Mit Dampf gegen Pilze auf Bio-Gemüse
11.03.2008 - (lid) - Schädliche Pilze auf biologischem Gemüsesamen führen jedes Jahr zu Ertragseinbussen. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst in der Schweiz meldet, werden Gemüsesamen jetzt in einem neuen Verfahren unter der Haube mit heißem Dampf behandelt und vom Pilzbefall befreit.
Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) hat nun eine kostengünstige Methode entwickelt, um Gemüsesamen sicher und effizient von schädlichen Pilzen zu befreien. Die Samen gelangen auf einem Förderband für rund neunzig Sekunden unter eine Dampf-Haube. Bei 65 Grad Celsius würden die schädlichen Pilze mit Dampf vernichtet, der Samen bleibe jedoch keimfähig. So würde pilzfreies Saatgut in den Bio-Anbau gelangen.
Von Pilzen befallenes Gemüse lässt sich nicht mehr verkaufen, weil es innert kürzester Zeit verfault. Die Ursache ist auf den Gemüsesamen zu finden, die bereits von den schädlichen Pilzen befallen sind. Besonders viele Ausfälle mussten bis anhin laut ACW die biologischen Gemüsebauern hinnehmen, denn statt mit chemischen Verfahren wird der Samen mit einer Heisswasser-Behandlung von den schädlichen Pilzen befreit. Die Heisswasser-Behandlung ist jedoch energieaufwendig, teuer und riskant: Ist das Wasser nicht genügend heiss, überleben die Pilze; ist es zu heiss, sterben nicht nur die Pilze, sondern auch die Samen ab.







