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Tagung „Die Zukunft des Bio-Fachhandels“

Die Bio-Branche unterliegt nicht mehr einer Nischen­politik, sondern den Gesetzen des Marktes. Was dies für den Fachhandel bedeutet ist Thema einer Tagung, die am 16. November in Fulda stattfindet.

Heinz Grüne vom tiefenpsychologisch ausgerichteten Institut Rheingold wird darstellen, was die Bio-Kunden aus dem Mainstream wirklich im Fachhandel suchen. Wurde „Bio“ in den Gründerjahren dazu genutzt sich sozial abzugrenzen, sind die Produkte heute zunehmend den psychologischen Dimensionen des Marktes unterworfen - dem Geschäft mit Gefühlen. So könnte beispiels­weise die rasant wachsende Bio-Konkurrenz der konventionellen Handelsketten zur starken Herausforderung für den Bio-Fachhandel werden. Grüne zeigt auf, was die Fach­geschäfte im Wettbewerb mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ihren Kunden künftig bieten müssen. 

Denn die Bio-Nachfrage wächst kontinuierlich. Und der LEH wird sich voraussichtlich auf Bio-Hightech-Turbos als Wachs­tumsstrategien einstellen und diese forcieren. Bettina Höchli vom Gottlieb Duttweiler Institut aus der Schweiz geht daher der Frage nach, wie „das nächste Bio“ aussehen könnte. Die Referentin des renommierten Think-Tanks für Handel und Wirtschaft fragt, welche Kundenbedürfnisse den Bio-Markt verändern und welche Produkte, Marken und Services in Zukunft entstehen können. Wird es die selbstbeschränkte Bio-Romantik sein, bei der Bio auf erreichtem Niveau stehen bleibt, oder „back to the roots“ geht? Oder ist es wachstumsorientertes Bio-Hightech als Perspektive für die Branche?

Die Frage nach der Zukunft des Fachhandels geht Prof. Hendrik Schröder vom Lehrstuhl Marketing & Handel der Universität Duisburg-Essen nach. Er begibt sich mit seinen praktischen Beispielen zu dem wirtschaftlichen Nutzen des Category Managements direkt in die Fachgeschäfte. Er zeigt zudem wie der Händler erfolgversprechende Consumer Insights auslösen kann. Hierbei geht es um den Weg zur kundenorientierten Warenpräsentation und Gestaltung des Geschäfts‎. Auch Hersteller erhalten Anregungen für Produktplatzierungen, wie der Verbraucher es bestenfalls erwartet. Nur mit handelsorientierten Lösungen wird es gelingen ein zunehmend größeres Sortiment möglichst komplett gelistet zu bekommen.

Moderiert wird die Fachtagung von Robert Hermanowski, Geschäftsführer des Forschungsinstituts für den biologischen Landbau (FibL). Veranstalter sind das Fachmagazin BioHandel, JAMconsult und die Kommunikationsberatung Klaus Braun.

 

Veranstaltungsinfos:

Marktgespräch „Zukunft des Fachhandels" (Tagung)

Montag, 16.11.15 im Morgensternhaus der W-E-G Stiftung in 36039 Fulda, Gerloser Weg 70

Uhrzeit 10:00 - 16:30 Uhr

Kosten: 390 Euro netto

Anmeldung: http://www.biohandel-online.de/marktgespraech.html

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