Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Ulrike Detmers
Der Bundespräsident, Dr. Horst Köhler, hat der Unternehmerin und Wirtschaftsprofessorin, Frau Prof. Dr. Ulrike Detmers, das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit dieser staatlichen Auszeichnung werden ihre langjährigen Leistungen zugunsten der Gleichberechtigung von Frau und Mann in der Gesellschaft und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewürdigt. Der Verdienstorden ist Frau Prof. Dr. Detmers auf Vorschlag von Herrn Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers zuerkannt worden.

zur Person: {_umbruch_}Frau Prof. Dr. Ulrike Detmers{_umbruch_}- seit 1994 Wirtschaftsprofessorin im Fachbereich Wirtschaft an der Fachhochschule Bielefeld{_umbruch_}- Mitgesellschafterin und Mitglied der Geschäftsleitung Frau Prof. Dr. Ulrike Detmers (52) ist seit 1994 hauptamtliche Professorin im Fachbereich Wirtschaft an der Fachhochschule Bielefeld. Als Mitgesellschafterin der Mestemacher-Gruppe, mit Sitz in Gütersloh, sowie als Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für die Ressorts Zentrales Markenmanagement und Social Marketing, hat sie die positive Entwicklung der Unternehmensgruppe aktiv mitgestaltet. Sie ist unter anderem Initiatorin und Motor zahlreicher Social Marketing Projekte des mittelständischen Familienunternehmens. Dazu gehören das 1994 ins Leben gerufene Projekt PANEM ET ARTES, ein Angebot an Künstler, Brotdosen zu gestalten, der MESTEMACHER FRAUENKALENDER sowie der mit 16.750 Euro dotierte KITA-PREIS. Dieser Preis zeichnet Kindertagesstätten für das Bemühen um geschlechter-demokratische Erziehung und für die Unterstützung der Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus (www.kita-preis.de). Der MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES wurde im Jahr 2002 zum ersten Mal verliehen. Im Jahr 2008 wird der Preis bereits zum 7. Mal vergeben. Ziel des Preises ist es, in der männerdominierten Welt der Wirtschaft kompetente Wirtschaftsfachfrauen als weibliche Leitbilder zu exponieren.
Seit 2006 würdigt der MESTEMACHER PREIS SPITZENVATER DES JAHRES Väter, die ihre Frau bei der Verwirklichung der eigenen Karriere unterstützen. Mit dem MESTEMACHER FORUM ZUKUNFT erweitert die Mutter von zwei erwachsenen Kindern und eines Enkelsohnes das Moralprofil und den sozialen Mehrwert von Mestemacher.
Ihr Einsatz für Gleichberechtigung von Frau und Mann in der Gesellschaft und Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist bereits 2007 vom jährlich stattfindenden Weltfrauengipfel, der erstmals in Berlin stattgefunden hat, gewürdigt worden. Als erste Deutsche erhielt sie den German Women Entrepreneurs Award.
Im vorangegangenen Jahr 2006 zeichnete sie die Victress Initiative e. V. mit dem VICTRESS ROLE MODEL AWARD aus. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos.
Bundesverdienstkreuz

Das Bundesverdienstkreuz am Bande{_umbruch_}(Damenausführung)Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, auch Bundesverdienstkreuz genannt, ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger verliehen für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, zum Beispiel auch Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich. Jeder kann die Auszeichnung eines anderen anregen. Dabei wendet er sich an die Staatskanzlei des Bundeslandes, in dem der oder die Vorgeschlagene seinen bzw. ihren Wohnsitz hat.
Seit der Einführung im Jahre 1951 durch Bundespräsident Theodor Heuss wurde die höchste Anerkennung für Verdienste um das Gemeinwohl der Bundesrepublik Deutschland etwa 210.000 Mal verliehen. Dabei sollen künftig noch häufiger Frauen ausgezeichnet werden. Der Anteil der Ordensträgerinnen stieg zwar seit 1990 von 16 auf 25 Prozent, doch das ist dem Bundespräsidenten noch zu wenig. Köhler sagte, er nehme seit Oktober 2006 keine Vorschlagslisten mehr an, wenn von zehn Geehrten nicht mindestens drei weiblich seien.
Statistik Verdienstorden:Im Juni 2007 verlieh der Bundespräsident Dr. Horst Köhler bei einer großen Ordensverleihung das Bundesverdienstkreuz ausschließlich an 20 Frauen. Damit wollte er das Wirken von Frauen für die Gesellschaft hervorheben. Er forderte, Frauen sollten die Positionen einnehmen können, "die ihren Leistungen angemessen sind".
Eine moderne, zukunftsfähige und zugleich solidarische Gesellschaft bracht die Kreativität, Fantasie und Kompetenz der Frauen an verantwortlicher Stelle, sagte Herr Köhler bei der Verleihung. Deshalb seien auch Männer notwendig, die Haus- und Familienarbeit nicht scheuen und dafür gegebenenfalls auch im Beruf zurückstecken. Zugleich plädierte der Bundespräsident für gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die Frauen wie Männern die Verknüpfung von beruflichem, privatem und öffentlichem Engagement ermöglichen. Herr Köhler fordert dazu auf, mehr Frauen für die Auszeichnung mit dem Verdienstorden vorzuschlagen.







