Bio-Eier wieder bunt
Anbieter aus Österreich entwickelt neue Färbemethode

Bio-Ostereier lassen sich mit konzentrierten Bio-Beeren- und Bio-Gemüsesäften färben. Was daheim im Kochtopf funktioniert, ist jetzt auch im großen Maßstab möglich: bunte Bio-Eier ohne bedenkliche Farbstoffe und ohne giftige Lösungsmittel, wie die Geflügel GmbH aus Österreich mitteilt.
Die EU-Öko-Richtlinie erlaubt seit Dezember 2007 keine künstlichen Farben mehr für das Färben von Bio-Eiern. Damit der Osterhase weiterhin bunt gefärbte Bio-Ostereier bringen kann, musste also ein Ersatz gefunden werden für die bisherige Färbemethode, bei der die eigentliche Farbschicht auf dem Ei durch einen Überzug aus Kopalharz oder Schellack geschützt wird. Selbst bei Verwendung unbedenklicher Farbstoffe erweist sich dieser Überzug als nicht besonders umweltfreundlich, da doch etwa das Harz mit Lösemitteln wie Aceton erst verflüssigt werden.

Die Geflügel GmbH Schlierbach, Österreichs größter Anbieter von Bio-Eiern, hat sich daher auf die Suche gemacht nach einer Färbemethode, die den EU-Richtlinien entspricht. Günter Mann von der Pernsteiner Entwicklungs GmbH in Nussbach hat die Methode entwickelt: Dabei werden konzentrierte Beeren- und Gemüsesäfte aus biologischem Anbau verwendet, als Trägersubstanz für die Farbe dient Zellulose. Auf dem gekochten, noch heißen Ei trocknet diese Mischung zu einem glatten Farbfilm. Das biologische Osterei ist wieder da.
Der Anhang zur EU-Öko-Richtlinie listet die erlaubten Zusatzstoffe in biologischen Lebensmitteln auf. Es sind fast vierzig. Für konventionelle Lebensmittel sind etwa dreihundert Zusatzstoffe zugelassen. Da etliche Lebensmittel-Farben im Verdacht stehen, Allergien auszulösen, an der Entstehung von Asthma beteiligt zu sein oder die Nieren zu schädigen, ist die strikte EU-Gesetzgebung im Bio-Bereich durchaus im Sinne des Konsumenten, erklärt die Geflügel GmbH.







