Der Osterhause sagt Horst Seehofer Danke
Bio-Ostereier müssen nicht auf die EU warten
Bunte Bioeier waren seit Inkrafttreten der überarbeiteten EU-Bio-Verordnung am 1.12.2007 ein Streitpunkt. Da die bisher verwendeten Farben in der neuen Verordnung fahlten, war das Färben von Bioeiern faktisch verboten.
Während die Offiziellen der Bio-Vertretungen der Meinung waren, dass das Thema zwar wichtig, aber für eine nachträgliche Aufnahme der Farben in die EU-Richtlinien keine Mehrheit zu finden wäre, gab Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, nicht auf. Er warb weiter um die Unterstützung der Bioverbände wie um die Hilfe bayerischer Politiker.
Nachdem jedoch das Bayerische Landwirtschaftsministerium auf die Einhaltung des Verbotes von bunten Ostereiern bestand, musste die erste Charge Bioeier, die zum Färben von den 23 der Erzeugergemeinschaft angeschlossenen Landwirten bereit gestellt worden waren, mit hohen Verlusten zu Eiprodukten verarbeitet werden.
Walter Höhne gab trotz dieses Rückschlags nicht auf. Sein gewichtiges Argument war, dass die Farbstoffe Eisenoxid E 172 in Naturkosmetik-Lippenstiften und Bixin E 160b zum Färben von Bio-Cheddarkäse zulässig sind. Diese Farbstoffe, die in Bio-Produkten mehr oder weniger gegessen werden, sollten nun zum Färben einer Eischale nicht zulässig sein? Darüber hinaus konnte er im Nachbarland Österreich beobachten, wie unbürokratisch dort das Problem angegangen wurde: Das zuständige Ministerium stellte Anfang Februar offiziell den Antrag auf Aufnahme der Farben sowie der Mittel zur Versiegelung (Cellulose und Kopalharz) bei der Europäischen Union.
Walter Höhne wagte einen neuen Vorstoß: In Gesprächen mit Landwirtschaftsminister Horst Seehofer zeigte er die Dringlichkeit seines Anliegens und die Existenzgefährdung der Erzeugergemeinschaft auf. Daraufhin erhielt er von Minister Seehofer vorab per Telefon und am 20. Februar schriftlich die Zusage, dass sein Ministerium den Antrag auf Zulassung der Farben in den Anhang 6 der EU-Bio-Verordnung veranlasse. Bis zum Abschluss des Verfahrens, solle seiner Meinung nach in Deutschland so verfahren werden wie in Österreich. Das heißt, das Produktionsverfahren und das Inverkehrbringen von buten Bioeiern mit den beantragten Farben werden toleriert.
Dank Horst Seehofer kann nun Ostern 2008 wieder Bio-bunt werden.







