Bertros
Vermarktungsverbot für Bertros
LANUV untersagt weiterem Betrieb in Delbrück den Handel mit Bio-Produkten
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat jetzt auch Bertros-Feinkost den Bio-Status entzogen, nachdem zuvor dem zur gleichen Unternehmensgruppe gehörenden Geflügelhof Franzsander und Robert’s Bio-Geflügel in Delbrück ein Vermarktungsverbot für Bio-Produkte erteilt worden war.
Die Kontrolleure des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz stellten fest, dass das Unternehmen in den Jahren 2004 bis 2008 rund 1.000 Tonnen konventionelle Geflügel- und Lammerzeugnisse zugekauft hatte, wie auf der Internet-Seite des LANUV zu lesen ist. Trotz wiederholter Aufforderungen konnte die Firma den Verbleib der Ware nicht nachweisen. Darauf folgte das Vermarktungsverbot. „Das ist schon eine ganze Menge und zeigt wie wichtig unsere Kontrollen sind“, erklärte Eberhard Jacobs vom Landesamt für Verbraucherschutz.
Dem Geflügelhof Franzsander in Delbrück wurde im Dezember der Bio-Status entzogen, weil die Kontrolleure des Landesamtes entdeckt hatten, dass konventionelle Futtermittel bei der Raiffeisen bezogen wurden. Im Januar folgte das Unternehmen Robert’s Bio-Geflügel, das die Produkte vermarktete, und nun ist auch Bertros betroffen.
Nach dem Stand der Ermittlungen hat der Betrieb seit 2005 mehr als 3.000 Tonnen konventionelles Futter gekauft. Nach drei Jahren ist es den Kontrolleuren aufgefallen. Der Staatsanwalt hat sich inzwischen ebenfalls eingeschaltet.







