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ISM im Aufwind: vier Prozent Besucherplus

Zur ISM, der weltweit größten Messe für Süßwaren und Snacks, kamen 38.500 Fachbesucher aus 146 Ländern, davon 67 Prozent aus dem Ausland. Dies bedeutet ein Besucherplus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bio-Produkte wurden von 180 Ausstellern aus über 25 Ländern präsentiertet.

Aus dem In- und Ausland waren Einkäufer der führenden Handelshäuser und Importeure vor Ort. Ein leichter Anstieg bei Einkäufern aus Nordamerika und den zentralen europäischen Abnehmerländern wurde an allen drei Messetagen registriert. Auch aus Asien, vom afrikanischen Kontinent und aus den Ländern des Nahen Ostens ka­men mehr Fachbesucher zur ISM nach Köln.

Gerade auch für ernährungsbewusste Verbraucher bietet das Süßwaren- und Snacksortiment zahlreiche Alternativen und Angebote. Dazu zählen vegane und zuckerreduzierte Schokoladen, laktosefreies Gebäck und zuckerreduzierte Pralinen. Natürliche Aromen, Farbstoffe und Zutaten sind für zahlreiche Hersteller ohnehin gesetzt. Auch kleine, handliche, häufig wiederverschließbare Verpackungen quer durch alle Kategorien, von herzhaft bis süß, prägen das Angebot.

Das wachsende Interesse des Handels für die neuen Segmente der ISM rund um die Trendbegriffe To-Go, Snacken, Kaffee und Frühstück unterstreicht die wichtige Funktion der Messe für die Weiterentwicklung des gesamten Angebotsspektrums, das sich konsequent auf die veränderten Verzehrgewohnheiten und Bedürfnisse der Verbraucher einstellt.

Snacks

Das belgische Unternehmen Natur'Inov produziert Abfüllsysteme, etwa für Kaffee und Tee, Gewürze und Öle, Bonbons, Müslis, Trockenfrüchte und Nüsse. Kaufleute können festlegen, wie die Systeme zusammengestellt werden und welche Produkte enthalten sein sollen. Entscheiden sie sich für eine Auswahl aus den über 400 Produkten von Natur'Inov, stellt ihnen das Unternehmen eine monatliche Beratung zur Seite. Sehr beliebt sind die Abfüllsysteme bereits in den USA, Neuseeland, Australien, Frankreich und Belgien.

Das italienische Unternehmen Noberasco präsentierte sein Nuss- und Trockenfrüchte-Sortiment, das unter anderem aus verpackten Äpfeln, Pflaumen, Feigen, Haselnüssen, Cashewkernen, Walnüssen, Erdnüssen, Pistazien, Mandeln und neuerdings Maronen besteht. Es produziert auch Private Labels.

Castel Food aus Padua produziert Reis- und Maiswaffeln mit Quinoa, Maiswaffeln mit Fenchel, Hanf, Chia und Dinkel sowie Kamut- und Dinkel-Waffeln. Auch Waffeln aus fünf Getreidesorten gibt das Portfolio her. Die bisherigen Kunden des Produzenten kommen aus Kanada, Amerika und Frankreich. Das Interesse, die Produkte auch im deutschen LEH zu platzieren, ist groß.

Blumenkind produziert die Snacks ‚Balls of Energy‘, ‚Old School Müsliriegel‘ in Sandwichform mit traditionellen Oblaten oben und unten sowie klassische ‚Marzipanriegel‘ und weitere Bio-Süßigkeiten. Die Energiebällchen gibt es in den Sorten Orange und Chia, Haselnuss, Cranberry, Guarana Energy und 4 Berries.

Das türkische Unternehmen Sun Dried Assortments präsentierte getrocknete weiße Maulbeeren, Datteln, Aprikosen und Feigen der Marke Tarla ecofarm.

foodforplanet hat mit der Marke Helden! einen Mango-Cashew-Fruchtriegel auf den Markt gebracht. Innovativ ist der fruchtige Hafer-Apfel-Würfel. Häufig von Schulen nachgefragt wird der Dinkel-Snack mit milder Paprika. Im Naturkostfachhandel finden sich oft die Hafer-Sterne mit Apfel.

Seit 1890 vertreibt die französische Confiserie Auzier Chabernac traditionelle Marshmallows und Weichlakritze. Diese gibt es unter anderem mit Honig-, Vanille- und Eukalyptus-Geschmack. Das Unternehmen stellt auch Produkte für Eigenmarken her.

Gebäck

Wikana präsentierte drei Sorten Bio-Doppelkekse mit Kakao-, Milch- und Zartbittercreme sowie Quinoa Kakaokekse. Im Bio-Sortiment finden sich auch Weizen-Vollkorn-Butterkekse, Dinkel-Butterkekse und Dinkel-Schoko-Butterkekse.

Die niederländische Waffelbäckerei Helwa hat sich auf Bio-Waffeln mit dunkler und Milchschokolade sowie mit zusätzlicher Creme-Füllung, auch für Private Labels, spezialisiert.

Schokolade

Maestrani, der Schweizer Bio-Pionier im Schokoladenmarkt, stellte seine neue Tafel Kokosnuss vor. Sie besteht aus Kokosraspeln, kombiniert mit Kakaokrokant und ist umhüllt von weißer Schokolade. Zu den weiteren Sorten gehören Chili, Espresso, Nuss-Mix, 72% Cacao, Doppelmilch, Himbeer und Erdbeer. Alle Sorten sind glutenfrei und zum Teil lactosefrei und vegan.

Das Sortiment des holländisches Familienunternehmens Choco Support besteht unter anderem aus Nüssen und Südfrüchten in Schokolade, gefriergetrockneten Früchten, Eiweißclustern, süßen Cornflakes und Pfefferminz. Für seine Kunden hat es mittlerweile 400 verschiedene Produkte entwickelt. Gewählt werden kann zwischen verschiedenen Kernen, Schokoladen - und Zuckerüberzügen. Die Schokoladendragees und Cluster werden in diversen Endverbraucherverpackungen, die zum größten Teil im eigenen Haus verpackt werden, auf den Markt gebracht.

Die Firma Ruth präsentierte ihr breites Schokoladen-Sortiment. Sie exportiert weltweit in über 20 Länder und entwickelt ständig neue Verfahren und Produkte zur Herstellung und Veredelung von Schokoladen- und Marzipanprodukten.

Sina Hindersmann

Bildstrecke: ISM 2016