Biomarkt weiter auf Wachstumskurs
(aea06/jk-06/9E11) In den meisten Ländern Europas finden mehr und mehr Konsumenten Geschmack am Bioprodukt. Der europäische Biomarkt sei 2004 um etwa 5 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro gewachsen, berichtet das Forschungsinstitut für biologischen Anbau (FiBL). Auch für die Zukunft sind die Wachstumsprognosen optimistisch. Knapp 30 Prozent aller europäischen Bioprodukte werden in Deutschland verkauft, in der relativ kleinen Schweiz immerhin 6 Prozent. Betrachtet man aber die Pro-Kopf-Ausgaben der Konsumenten mit Bioprodukten, so nimmt die Schweiz immer noch unangefochten die führende Stellung im europäischen Raum ein. Während die Eidgenossen jährlich 107 Euro für Bioprodukte ausgeben, sind dies im europäischen Durchschnitt nur 28 Euro. Die größten Wachstumsmärkte befinden sich mit jeweils rund 15 Prozent Zuwachs pro Jahr momentan in Deutschland und Großbritannien sowie in den neuen Beitrittstaaten der EU mit rund 20 Prozent.
Sowohl der Handel von Bioprodukten über konventionelle Vertriebsschienen als auch der Biofachhandel erleben eine Phase der Umstrukturierung. Bioprodukte werden mehr und mehr sowohl über Discounter als auch über Bio-Supermärkte vertrieben. In Deuschland wurden im Jahr 2005 bereits fast zwei Drittel aller Biomöhren und Biokartoffeln über Aldi verkauft. Ein Merkmal des Biofachhandels in Europa ist seine zunehmende Professionalisierung. Der Trend geht hin zu größeren Verkaufsflächen und Biosortimenten, modernerem Interieur, besserer Produktqualität und Sortimentspflege sowie besseren Standorten. In Deutschland existieren bereits 300 Bio-Supermärkte, wobei allein 60 neue im Jahr 2005 entstanden. Die führenden deutschen Betreiber von Bio-Supermärkten, Basic und Alnatura, verzeichneten im letzten Jahr Zuwachsraten von 38 Prozent bzw. 26 Prozent.(Ökolandbau, Redaktionsarchiv)







