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Mit Musik gegen GMO

BESH erhebt mit Rock For Nature ihre Stimme für eine ökologische Landwirtschaft

An drei Tagen wurde in Wolpertshausen im Kreis Schwäbisch Hall bei einem Open Air Festival musikalisch gegen Gentechnik protestiert. Bei Rock For Nature auf dem Öko-Weizenfeld von Rudolf Bühler, dem Vorsitzenden der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH), setzten sich die Rockstars wie  „Wir sind Helden“, Nena, Roger Hodgson, Joe Cocker, Ich + Ich und die Scorpions in Statements auf der Bühne für eine ökologische Landwirtschaft ein.

Mehr als 70.000 Besucher pilgerten vom 21. bis 24. August zum Festival-Gelände, um den Musik-Stars beim Rock For Nature zuzuhören. Diesen Zuspruch dürfen die 980 Landwirte der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft als Erfolg für ihren Kampf gegen Gentechnik verbuchen, war das Wetter doch durchwachsener als ein Kotelett des Hällischen Schweines. Chef-Organisator Bühler hatte konservativ mit nur halb so vielen Zuschauern kalkuliert. Da bleibt natürlich Geld übrig, das in den Kampf gegen gentechnisch manipulierte Organismen (GMO) gesteckt werden kann.     
Die Rock-Musiker zogen nicht nur ihre Show ab. Sie waren gedanklich eins mit den Hohenloher Bauern und sprachen aus, was sie von GMO halten: nichts. Das hörte ein Rudolf Bühler natürlich gern. Das Medienecho klang überregional und tat ein übriges, um die Veranstalter zu erfreuen.

Im begleitenden Kongress zu Rock for Nature waren „grüne Helden“ aus aller Welt wie Vandana Shiva (Indien) und Percy Schmeiser (Kanada), der jahrelang und am Ende erfolgreich mit dem Agrarkonzern Monsanto prozessierte, die Hauptdarsteller. Internationale Umweltorganisationen wie der Bio-Weltverband IFOAM, Greenpeace, Slow Food und der NABU gaben dem Festival mit Information und Diskussion Tiefgang.

Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises, warnte: „Gentechnik ein ist tödliches Risiko für Umwelt und Gesundheit. Wir erleben in Indien, dass tausende von Kleinbauern wegen gentechnisch veränderter Baumwolle keine Zukunft mehr haben und Selbstmord begehen.“

Die gesamte Region um Schwäbisch Hall beteiligte sich am Festival. Für die gentechnikfreie, ökologisch und regional erzeugte Verpflegung sorgten Bäcker, Metzger und Gastronomen aus Hohenlohe sowie die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft . „Ausgehend von diesem Öko-Weizenfeld in Hohenlohe ist eine Bewegung für den friedlichen Widerstand gegen die Gentechnik entstanden: Love and Peace for Nature“, erklärte Hauptverantwortlicher Rudolf Bühler in seinem Resümee.

Diese Botschaft wurde im Hohenloher Manifest verkündet. Das Papier fordert Respekt vor der Schöpfung und ruft auf zum Widerstand gegen die Gentechnik als ethisch, ökologisch und sozial nicht vertretbare Manipulation der Erbanlagen.
 

 

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