Jahreshauptversammlung der Rapunzel AG ruhig verlaufen
Vor dem Hintergrund der laufenden Arbeiten an der Rechtsformänderung von der RAPUNZEL NATURKOST AG in eine RAPUNZEL NATURKOST GmbH und der turbulent verlaufenen außerordentlichen Hauptversammlung am 02. März d.J., an welcher der Beschluss zur Rechtsformänderung gefasst wurde, lag auch für die ordentliche Hauptversammlung für das Jahr 2008 Spannung in der Luft.
Bekanntermaßen wurden gegen den Rechtsformänderungsschluss Anfechtungsklagen von mehreren Berufsklägern erhoben. Hierzu wird es im Oktober eine Urteilsverkündung des LG München geben. Aus diesem Grund war zu erwarten, dass die Kläger das Forum der Hauptversammlung 2008 als Plattform für weitere Störungen und zur Informationsbeschaffung nutzen würden.
Bei einer im Wesentlichen durch die Aktien des Gründers und Hauptaktionärs Joseph Wilhelm begründeten hohen Präsenz von 91,6 Prozent des Grundkapitals war die geringe Stimmenpräsenz der Kleinaktionäre erstaunlich. Die Präsentation des Jahresergebnisses 2008 und des Lageberichts der Gesellschaft spiegelten zwar noch eine Umsatzsteigerung um 7,4 Prozent wieder, jedoch auch die zunehmend härteren Rahmenbedingungen in der Biobranche, die einen Ergebnisrückgang um rund 25 Prozent mit sich brachten.
Ein Sonderprüfungsantrag, der sich hauptsächlich auf die vielbeachtete Aktion „Genfrei Gehen“ der Gesellschaft in den Jahren 2007 und 2009 bezog, fand keine Abstimmungsmehrheit. Auch alle anderen Abstimmungspunkte der Tagesordnung wurden gemäß den Verwaltungsvorschlägen abgestimmt. Der ruhige Verlauf dieser Hauptversammlung und die Abstimmungsergebnisse dürften das Rechtsformänderungsverfahren der Gesellschaft weiter voran bringen und dazu beitragen, dass sich das Management bald wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren kann.







