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Umweltbewusstes und verantwortungsvolles Waschen

Im Zuge der LOHAS-Bewegung, dem Lifestyle of Health and Sustainability, stehen nicht nur Bio-, fair oder sozial gehandelte Lebensmittel, sondern auch entsprechende Textilien und Haushaltsprodukte hoch im Kurs. Insofern passen letztere gut zu einem stimmigen Angebot. Neben Verbrauchern, die an geringer Umweltbelastung und komfortabler Anwendung interessiert sind, sprechen Öko-Waschmittel die vielen Allergiker an. Denn sie enthalten weder synthetische Duftkom­ponenten noch andere reizende Inhaltsstoffe.


Das Angebot an kompetenten Herstellern mit langjähriger Erfahrung ist groß und vielseitig. Längst steht die Wirksamkeit der Öko-Reiniger den der konventionellen Produkte in nichts mehr nach. Zu den Anbietern gehören unter anderem Ecover, AlmaWin, Ulrich natürlich, Weiss Bio-Dienst, BioClean, Sodasan, Sonett und CWK.

AlmaWin hat ein komplettes Angebot an dermatologisch getesteten Waschmitteln im Sortiment. Dazu gehört unter anderem ein Vollwaschmittel im Ein, Zwei oder Fünf Kilo-Gebinde für 19, 36 oder 90 Waschgänge, das im letzten Herbst von dem Verbrauchermagazin Ökotest ausgezeichnet wurde. Als Waschsubstanz dient primär Seife aus biologisch angebauten Pflanzen.

Ein enzymfreies Flüssigwaschmittel für alle Temperaturen und ein Bunt- und Feinwaschmittel gibt es ebenfalls. Außerdem ein Wollwaschmittel-Konzentrat, das seine rückfettende Hautmilde Weizenproteinen und Fettsäureglyceriden verdankt. Nicht nur für den nächsten Urlaub interessant, ist die Waschcreme Öko Compact für 50 Anwendungen. Denn das Neutralkonzentrat eignet sich ebenso für die Wäsche zwischendurch wie beispielsweise zur Gardinenwäsche, zur Reinigung von Teppichböden oder Polstermöbeln.

Mannigfaltige Einsatzmöglich-keiten zeichnen auch Gallseife und Sauerstoffbleiche aus. Dem Wunsch vieler Kunden nach duftender Wäsche entgegenkommend, bietet AlmaWin zudem einen separaten Bio Wäscheduft mit Verbena-Extrakt und Eukalyptus an. Er ist mit allen Waschmitteln kombi­nierbar und wird einfach ins Weichspülfach dosiert.  Auf der anderen Seite bedient der Hersteller mit der gänzlich neu­tralen Marke Klar die wachsende Gruppe der Allergiker. AlmaWin zählt wie Sonett, Sodasan und viele andere bislang zu den Fachhandelsmarken.


Dagegen steht das Angebot von BioClean, Ecover und CWK sowie Bensos aus Italien auch dem LEH und dem SEH zur Verfügung. Obwohl erst neu auf dem Markt, umfasst die Marke BioClean der bioVLog in Fulda ein vollständiges Sortiment ökologischer Wasch- und Reinigungsmittel von hoher Produkt-Qualität zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Die Produkte, wie zum Beispiel das Flüssig- und das Vollwaschmittel, sind an einer großen taufrischen Rose auf dem Etikett erkennbar und tragen das Ecocert-Siegel.

Zusätzlich informiert die Volldeklaration der Inhaltsstoffe auf dem Etikett sensible Personen. Ein sanftes Flüssigwaschmittel für Weißes und Buntes bei 30 bis 95 Grad enthält zum Beispiel ebenfalls pflanzliche Bio-Seife und weitere Substanzen aus nachwachsenden Rohstoffen. Etwas ätherisches Bio-La­vendelöl bringt zudem einen feinen Duft in das Konzentrat, während das Fleckensalz hartnäckige Flecken beseitigt.

Als Zielgruppe sehe man alle umweltorientiert handelnden Haushalte, die qualitativ hochwertige und zugleich ökologische Produkte bevorzugen, heißt es bei dem Unternehmen. Denn durch die leicht biologisch abbaubaren Rohstoffe könne jeder Verbraucher mit BioClean seinen eigenen Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten. Der Handel profitiert ebenfalls, und zwar von ausführlichen Informationen und von eingehaltenen Produktversprechen.

Rund 25 Jahre Erfahrung bringt Ecover mit Stammsitz in Belgien mit. Nicht nur das Sortiment an ökologischen Wasch- und Reinigungsmitteln wächst beständig, sondern auch die Nachfrage im In- und Ausland. Die gerade erst im letzten Jahr in Betrieb genommene weitere Fabrik in Frankreich sorgt gemeinsam mit den bisherigen Betriebsstätten für regelmäßigen Nachschub. Unter umweltverträglichen Bedingungen wie ausschließliche Nutzung von grüner Energie stellt Ecover die Waschmittel aus nachwachsenden Rohstoffen her.

Die Waschwirkung beruht auf Zuckertensiden und einem neuen Tensid aus Rapsöl. Im Blick haben sie den kritischen Verbraucher, der vor allem hervorragend waschende Produkte erwartet. Weitere Eckpfeiler, die sich das  Team von Concept Manager Peter Malaise aber ebenso zur Vorgabe gemacht hat, sind Convenience und  Preis, Nachhaltigkeit und Gesundheit.

Die Waschmittel sind in verschiedenen Gebindegrößen erhältlich und umfassen Waschmittelpulver sowie Flüssigwaschmittel, Woll- und Feinwaschmittel, Fleckengel, Bleichmittel und Weichspüler. Sogar die modernen Waschtabs hat Ecover im Sortiment. Der typische blau-grüne Namenszug unterstützt den Wiedererkennungswert.

Dabei ist Ecover wegen ihrer Innovationen beliebt, deren Bekanntheitsgrad durch ein konse-quentes Marketing unterstützt wird. Nicht selten sprechen sie die Verbraucher über Gewinnspiele mit attraktiven Preisen an, wie aktuell die Teilnahme an einer Wal-Beobachtungstour. Bei einer weiteren Werbeaktion bekommen Käufer von hochwertigen Herrenhemden der Marke Einhorn ein Produktmuster des Waschmittels gratis dazu.

Aus der Beteiligung an den re-gelmäßigen Konsumententests resultiert beispielsweise die neue blumige Duftnote für den Weichspüler, auf die vor allem junge Leute begeistert reagierten. Als verkaufsfördernde Maßnahmen bietet Ecover außerdem praktische Leaflets an, jeweils ein besonders beworbenes Produkt des Monats oder Standdisplays.

Der Webeauftritt ist generell frisch, humorvoll und überraschend, zugleich aber auch informativ und persönlich. So lautet einer der Slogans: "Stellen Sie sich ein Leben vor, in dem Ihr Wunsch nach einem respektvollen Umgang mit der Natur ganz alltäglich zur Gegenwart wird..."

Siegel schaffen Vertrauen

Für ökologische Wasch- und Reinigungsmittel gilt das Bio-Siegel nicht. Doch lassen viele Hersteller die Qualität ihrer Produkte anderweitig bestätigen. Einen hohen Bekanntheitswert hat das Siegel von Ecocert, das auch oft Naturkosmetik qualifiziert. Außerdem lassen fast alle die dermatologische Unbedenklichkeit ihrer Erzeugnisse extern und ohne Tierversuche testen.

Bei den veganen Produkten der Fachhandelsmarke Sodasan kommt zum Label von Ecocert das anerkannte belgische Ecogarantie-Siegel hinzu. Mit dem Argument Prima Klima um­schreibt die Firma ihre CO2-neutrale, klimaschützende Produktion. Im Waschmittelbereich führt Sodasan Kompakt-, Color- und Wollwaschmittel, einen Weichspüler, Gallseife, sowie einen separaten Enthärter und Bleichmittel. Gerade sind sie durch ein Vollwaschmittel für Weißes und farbechte Buntwäsche ergänzt worden.

Eingesetzt werden wiederum ausschließlich Rohstoffe aus pflanzlichen Fetten und Ölen, wobei die Palette vom heimi-schen Sonnenblumen- und Rapsöl bis hin zu Palmfett und Kokosöl aus Zentral- und Südamerika reicht. Vielfach kauft Sodasan die Pflanzenöle bei Fair Trade Projekten und unterstützt so eine sozial verträgliche Land­wirt­schaft in der Dritten Welt. Auch das Sortiment von Sonett trägt das Ecocert-Siegel, plus das der betriebseigenen, extern bestä­tig­ten EcoControl.

Das flüssige Feinwaschmittel der CWK Division der Coop ist in der Schweiz vom Label Coop Oecoplan zertifiziert. Sobald die überarbeiteten Anforderungen an das EU-Ecolabel vorliegen, soll dort eine Zertifizierung sämtlicher Wasch- und Reinigungsprodukte erfolgen.


Für das unter dem Markennamen Maya ÖkoLine vertriebene Waschmittel mit waschaktiven Tensiden spreche seine gute Waschleistung bei minimaler Umweltbelastung und die ausgezeichnete biologische Abbaubarkeit, heißt es bei CWK. Außerdem seien die verwendeten PET-Flaschen gewichts- und volumenmässig optimiert, um die Abfallmenge zu minimieren. In Deutschland wird die Linie über bioVLog vertrieben und ist preislich leicht unter Ecover angesiedelt.

Ulrich natürlich betont mit dem Vegan-Siegel, dass die Wasch- und Reinigungsmittel bei der Vegan Society registriert sind. Zudem sind sie tierversuchsfrei nach den Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes. Auf der Vivaness stellte das Unternehmen ein neues Design mit zweisprachigen Etiketten und Flaschen mit Rücklaufverschluss vor. Premiere war dort auch für ein neues Waschmittel und ein Feinwaschmittel mit Citrusduft aus kbA-Öl.

Zum bisherigen Sortiment gehört unter anderem ein Flüssigwasch­mittel mit Enthärter für alle Temperaturbereiche und Wasserhärtegrade. Zur Vorbeugung von Kalkablagerungen und für einen hautsympathischen pH-Wert enthält es waschaktive Substanzen aus Kokosöl und Palmkernöl, Schmierseife und rechts­drehende Milchsäure. Ein Liter reicht für 33 Maschinen­wäschen und ist insofern
mindestens so ergiebig wie die konventionellen Marken.

Interessant ist zudem eine praktische Fleckenbox mit sechs bewährten Produkten wie Waschmittel, Gallseife und Fleckensalz sowie einer kleinen Flecken­fibel. Der Faltkarton mit den 50 Milliliter-Fläschen bietet sich für die Reise oder zum Testen an.

Ressourcenschutz wird großgeschrieben

Weiss Bio-Dienst zählt zu den Herstellern, die nach wie vor auf Waschmittel im Baukastensystem und zum Wiederbefüllen setzen. Aus ökologischer Sicht ist dies die beste Art zu reinigen, da der Anwender dem Basiswaschmittel nur bei Bedarf Enthärter, Bleich- oder Fleckenmittel zusetzt.

Das Unternehmen stellt die eingesetzten Flüssigseifen in einem selbst entwickelten energiesparenden Verfahren her, bei dem auf das Erhitzen der Rohstoffe verzichtet werden kann. Gelistet sind sie bei Herstellern und Wiederverkäufern im Bio-Fachhandel.

Die private Wäsche sowie die Produktion der notwendigen Reinigungsmittel verbraucht riesige Wassermengen. Daher hat es sich die Fachhandelsmarke Sonett zur Philosophie gemacht, das Wasser besonders zu achten: Zur Unterstützung der Renaturierung des Brauchwassers setzt das anthroposophisch geprägte Unternehmen den Produkten speziell rhythmisierte Substanzen zu und arbeitet mit verwirbeltem Prozesswasser. Energie bezieht Sonett direkt aus einem nahe gelegenen kleinen Wasserkraftwerk und über Greenpeace Energy. Zudem betreiben sie zusammen mit den Camphill Werkstätten Lehenhof eine Hackschnitzel Heizanlage.

Seit diesem Frühjahr können die Kunden zu einem Öko-Kaltwaschmittel für leicht verschmutzte Wäsche greifen und insofern selber Energie sparen. Olivenöl, Rapsöl, Kokos- und Palmfett aus kbA sind frei von allergieauslösenden Inhaltsstoffen. Neben Waschmitteln im Baukastensystem gibt es unter anderem auch ein Colorwaschmittel mit integriertem Citrat als Enthärter sowie ein mildes Olivenwaschmittel. Als Alleingesellschafterin der dreige­gliederten Unternehmensstruk­tur gewährleistet eine gemeinnützige Stiftung, dass das Unternehmen nicht einfach vererbt oder verkauft werden kann.

Indische Waschtradition findet den Weg in deutsche Haushalte

Zwar gibt es die traditionellen indischen Waschnüsse schon seit vielen Jahren auch in Deutschland, doch griffen bisher überwiegend Insider zu dem alternativen Waschmittel. Dabei zeichnen sich die natürlichen Saponine aus den Schalen durch gute Waschwirkung, optimale Abbaubarkeit und Hautfreundlichkeit aus. Sie eignen sich für alle Temperaturen von 30 bis 90 Grad C, für Wolle, Seide, Bunt- oder Kochwäsche.

Immer mehr große Markenhersteller der Ökobranche nehmen die Waschnuss mittlerweile in ihr Programm auf und unterstützen damit zugleich die Bekanntheit kleinerer Unternehmen.

Beispielsweise hat AlmaWin als eines der ersten Unternehmen Waschnuss-Produkte in flüssiger Form und nun auch als ansprechendes weißes Pulver auf den Markt gebracht. Dadurch ist zum einen das Handling leichter und zum anderen Waschkraft und Ergiebigkeit potenziert. Bio-Pflanzenölseife und ätherische Öle vervollständigen die Rezeptur.


Für Allergiker bietet sich das entsprechende neue Vollwaschmittel auf Waschnuss-Basis der Marke Klar an, da dieses frei von Enzymen und Duftstoffen ist. Die Rohstoffe stammen aus kontrollierter Wildsammlung.
BioClean hat dagegen gleich von Anfang an Waschnüsse ins Programm aufgenommen und zwar ebenfalls als flüssigen Extrakt. Nach Herstellerangaben erhält das innovative Color- und Feinwaschmittel die Farbbrillanz, macht einen Weichspüler überflüssig und erleichtert das Bügeln.

Ausschließlich auf Waschnuss basiert das Angebot von Govinda Natur, Wagner und Planet Pure. Govinda bietet zum Beispiel mehrfach zu verwendende und ergiebige Waschnussschalen im Stoffbeutel sowie ein Flüssigwaschmittel mit Waschnussextrakt an. Jetzt haben sie auch ein Pulver in einem aussagekräftigen Verkaufskarton herausgebracht, worin das Pulver praktischerweise in einzelne Sachets verpackt ist.

Dabei beschränken sich die Einsatzmöglichkeiten bei weitem nicht auf die Wäsche, sondern das Mittel bietet sich auch zum Reinigen und Putzen im Wohnbereich, von Autositzen und anderem an. Da Waschnüsse selber nicht duften, bietet Govinda einen Citrus- oder Lavendel-Wäscheduft aus reinen ätherischen Ölen an. Und ganz hartnäckige Flecken beseitigt ein Fleckensalz.

Wagner aus Österreich führt die originalen Waschnussschalen in Verpackungsgrößen vom kleinen Faltkarton bis zum Vorratseimer, ebenfalls ein pulverförmiges Vollwaschmittel und Waschnuss-Flüssig. Die Produkte seien besonders empfehlenswert für empfindliche Personen und zarte Babyhaut. Durch ihre hohe Ergiebigkeit sind die reinen Waschnuss-Schalen hochgerechnet sogar günstiger als konventionelle Diskont-Waschmittel, heißt es ergänzend. Vertrieben wird das Sortiment ebenfalls über bioVLog, wobei Wagner dem Handel gern Informationsmaterial oder Zertifikate zur Verfügung stellt.

Bei Planet Pure wird das reine flüssige Waschnuss-Waschmittel durch eine ayurvedische Linie mit pflegendem ätherischen Orange- oder Lavendelöl verstärkt. Auf Wunsch könne man aber auch selber einige Tropfen Aromaöl beigeben. Die schonenden Waschsubstanzen eignen sich zugleich bestens zur Handwäsche. Neben einem pflanzenneutralen Bleichmittel für weiße Wäsche bietet Planet Pure das Wäsche-Fresh gegen chemische Gerüche in der Wäsche an.

Es hinterlässt einen frischen Duft aus saftigen Früchten und duftenden Blüten. Die aus Indien bezogenen Rohstoffe aus kontrolliert biologischem An­bau oder zertifizierter Wildsammlung werden in Österreich verarbeitet. Die bioVlog (www.bioVlog.de) beliefert den deutschen Einzelhandel.

Bettina Pabel

II. Teil in der nächsten Ausgabe: Putz- und Reinigungsmittel


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