"Ganz schön clever: Kostbare Energie sparen und dabei noch die Umwelt schützen!"
Umweltminister Mörsdorf überreicht 17 Grüne Hausnummern bei Ökologiemesse "Umwelt 2006"
Ökologisches Bauen ist im Saarland weiter im Aufwärtstrend! Die Anzahl der Häuser, die ihre Haustür mit dem Ökoprädikat des Umweltministeriums für nachhaltiges Bauen schmücken dürfen, ist jetzt auf 365 angewachsen.
Im Rahmen der Umweltmesse "Umwelt 2006" überreichte Umweltminister Stefan Mörsdorf heute 17 neue Grüne Hausnummern. "Die Umwelt schützen und dabei den eigenen Geldbeutel schonen! Das ist eine ganz schön clevere Sache! Denn wer erneuerbare Energien nutzt und mit Energieressourcen sparsam umgeht, der kann seinen Energieverbrauch erheblich reduzieren und spart dabei bares Geld", so Umweltminister Stefan Mörsdorf bei der Übergabe der Grünen Hausnummer.
Beim Debüt der Umwelt 2006 vom 5. bis 7. Mai in Saarbrücken informieren Umweltministerium und ARGE solar mit einem Informationsprogramm über die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung von regenerativen Energien und die Möglichkeiten für den Umweltschutz in und um das Eigenheim. Themen wie die Nutzung von Holz als Baustoff, Kosten sparende Altbausanierung oder die Nutzung von regenerativen Energien für moderne Heiztechnologien stehen bei der Umwelt 2006 im Vordergrund.
Gerade bei der Sanierung von Altbauten und beim Bau von neuen Immobilien kommt den Energieeinsparbemühungen eine zentrale Bedeutung zu. "Wer bisher geglaubt hat, dass innovative Heiztechnologien auf der Basis von erneuerbaren Energien beim Bau oder der Sanierung des Eigenheimes für einen energieeffizienten Umweltschutz teuer und nicht bezahlbar sind, wird bei der Umwelt 2006 eines Besseren belehrt! Leider ist immer noch viel zu wenig bekannt, dass das Energiesparen neben der Nutzung von regenerativen Energien nach wie vor unsere größte Energiequelle ist. Die Einspar-Potentiale, die sich hier noch ausschöpfen lassen, sind enorm groß. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir heute im Rahmen dieser Messetage so viele neue Grüne Hausnummern vergeben konnten. Mit den insgesamt 365 Häusern, die sich für dieses Ökoprädikat qualifiziert haben, haben wir landesweit zugleich auch 365 gute Botschafter, die für das Thema Nachhaltiges und Ökologisches Bauen werben", so Umweltminister Stefan Mörsdorf.
Im Rahmen der Verleihung der Grünen Hausnummer bei der Umwelt 2006 wurden auch zwei Schulen des Saarpfalz-Kreises mit dem Ökoprädikat des Umweltministeriums ausgezeichnet. Die Robert-Bosch-Schule in Homburg und die Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel erhielten für die an ökologischen Richtlinien orientierte Sanierung ihrer Schulgebäude sowie für die Gestaltung ihrer Schulaußenanlagen die Grüne Hausnummer.
"Ich freue mich, dass künftig auch zwei Schulen des Saarpfalz Kreises eine Grüne Hausnummer tragen werden. Ökologisches Bauen und Renovieren ist nämlich nicht nur ein Thema für Privat-Immobilien. Gerade öffentliche Gebäude wie Schulen, Behörden und Krankenhäuser oder auch Betriebe können vom nachhaltigen und ökologischen Bauen profitieren und bares Geld sparen", so Mörsdorf. Mit der Grünen Hausnummer, einem Ökoprädikat für nachhaltiges Bauen, zeichnet das Umweltministerium seit 1996 energie- und umweltbewusste Bauherren aus. Häuser, die für die Grüne Hausnummer gemeldet werden, werden anhand einer Checkliste bewertet. Die Anforderungen, die Hausbesitzer erfüllen müssen, wenn sie das Öko-Prädikat Grüne Hausnummer bekommen möchten, sind anspruchsvoll aber mit wenig finanziellem Aufwand zu realisieren. Vieles davon kostet nichts oder nur sehr wenig - bringt aber, weil es kostbare Ressourcen und Energie spart, bares Geld.
In die Bewertung, die Fachleute des Umweltministeriums durchführen, fließen unter anderem folgende Öko-Kriterien mit ein: Verwendung umweltfreundlicher Baustoffe wie Holz, Nutzung regenerativer Energiequellen, optimale Wärmedämmung, moderne Heiztechnik, Regenwassernutzung, Naturschutz rund ums Haus. Aber auch Kriterien wie zum Beispiel die Wiederverwendung und Aufbereitung vorhandener Bausubstanzen, die Berücksichtigung älterer Baumbestände, die Gestaltung des Hausumfeldes unter Gesichtspunkten des Naturschutzes oder die Gebäudeausstattung werden mit berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es auch Sonderbewertungen für Gebäude, die nicht dem Wohnen dienen, Schulen, Kindergärten etc., oder aber auch für Betriebe, die im Rahmen von EMAS oder als Partner des Umweltpaktes Saar an einem Öko-Audit teilnehmen.
Hat auch Ihr Haus eine Grüne Hausnummer verdient? Dann schauen informieren Sie sich doch einfach über die Meldevoraussetzungen und wenden sich an das Ministerium für Umwelt, Keplerstraße 18, 66117 Saarbrücken, Telefon 06 81/5 01-47 67. Nähere Informationen zur Grünen Hausnummer erhalten Sie auch im Internet auf den Seiten des Umweltministeriums unter www.umwelt.saarland.de im Menüpunkt "Bauen und Wohnen". Darüber hinaus bietet das Umweltministerium auch die Informationsbroschüre "Grüne Hausnummer" mit vielen Beispielen und Antragsformular, die bestellt werden kann per E-mail unter info@umwelt.saarland.de.
Hier eine Liste der Hauseigentümer, die jetzt im Rahmen der Umwelt 2006 die Grüne Hausnummer erhalten haben:
Saarpfalz-Kreis:
Familie Martina und Torsten Lorscheider, aus St. Ingbert-Rohrbach
Familie Doris Didion-Velten und Dirk Velten, aus Bexbach-Kleinottweiler
Geschwister-Scholl-Schule, Blieskastel
Robert-Bosch-Schule, Homburg
Stadtverband Saarbrücken:
Familie Iris Nicolay, aus Saarbrücken-Güdingen
Familie Gertraud Kromidas, aus Saarbrücken-Herrensohr
Familie Ilse und Waldemar Grün, aus Saarbrücken-Gersweiler
Landkreis Saarlouis:
Familie Susanne und Stefan Engel, aus Saarlouis-Roden
Doris Steinbach-Aumann und Jörg Aumann, aus Saarwellingen-Schwarzenholz
Familie Dirk Ernst, aus Saarlouis-Roden
Familie Ruth und Reiner Bies, aus Schmelz-Hüttersdorf
Landkreis Merzig-Wadern:
Familie Cerstin und Michael Schording, aus Merzig
Landkreis Neunkirchen
Astrid Tabillion, aus Ottweiler
Werner Recktenwald, aus Illingen
Tanja Recktenwald und Axel Presser, aus Illingen
Katja Scheit und Michael Leinenbach, aus Illingen
Barbara Scherer und Patrick Scherer, aus Illingen
Rückfragen zum Inhalt unter mailto:presseUmwelt@saarland.de







