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Gute Chancen für regionale Vermarktung

Landwirtschaftsministerin besucht Upländer Bauernmolkerei in Usseln

Hessens Agrarministerin Silke Lautenschläger sieht große Chancen für Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft in der Vermarktung regionaler Produkte. „Immer mehr Verbraucher erkennen die Vorteile, die der Einkauf von Qualitäts-Lebensmitteln aus der Region mit sich bringt. Durch ökologische Produktion und regionale Vermarktung ist eine erhöhte Wertschöpfung möglich“, sagte die Ministerin bei einem Besuch der Bauernmolkerei in Usseln.

„Das Beispiel der Upländer Bauernmolkerei zeigt, wie Landwirte durch Engagement am harten Milchmarkt bestehen können. In Hessen gehen immer mehr Landwirte den Weg der regionalen Vermarktung und der ökologischen Bewirtschaftung. Der ökologische Landbau ist in Hessen auf einem guten Weg. Die Flächen- und Betriebszahlen steigen weiter“, unterstrich Lautenschläger. Während im Jahr 2003 nach Angaben der Ministerin 1480 landwirtschaftliche Betriebe im Ökolandbau tätig waren, bewirtschafteten im Jahr 2008 bereits 1616 landwirtschaftliche Betriebe ihren Hof nach ökologischen Richtlinien. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, lobte Lautenschläger.

Die Upländer Bauernmolkerei wurde 1996  wieder in Betrieb genommen, da Landwirte aus der Region, die ihren Hof nach ökologischen Rahmenrichtlinien bewirtschafteten, eine Verarbeitungsstätte für ihre Milch suchten. Im Jahr 1996 lieferten 18 Landwirte eine Jahresmenge von einer Million Liter Bio-Milch. Im Jahr 2008 belief sich die Bio-Milchmenge bereits auf 32 Millionen Liter pro Jahr aus 130 Erzeugerbetrieben. „Die Upländer Bauernmolkerei ist ein bundesweit anerkanntes Erfolgsmodell für eine erfolgreiche Neugründung und das  Bestehen am Markt. 100 Prozent Biomilch, eine eigenständige Preispolitik und die regionale Verbundenheit sprechen für die Upländer Bauernmolkerei“ unterstrich die Ministerin. 

Sie betonte, dass das Land die ökologische Produktion und die regionale Vermarktung weiterhin fördern werde. Wer auf ökologischen Landbau umsattele, erhalte ab 2010 für die ersten fünf Jahre 210 statt bisher 160 Euro pro Hektar. Neben der finanziellen Förderung  stehe aber auch die Beratung durch den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen im Mittelpunkt.

Um die Entwicklung am Biomarkt insgesamt beurteilen zu können, habe das Ministerium eine Marktstudie in Auftrag gegeben. Diese solle zeigen, ob die positive Entwicklung am hessischen Markt für Ökolebensmittel sich in den kommenden Jahren fortsetzt, erklärte Lautenschläger abschließend.

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