DIE BESTEN BADISCHEN BIOWEINE 2006
RIESIGES INTERESSE AN DER 14. ECOVIN-PRÄSENTATION
FREIBURG - 21-05-2006 - 27 Siegerweine hat die Verkostung der besten badischen Bioweine
2006 ergeben. Die Weine wurden nach ihrer Eignung als Begleiter zu den
Speisen eines Menüs kategorisiert. Eine unabhängige Jury hatte in der "Alten
Wache¦ in Freiburg rund 200 Weine verkostet und zeigte sich beeindruckt von
der hohen Qualität der angestellten Bioweine.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
1. DIE BESTEN BADISCHEN BIOWEINE 2006
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Die Ergebnisse finden Sie im Internet unter http://www.ecovin-baden.de.
Eine unabhängige Jury prämierte die Siegerweine - Erste öffentliche
Vorstellung auf der 14. ECOVIN-Präsentation am 20. Mai in Freiburg
Dass es bei den Biowinzern nicht nur eine schmale Spitze erstklassiger
Erzeuger sondern eine breite Basis mit hoher Qualität gibt, bewiesen die
Ergebnisse: Nur ein Betrieb, der Bioland-Winzer Friedhelm Rinklin aus
Eichstetten, wurde für gleich drei angestellte Weine ausgezeichnet. Jeweils
zwei Prämierungen verzeichneten die ECOVIN-Betriebe Hofgut Consequence
(Vogtsburg-Bischoffingen), Hügle (Teningen-Heimbach), Feuerstein
(Heitersheim), Köpfer (Staufen-Grunern), Schaffner (Bötzingen) und Zähringer
(Heitersheim) sowie der Biolandbetrieb Pix (Eichstetten).
Weitere Auszeichnungen gingen an das Weingut Aenis (Binzen), Thomas
Harteneck (Schliengen), Matthias Höfflin (Bötzingen), Günter Kaufmann
(Efringen-Kirchen), Ulrich Klumpp (Bruchsal), Hubert Lay (Ihringen), Richard
Schmidt (Eichstetten) und die Winzer vom Silberberg (Bahlingen). Organisiert
hatte die Verkostung Matthias Wolff vom Beratungsdienst für den ökologischen
Weinbau. Etwa 30 Fachleute umfasste die Jury. Um Unabhängigkeit zu
gewährleisten war keiner der anstellenden Betriebe in der Jury vertreten.
Was für Paulin Köpfer, den Vorsitzenden von ECOVIN Baden und Initiator der
alljährlichen Bestenauswahl von ECOVIN- und Bioland-Weinen, dabei immer
wieder erfreulich ist: "Wir haben ein konstant hohes Niveau unter den
angestellten Bioweine mit etlichen Spitzenweinen¦. Für Köpfer waren in
diesem Jahr besonders die 2005er Weißweine überzeugend, berichtet er: "Die
Gutedelweine haben sich da auffällig hervorgetan¦. Das merke man auch an der
relativ hohen Zahl prämierter Weine in der Kategorie leichte, trockene
Weißweine zu leichten Vorspeisen und Salat: 10 von 27 Siegerweinen entfallen
auf diese Kategorie.
Die Verteilung in den anderen Kategorien: Vier Prämierungen gab es bei den
Sekten (Aperitif), zwei kräftige, fruchtige Weißweine (vegetarisches,
Vorspeisen, Fisch, Geflügel, Kalb), einen weißen Barriquewein (leichter
Hauptgang, Fisch, Geflügel) und einen leichten trockenen Rotwein (Hauptgang
mit Fleisch, gebratenem Fisch, Nudelgerichte). Sehr stark vertreten sind die
kräftigen schweren Rotweine: Als Begleiter zu kräftigen Hauptgängen,
gegrilltem Fleisch, Braten oder Wild empfehlen sich gleich fünf
Spätburgunder, zumeist aus dem Ausnahme-Jahrgang 2003 und im Barrique
gereift. "Die Zahl der prämierten Weine in den einzelnen Kategorien spiegelt
auch die Marktsituation wieder¦, so Köpfer: Wo es ein besonders großes
Angebot guter Weine gab, erhöhte sich die Zahl der Prämierungen.
Neben einem edelsüßen Wein (zu Käse, Dessert oder als Digestif) gab es
gleich drei Sonderpreise für Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten:
Diese besonders umweltschonend zu erzeugenden Weine liegen den Biowinzern
besonders am Herzen und rechtfertigten so eine eigene Kategorie. Damit soll
auch auf die bisher weitgehend unbekannten Rebsorten wie Johanniter,
Cabernet Carol, Monarch oder die daraus erstellten Cuvées aufmerksam gemacht
werden.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
2. RIESIGES INTERESSE AN DER 14. ECOVIN-PRÄSENTATION
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Bioweine aus Baden und Gäste aus dem Elsass - Badische Biowinzer planen
Gegenbesuch - Publikumsmagnet: Die Siegerweine 2006
FREIBURG. Viel Lob und Zuspruch bekamen die badischen Biowinzer für Ihre
Idee, elsässische Kollegen zur 14. ECOVIN-Präsentation ins Historisch
Kaufhaus nach Freiburg einzuladen: Lob von den offiziellen Gästen und
Festrednern wie der Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.
Zuspruch von mehr Besuchern als je zuvor, die bis in die späten Abendstunden
Bioweine von beiden Seiten des Rheins probieren wollten.
Mit den elsässischen Gästen feierten die Badener eine gelungene Premiere:
Das Spektrum der Bioweine und Sekte wurde so noch vielfältiger, das
Probieren noch interessanter. Allen voran lobte Freiburgs
Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik das Konzept der grenzübergreifenden
Kooperation. Sie wünsche sich für die Öko-Hauptstadt Freiburg künftig drei
Schwerpunkte: Wein, Solarenergie und Forstwirtschaft. Allerdings musste
Stuchlik auch anerkennen, dass die Nachbarn im Elsass selbst die europaweit
herausragend hohen Bioanteile Freiburgs an der Bioproduktion überholt haben.
Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden und Initiator der
ECOVIN-Präsentation freute sich über die gelungene Premiere mit Gästen aus
anderen Weinbauregionen. Er kann sich auch künftig weitere Partnerschaften
gut vorstellen: Mit der Schweiz, Südtirol oder den Biowinzern von der Mosel.
André Durrmann konnte für die elsässischen Winzer auf gute Zuwachsraten im
Bioweinbau verweisen, und das obwohl in Frankreich nur die Umstellungsphase
unterstützt werde. Wichtiger sei aber, dass ähnlich wie im Burgund viele
prominente Winzer auf Bio-Anbau umgestellt haben und dafür sowohl bei den
Verbrauchern als auch bei den Winzern selbst gute Werbung gemacht hätten.
Im Mittelpunkt standen freilich einmal mehr die Weine: Siegrid Großmann vom
ECOVIN-Bundesvorstand und Uli Natterer, der Landesvorsitzende von Bioland
Baden-Württemberg überreichten zur Eröffnung 27 Urkunden für die Siegerweine
der Badischen Bioweine 2006 (siehe Anhang). Thomas Weidner, Freiburger
Convivienleiter von Slow Food und verantwortlich für das Rahmenprogramm,
wies auf die Veranstaltungen hin, die die Qualitäten der Bioweine im
Zusammenspiel mit anderen Lebensmitteln beleuchteten. Alle drei
Veranstaltungen waren denn auch hervorragend besucht, wie überhaupt die
Bioweinmesse mehr Besucher verzeichnete als je zuvor.
Verkostet wurden fast 200 Bioweine von 30 Erzeugern aus Baden und dem
Elsass. Der Schwerpunkt auf der badischen Seite lag bei den Burgunderweinen:
Vom Weiß- und Grauburgunder über Chardonnay und Auxerrois bis hin zu den
Spätburgundern. Besonders am Herzen liegen den Badenern auch die Weine aus
pilzfesten Rebsorten. Bei den Elsässern dominierten die Rieslingweine,
ergänzt unter anderem durch Muscat, Gewurztraminer und Crémant.
Fortgesetzt wird die Kooperation der drei Organisatoren Ecovin, Bioland und
Slow Food mit der "Gourmet-Reise¦ durch Baden: Gastronomen kochen ein Menü,
dessen Gänge auf eine Auswahl der besten badischen Bioweine abgestimmt sind.
Auch mit den elsässischen Kollegen soll die schon lange bestehende
Verbindung intensiviert werden: "Wir planen einen Gegenbesuch im Elsass, bei
dem wir unsere Weine vorstellen¦, kündigte Paulin Köpfer an, und: "Auch in
Vermarktungsfragen denken wir über eine Zusammenarbeit nach¦.







