar 77 Prozent lehnten das geplante Verbot der Ampelkennzeichnung ab.
Dieses gesellschaftliche Bündnis wird immer breiter
Einzelne Krankenkassen wie der AOK Bundesverband hatten sich bereits vor Monaten pro Ampel positioniert. Nun hat auch der GKV-Spitzenverband, der alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland vertritt, gemeinsam mit AOK, IKK- und BKK-Verband die Bundesregierung dazu aufgefordert, sich in Brüssel gegen das EU-weit geplante Ampel-Verbot zu stemmen. Wie foodwatch verlangen die Kassen eine Öffnungsklausel, die es den EU-Mitgliedsstaaten ermöglichen würde, die Ampelkennzeichnung zumindest auf nationaler Ebene einzuführen. Wird der derzeit diskutierte Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission nicht noch entscheidend abgeändert, wäre dies ausgeschlossen.







