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Eierskandal

Walter Höhne fordert: „Tierhaltung in bäuerliche Hand“

Vohburg, 28.11.2008 – Durch die Tierschutzorganisation PETA wurde auf vermeintliche Betrugsfälle im Zusammenhang mit der Erzeugung und Vermarktung von Freilandeiern und Bioeiern aufmerksam gemacht. Ein brisantes Thema, das ein großes Medienecho hervorgerufen hat. Im Moment kann man jedoch noch wenig darüber aussagen, welche Vorwürfe zutreffen und welche von den beschuldigten Firmen widerlegt werden können.

„Eines zeigt diese unerfreuliche Enthüllung aber auf jeden Fall“, so Walter Höhne, Vorstand der Die Biohennen AG „Tierhaltung gehört in bäuerliche Hand und nicht in die Verwaltung industrieller Großbetriebe.“ Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um konventionelle oder biologisch arbeitende Landwirte handelt, denn die überschaubaren Strukturen und das bäuerliche Know How sind für das Tierwohl ausschlaggebend.

Großbetrieben, die an einem oder mehreren Standorten alle Haltungsformen der Legehennenhaltung praktizieren, kann es in erster Linie nur um die reibungslose Erzeugung und effektive Vermarktung und nicht um das Tierwohl gehen. Landwirte, die das Leben mit den Tieren seit Generationen verinnerlicht haben, haben ein anderes Verständnis. Sie haben sich trotz aller Modernisierung und Marktanpassung die Achtung vor dem Tier bewahrt.

Aus diesem Grund ist die Die Biohennen AG auch Mitglied des ökologischen Anbauverbandes Biokreis e.V., einem Verband der besonders die Interessen kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe vertritt.


Ein heller Wintergarten mit vielen Ausgängen ins Grünland, so sieht eine artgerechte und stressfreie Bio-Legehennenhaltung aus

„Zweistellige Zuwachsraten jedes Jahr im Biohandel dürfen nicht zu einer Massenproduktion von Biolebensmitteln führen. Besonders nicht, wenn es sich um tierische Produkte handelt“, warnt Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer des Biokreis e.V., „denn ungeachtet dessen, ob sich die Vorwürfe von PETA bewahrheiten oder nicht, die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen großen Legehennenhaltern, die Kilometer, die dabei zurückgelegt werden und die Vermarktungsstrategien zeigen deutlich konventionelle Züge und lassen ethische ökologische Grundsätze vermissen.“

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