100.000 Unterschriften gegen Genfood in nur zwei Monaten
Verband der Bio-Supermärkte zieht Bilanz
111.401 Unterschriften gegen Genfood sammelte der Verband der Bio-Supermärkte von Mitte Februar bis Mitte April. Deutschlandweit lagen in mehr als 200 Bio-Supermärkten und Vitalia-Märkten Unterschriftenlisten aus, in die sich Kunden eintragen und damit deutlich machen konnten, dass sie keine Gentechnik auf ihrenTellern wollen. Die gesammelten Unterschriften der Bio-Kunden werden im Sommer an Landwirtschaftsminister Seehofer übergeben.
Der Verband der Bio-Supermärkte spricht sich gemeinsam mit seinen Kunden nachdrücklich für die Beibehaltung der strengen Haftungsregeln im deutschen Gentechnik-Gesetz aus: Nur eine verschuldensunabhängige,gesamtschuldnerische Haftung derjenigen, die Genpflanzen anbauen, gewährleistet, dass die Verbraucher und Landwirte auch zukünftig eine echte Wahl haben zwischen gentechnikfreien Lebensmitteln und Produkten mit gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen. Bisher ist nicht geklärt, wie sich der Verzehr von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf die menschliche Gesundheit auswirkt und welche Folgen die Freisetzung von GVO auf die Umwelt haben können. Knapp 80 Prozent der Menschen sind deshalb in Sorge und lehnen Gentechnik auf Äckern und in Lebensmitteln ab. Insbesondere Bio-Kunden wollen sicher sein, dass sie in ihrem Naturkostgeschäft Produkte ohne unerwünschte Gentechnik-Spuren
erhalten.
Zum Verband der Bio-Supermärkte gehören zehn Bio-Handelsunternehmen: Alnatura, Basic, BioCompany, Ebl-Naturkost, eo Komma, Füllhorn, Grüner Markt, Naturata, SuperBioMarkt und Vollcorner BioMarkt.Die Mitgliedsunternehmen betrieben zum Jahresabschluss 2005 insgesamt 85 Bio-Supermärkte und damit 22 Filialen mehr als 2004. Die Anzahl der Mitarbeiter wuchs von rund 1.400 im Jahre 2004 auf 1.900 im Jahre 2005, dieZahl der Lehrlinge stieg im selben Zeitraum von 99 auf 138.







