Mit dem Kleinbus gen Osten
Studenten verbreiten den „ökologischen Gedanken“ an polnischen Universitäten
„Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt!“, sagt Julia Pschera, Studentin der ökologischen Agrarwissenschaften, rückblickend über ein Projekt in Polen, mit dem sie ökologische Lebensmittel in das Bewusstsein polnischer Studenten tragen wollten. Gemeinsam mit drei KommilitonInnen, einer Projektbetreuerin und einem Fotografen war sie vom 30. November bis 13. Dezember durch die Mitte und den Süden Polens unterwegs.
Unter dem Projektmotto „ORGANICagriculTOUR- students promote organic agriculture“ besuchten sie dort verschiedene Biohöfe, Zertifizierungsstellen und – als Herzstück der Reise- die Agrarfakultäten der Universitäten Warschau, Lublin und Krakau.

Christine Hubenthal, Anne Koch, Julia Pschera , Jan-Henrik Cors{_umbruch_}
Bevor es Ende November endlich losgehen konnte war allerdings viel organisatorische Arbeit zu tun. Die Unis mussten kontaktiert, Höfe angeschrieben und Spender und Sponsoren gefunden werden. Besonders das Fundraising erwies sich als schwierig, aber auch die Hürde der Finanzierung haben die vier erfolgreich gemeistert. Unterstützung erfuhren sie unter anderem von verschiedenen Bioproduzenten durch Sach- und Geldspenden.
Die Besuche der Biohöfe und Zertifizierungsstellen vor Ort nutzte die Gruppe, um einen Eindruck von der Agrarstruktur und der Lage des Ökolandbaus in Polen zu bekommen. Mitunter geringe Englischkenntnisse der Besuchten stellten hierbei kein Problem dar, denn Anne Koch spricht seit einem einjährigen Aufenthalt in Warschau fließend Polnisch.
Besonders wichtig war der Gruppe allerdings der direkte Austausch mit anderen Studierenden. „Es ist eine großartige Gelegenheit, ausländische Studierende direkt an ihrer Heimatuniversität zu besuchen. Auf Augenhöhe angesprochen und für ökologischen Landbau interessiert zu werden empfanden auch sie als tolle Erfahrung.“, weiß Christine Hubenthal zu berichten. An den besuchten Unis führte die Gruppe Präsentationen und interaktive Workshops zur ökologischen Landwirtschaft durch, sie erreichten damit etwa 130 Studierende. Nun hoffen sie, dass ihr Anstoß von diesen weitergegeben wird. „Besonders freuen würde es uns, wenn manche der Angesprochenen für ein Erasmussemester oder ein Masterstudium an die Uni Kassel-Witzenhausen kommen.“, meint Jan-Henrik Cors. Interesse daran bekundet haben jedenfalls einige.







