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Der Ökomarkt boomt - aber wer nutzt die Chancen wie?

Trends im Verbraucherverhalten - Wo liegen Chancen für deutsche Bio-Landwirte -

Bedeutung des Bio-Segments im LEH - Öffentliche Veranstaltung am 9. Januar 2008 im Rahmen der DLG-Wintertagung in Münster/Westfalen

(DLG). Der Umsatz mit Öko-Lebensmitteln wächst in Deutschland weiterhin schneller als die Produktion aus heimischer Erzeugung. Wie die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) mitteilt, liegen die Ursachen dafür vor allem im größeren Angebot an Öko-Ware im Lebensmit-teleinzelhandel und bei den Discountern. So stieg der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel, in Naturkostläden und im Direktabsatz in den Jahren 2000 bis 2006 um 124 Prozent auf 4,6 Mrd. EUR. Dagegen wurde in diesem Zeitraum die Erzeugung von Öko-Produkten, die eng an die Anbaufläche geknüpft ist, lediglich um 51 Prozent auf 826.000 ha ausgedehnt. Ein Teil des Umsatzzuwachses stammt nach Auskunft der Marktbeobachter auch aus Preissteigerungen. Die größer werdende Diskrepanz zwischen der Nachfrage nach Öko-Lebensmitteln und dem heimischen Angebot wird zunehmend durch Importe aus anderen EU-Ländern und Drittländern gedeckt. Der Arbeitskreis Bio-Produktion und Vermarktung bei der DLG (Deutsche Landwirt-schafts-Gesellschaft) greift im Rahmen einer öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstal-tung das Thema „Boomender Ökomarkt" auf und geht der Frage nach, wer vom Boom profitiert und wie die vorhandenen Chancen stärker genutzt werden können.

Nach einer Einführung von Bio-Landwirt Peter Großmann-Neuhäusler aus Pasenbach (Bay-ern), dem Vorsitzenden des DLG-Arbeitskreises Bio-Produktion und Vermarktung, leitet zu-nächst Prof. Dr. Ulrich Hamm von der Universität Kassel-Witzenhausen Trends für die Bio-Märkte aus dem aktuellen Verbraucherverhalten ab. Im Anschluss stellt der Bio-Landwirt Joa-chim von Reden aus Wendlinghausen (Nordrhein-Westfalen) dar, wo Chancen in der Bio-Produktion liegen und wie diese genutzt werden können. Wie es um den wirtschaftlichen Erfolg des Öko-Landbaus im Vergleich zum konventionellen Landbau bestellt ist, zeigt Dr. Hiltrud Nieberg vom Institut für Betriebswirtschaft der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL/Braunschweig) auf. In einem abschließenden Beitrag blickt Paul Daum, Bereichsleiter Nationales Qualitätsmanagement bei der Kaiser’s Tengelmann AG in Viersen (Nordrhein-Westfalen), in die Zukunft, wenn er die Frage nach der zukünftigen Positionierung des Bioseg-mentes im Lebensmitteleinzelhandel beantwortet.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der DLG-Wintertagung im Congress Centrum an der Halle Münsterland in Münster/westfalen am Mittwoch, dem 9. Januar 2008, statt und beginnt um 10.00 Uhr. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erwünscht.

Interessenten erhalten das ausführliche Programm der vom 8. bis 10. Januar 2008 stattfinden-den DLG-Wintertagung, das weitere öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen enthält, bei der DLG, Eschborner Landstr. 122, 60489 Frankfurt am Main, Tel.: 069/24788-203 bzw. -215, Fax: 069/24788-112 oder E-mail: Info@DLG.org. Ausführliche Informationen sind auch im Internet unter www.DLG.org/Wintertagung erhältlich.

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