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Mit Bio Genuss bei Zurheide

800 Quadratmeter Biowelt begrüßen die Kunden in der neuen Erlebnis-Einkaufswelt Zurheide Feine Kost im Crown

Mit Bio Genuss bei Zurheide © bioPress, EM

In Deutschland, genauer gesagt in Düsseldorf, zwei Querstraßen entfernt von der Kö, steht ein neuer Genuss-Tempel. Auf über 9.500 Quadratmetern und weiteren 2.000 in der Mall wird seit Ende März diesen Jahres ein hierzulande wenig bekanntes Einkaufsgefühl zelebriert. Das Flächenangebot ist so groß, dass sich die Inhaber ein völlig neues Konzept einfallen lassen mussten. Ihre Lösung ist ein Einkaufsuniversum aus Themenwelten auf höchstem Niveau - eine davon die Bio-Welt, denn in diesem Leben führt nichts mehr vorbei an Bio beim Lebensmitteleinkauf!

Begonnen hat dieses Projekt mit einem Immobilienangebot, wie Rüdiger Zurheide, einer der beiden Geschäftsführer, erzählt. Der Familie Zurheide wurde für ein neues Supermarktprojekt ein Platz innerhalb des leer gewordenen Crown-Gebäudes angeboten. Die Anteilsgröße des Erwerbs stand dabei noch zur Disposition –  es endete damit, dass das gesamte Objekt ohne störende Nachbarn genutzt werden sollte.

Zurheide ging aufs Ganze, und inzwischen bietet ein riesiger Supermarkt auf zwei Etagen ganze zehn Produkt- und Erlebniswelten an. Eine davon ist die Bio-Welt mit rund 11.000 Bioprodukten, die sich Zurheide von 33 Lieferanten beschafft.

Kein gewöhnlicher Supermarkt

Gleich wenn ein Kunde sich durch einen der drei Eingänge in das Crown-Gebäude begibt, merkt er, dass er eben keinen gewöhnlichen Supermarkt betreten hat. Kommt er von der Bahnstraße, passiert er zuerst die verführerische Pâtisserie, deren süße Leckereien farbenprächtig ins Auge fallen, und dahinter die Kaffee-Bar.

Gegenüber lockt das extrem vielfältige Angebot eines vegetarischen Büffet-Restaurants der gehobenen Klasse. Dessen Name Pythagoras soll nicht an trockene Schulmathematik erinnern – vielmehr gilt dieser griechische Gelehrte als Urvater der Vegetarier. Das vegetarische oder vegane Essen kann gleich an einem der achtzig Plätze im Restaurant verzehrt oder - to go – mit ins Büro genommen werden.

Bei den Lebensmitteln, die im „Pythagoras“ eingesetzt werden, setzt Zurheide auf hohe Qualität und fokussiert auf Bio. Genauso in dem Gourmet Restaurant „Setzkasten“ und ebenfalls an der Saft- und Smoothie Bar.

Am Anfang ist die Bio-Welt

Auch hier im Gourmet-Tempel wird auf die große Anziehungskraft einer Obst- und Gemüseabteilung gesetzt, die den Kunden am Beginn des Lebensmitteleinkaufs begrüßt. Gleich dahinter dient ein deckenhoher Regalturm, mit ,Bio-Zentrale‘ gelabelt, als Blickfang und große Werbetafeln zeigen an, wo Bio-Fleisch oder vegetarische und vegane Produkte in den Kühlregalen zu finden sind. Oder sie machen mit Aufschriften wie ,Bio Zurheide‘ oder edlen Fototafeln mit Texten wie ,Grün, gesund, frisch‘ deutlich: Hier ist die Bio-Welt! - direkt im Erdgeschoss, während der größte Teil des klassischen Supermarktsortiments im Untergeschoss wartet.

Dem Anspruch auf ein gehobenes Einkaufserlebnis wird bei Zurheide auch die Biowelt gerecht: sei es durch das sofort erkennbare vielfältige Angebot, die großzügige Raumaufteilung mit den breiten Gängen oder die Ausstattung mit Regalen im Holzdekor und meterhohen (echten) Olivenbäumchen, gleich im Eingangsbereich und da, wo große Schaufenster Tageslicht herein lassen. Schon von der Bahnstraße draußen zeigt der Blick ins Innere, hier wird Bio groß geschrieben.

Der von der Bio-Zentrale belegte Regalturm wird durch zwei weitere Türme ergänzt. Sie fungieren als deckenhohe Raumteiler – umgeben von Regalinseln, die nur bis Blickhöhe reichen und so das großzügige und helle Raumambiente bewirken. Lange deckenhohe Kühlregale sind an der hinteren Wand angebracht.

Obst und Gemüse begrüßen den Kunden

Das Obst- und Gemüsesortiment am Anfang der Biowelt ist mit einer Auswahl von zirka sechzig Artikeln noch erweiterungsfähig, wenn auch vergleichbar mit beispielsweise dem Alnatura-Sortiment. Hier ist Edeka zu 100 Prozent der Lieferant: von fünf verschiedenen Zwiebelsorten über Kartoffeln aus der Region bis zu Süßkartoffeln für unter vier Euro das Kilo reicht das Angebot. Sündhaft teurer schwarzer Bio-Knoblauch mit einem Kilopreis von über hundert Euro knüpft an die High-Quality-Produkte des Gesamtmarktes an.

Es gibt Hokkaido- und Buttercup-Kürbis, Ingwer, Karotten, drei Mal Paprika, Zucchini, Auberginen, zwei bis drei Sorten Tomaten, Pilze, Chili, abgepackte Rote Beete, Brokkoli, Maiskolben, Lauch, Rettich, Suppengemüse, Fenchel, Staudensellerie sowie grüner und weißer Spargel. Die Vielfalt der Südfrüchte wie Bananen, Avocado, Zitronen und Orangen und das Angebot an Äpfeln vervollständigen das bunte Bild.

Das Elend mit der Verpackung

Jedes Stück ist gelabelt oder die Gebinde sind mit Banderole versehen oder abgepackt, um die Erkennung an den Kassen zu gewährleisten. 30 Prozent der Artikel sind lose, 70 Prozent verpackt. Manche Verpackung sorgt dabei gerade bei den bio-orientierten Konsumenten für Stirnrunzeln. „Es ist schwer, dem Kunden zu vermitteln, wieso ausgerechnet bei Bio-Produkten so viel Plastikverpackung zu finden ist“, bemerkt Rüdiger Zurheide im Gespräch mit bioPress. Daran wird gearbeitet.

Ein schönes Beispiel sind die lose zu findenden Süßkartoffeln, deren Kennzeichnung auf eine besonders elegante Art gelöst ist: Auf jede einzelne Batate ist per Laser das Bio-Zeichen aufgetragen. Dieses ,Natural Labeling‘ ist nur oberflächlich und hat keinen Einfluss auf Geschmack, Qualität oder Haltbarkeit – und gut aussehen tut es auch noch.

Viel Platz für gute Weine

An einer langen Wand dahinter stehen die Weine und Spirituosen im Regal. Sie stellen ein weiteres Highlight der Biowelt dar: Eine reiche Auswahl an Weinen wartet auf die Liebhaber, darunter Exoten aus USA, Neuseeland und Südafrika. Ansonsten sind spanische, italienische, französische und deutsche Weine vertreten, bis hin zu den vom Terroir geprägten Spitzenweinen des fränkischen Winzers Ludwig Neumayer aus exzellenten Steillagen seines Weinguts am Stein. Außerdem steht noch eine breite Auswahl an Schaumweinen im Regal.

Die Menge an Spirituosen ist beispielhaft: Drei Grappas von Rovero, Qualitätsobstbrände von Humbel (Apfel, Birne, Kirsch), Limoncello von der Edelbrennerei Biostilla aus Südtirol, drei Sorten von Gin (White Socks, Daisy Gin und Clouds Bio Gin), nicht zu vergessen ein Cognac von Guy Pignard, Ouzo und Pastis (Cherry Rocher).  Die Bio-Dauerbrenner von Dwersteg fehlen noch.

Sowohl am Ambiente als auch an der Auswahl ist der gehobene Anspruch von Zurheide zu erkennen. Die Sortimentszusammenstellung zeigt aber auch, dass einige Möglichkeiten noch nicht ausgenutzt sind.
Die Weinliebhaber werden im herkömmlichen ,Weinkeller‘ ein Stockwerk tiefer von drei Weinfachleuten betreut, die viele der achthundert angebotenen Sorten auch zum Probieren anbieten. Für das ausgezeichnete und auch umfangreiche Bio-Sortiment – immerhin fast zweihundert Sorten - muss sich erst noch ein Experte finden.

„Wir legen Wert darauf, hier jemanden zu haben, der sich wirklich mit Bio-Weinen identifizieren kann, und dem das Angebot hier am Herzen liegt. Es ist nicht damit getan, einfach einen Mitarbeiter aus dem konventionellen Bereich abzustellen“ betont Rüdiger Zurheide. Doch das ist schon in der Mache, die Angebote und Betreuung in der Biowelt werden ständig weiter ergänzt werden.

Der Frühstückstisch wird opulent bedient

Bei den Leckereien für den Frühstückstisch wartet Zurheide mit einem Angebot an Fachhandelsmarken auf, wie es in jedem Naturkostfachgeschäft zu finden ist. An eine Insel mit Cerealien schließen sich weitere mit einer riesigen Vielfalt von Aufstrichen an. Den süßen Gaumen bedient ein viereinhalb Meter breites Regal mit sieben Etagen: Die Nussaufstriche gehen von Mandel, Haselnuss und Walnuss über Cashew und Erdnuss bis Erdmandel. granoVita (Mandel- und Cashewmus) ist ebenso vertreten wie Alnatura und Rinatura oder die Spezialitäten von Eisblümerl. Gepa steht neben Vivani und Nocciolata. Hier findet sich eine Fülle, für die man sonst in einen guten Bio-Supermarkt gehen muss. Was noch fehlt, sind höchstens die Klassiker des niederländischen Brinkers Food.

Es sind ca. 130 verschiedene Marmeladen und Fruchtaufstriche aufgereiht. Rigatoni zeigt eine breite Palette vor, Edeka, Alnatura, Rinatura und Heirler werden ergänzt durch die schön anzusehenden Einmachgläser von Kiebitzhof. Der Zuckersirup stammt von Bauck (Demeter zertifiziert). Auch Honig gibt es ohne Ende: von Gepa, über Rigoni di Asiago bis runter zu Alnatura. Bei den herzhaften Aufstrichen geht es ähnlich weiter. Auch hier finden sich etwa dreissig laufende Meter mit einer Riesenauswahl von um die 150 Produkten von Herstellern wie granoVita, Eden, Vitam, Vitaquell, Alnatura, Rinatura und Edeka.

Süßes ohne Wenn und Aber

Landet der Kunde dann bei der Schokolade, erwartet ihn eine weitere positive Überraschung. Mit diesem Angebot können die meisten Supermärkte nicht mithalten: iChoc, Biosüße, Naturana, Alnatura und Happy Benjamino & Benjamissimo finden sich neben dem dominierenden Vivani. Von Happy Rebel werden Schokoriegel präsentiert, auch veganes Raw Food ist vertreten mit Organic Raw Chocolate von Lovechock Little Love.

Hier gibt es eine große süße Biowelt, obwohl sich im klassischen Lebensmittelhandel das hartnäckige Gerücht hält, bei den Bio-Kunden komme Süßes weniger gut an. Doch süß muss nicht ungesund sein. Auf die Menge und die Zutaten kommt es an! Zurheide lässt sich nicht beirren und verführt mit zum Probieren ausgelegten Schokostückchen. Denn schließlich dürfen sieben erreichbare Prozent vom Umsatzanteil nicht vernachlässigt werden.

Im ganzen Süßwarenbereich ist die Biowelt von Zurheide gut aufgestellt. Außer Riegeln von Vivani gibt es einen riesigen Berg von Lakritz, etwa Lakritzschlangen von Jojo, Bonbons von A.Vogel, fünf Sorten gefüllte Bonbons Bio4You und andere Kräuter-Lutschbonbons von Wiedenbauer, biologisch abbaubare Kaugummis von Chicza, Liebhart‘s Produkte und zirka dreißig Sorten klassische Kekse von Sommer, Demeter gelabelt.

Gourmet-Welt auch bei Kaffee und Kakao

Der Anspruch an besonderen Genuss wird auch beim nächsten Regal erfüllt. Das sehr breite Angebot rund um Kaffee umfasst mehr als zwanzig verschiedene Sorten von feinem Arabica über Länderkaffee bis zur Kilopackung Bohnen. Neben Kaffee von J.J.Darboven kann man auch den Preiswert-Kaffee von Alnatura erstehen.Und der Kaffee von Mount Hagen, seines Zeichens einer der ersten Biokaffeeröster in Deutschland, steht in voller Breite im Regal: Vom Single Origin Papua-Neuguinea (Naturland gelabelt), über Espresso, Arabica Crema, Instant Kaffee usw. bis zum Malzkaffee wird das ganze Programm von über 20 Produkten angeboten.

Aus Wildsammlung stammt der äthiopische Kaffee Bonga Red Mountain, der in Kapseln gepresst daherkommt. Für diejenigen, die ihren Kaffee nicht schwarz mögen, steht die Alnatura Kaffee Sahne gleich dabei.
Bei Kakao sind Produkte von Gepa, Vivani und Naturata im Sortiment. Govinda bietet Kakao nicht nur als Pulver, sondern auch als Nibs an, also Rohkakao in reinster Form – hier dürfte zuckerfei das Kriterium sein. Das Teeregal wird dominiert von Pukka-Tee und Yogi Tea, ergänzt von den Cupper Tees der Bremer Hof-Manufaktur Allos und Kräuter- und Früchtetees von Edeka.

Das Salzgebäck stammt vor allem von Alnatura, Mayka und Lima: Hirsebällchen, Mais- und Kartoffelchips und Gemüsecräcker werden angeboten, sowie und Grissini von Rinatura.

Rund um’s Backen gut bedient

Lekker‘s liefert einen Teil der Backhilfsmittel, wie Backpulver, Tortenguss, Sahnesteif und Sauerteig. Daneben steht Natron, Hefe von Bauck, Mandelmehl von Govinda, von Nicol Gärtner Sahnesteif und Eiersatz. Auch Soßen und Desserts finden sich in diesem Regal, wobei von Nicol Gärtner außer Puddings und Dessertcremes hier auch die Natursoße und die Pilz- und Kräutersoßen unterbracht sind.

Bei den Backgrundstoffen kommen die Mehle von Alnatura und Bauck (teils Demeter zertifiziert), wobei Bauck im ganzen Regal die vorherrschende Marke ist. Diese Vielfalt trifft man sonst kaum. Es gibt Dinkel, Weizen, Vollkorn, Roggen, und glutenfrei Mais, Hafer, Soja, Reis, Hirse und Buchweizen. Als Fertigmischung steht so ziemlich alles bereit, was das Herz begehrt: ein Dutzend Kuchenbackmischungen und vier Pizzateige, acht Brotmischungen, vier Waffelmischungen, Mischungen für Quiche, für Kaiserschmarrn und für Waffeln/Pfannkuchen kombiniert. Die Zukunft wird zeigen, wie die ganz normalen Lebensmittelkunden, die zu Zehntausenden erwartet werden und rund 50 Millionen Jahresumsatz beibringen sollen, diese Bio-Vielfalt aufnehmen.

Schnelle Küche, Superfood und Co.

Auch für die schnelle Küche findet sich ein breites Bio-Angebot. Die aus zwei Mischungen bestehenden Biofix-Gewürze von Beltane sind vertreten, in Geschmacksrichtungen wie Chop Suey, Chili con carne, und weiteren. Sie stellen ein innovatives, mittlerweile in fast allen europäischen Ländern patentiertes Konzept dar. Eine Würzmischung wird zum Anbraten dazugegeben, die andere später beim Garen. Das verstärkt den Geschmack.

Die Beltane grill & wok Marinaden stehen da, Gemüsesuppen von Erntesegen und Fertig-Suppen, Tüten- und Bechergerichte von Natur Compagnie. Cenovis ist mit Suppen und Soßen im Regal vertreten, mit Hühnerbrühe, Jägersoße, Frühlingssuppe, Tomatensoße, Brühwürfeln und auch mit Fix-Binder, dieser auch von Rinatura.

Eine Gondel ist mit Superfood gefüllt, eine weitere Gondel nur mit Kokosprodukten – von Dr. Goerg über Rinatura bis Bio-Zentrale. Die Produktpalette reicht von Kokoswasser der Edeka-Eigenmarke, der Bio-Zentrale und Alnatura, bis hin zu Kokosmehl.

Nudeln im Licht

Das Tageslicht beim Schaufenster zur Straße erleichtert den zwei großen Olivenbäumen das Leben. Hier sind die Nudeln in einem Regal mit sehr viel Licht und Durchblick untergebracht: Auf Augenhöhe die Nudeln von Edeka für 99 Cent; auch von Alnatura finden sich zwei bis drei Angebote unter einem Euro. Darüber Demeter-Nudeln für 2,60 bis 3,30 Euro, Rinatura ist ebenfalls zu sehen und auf Hochpreisniveau Kamut-Nudeln von Lima für 4,49 Euro. Ganz oben im Regal ist die Marke Naturata, bis auf wenige Ausnahmen, prominent mit Demeter gelabelt. Naturata ist von der Menge her etwa so stark wie der Marktführer Alb-Gold vertreten, der zirka einen der fünf Regal-Meter belegt.

In der Hauptsache mit Nudeln ist auch die Gondel besetzt, die dem Thema vegan/vegetarisch gewidmet ist. Sie bietet Linsen-, Erbsen- und Quinoa-Nudeln von Bauck, von Govinda goodel, felicia und der Edeka-Eigenmarke, sowie die Alb-Gold Mie-Noodles. Von D‘Angelo gibt es semifrische gefüllte Nudeln mit längerer Haltbarkeit. Produkte aus der Jackfrucht, die als Alternative zum Fleisch dient, kommen von Upton‘s (Jack Fruit) und Govinda (Jack‘s Fruchtfleisch).

Veganes und Vegetarisches im Kühlregal

Die veganen oder vegetarischen Waren nehmen ebenfalls einigen Platz im Kühlregal ein: Fleischalternativen von Soto und Bedda, Schnitzel und Steaks von Valess, Sojajoghurts von Promavel, Smoothies von Harvest Moon und Proviant, Fingernudeln von Hierl, Solpuro Avocadoprodukte und eine Vielzahl von Fertiggerichten. In ihrer Breite ist die Palette dem Fleisch- und Wurstsortiment vergleichbar.

Bei den Molkereiprodukten daneben ist das Highlight das Sortiment von Schrozberger, das in seiner Gesamtheit vertreten ist. Der regionale Hersteller Söbbeke bietet seine Joghurts im Glas; Andechser, obwohl am anderen Ende der Republik angesiedelt, ist genauso breit vertreten. Neben Markenbutter gibt es auch solche von Alnatura und Edeka. Milchalternativen werden von Alnatura, Edeka, Lima, Natumi, Oatly und Promavel geboten: Soja-, Reis- und Haferdrinks, Soyatoo Sahneprodukte und Puddings von Promavel.

Breite Auswahl auch für Käse-, Wurst- und Fleisch-Liebhaber

Im SB-Bereich von Käse und Wurst liegen über 20 verschiedene Käse und zirka 15 Sorten Scheibenwurst im Kühlregal. Von Andechser gibt es sechs Sorten Schnittkäse und einen Camembert, von Söbbeke fünf Käsesorten und dann noch zirka ein Dutzend Sorten der Eigenmarke Zurheide (Gouda, Emmentaler, Butterkäse, Bergkäse, Mozarella). Wer Käse lieber an der Theke kauft, der kann sich in den unteren Bereich des Marktes begeben, wo die Bio-Käse auch in das Angebot der Frische Theken integriert sind.

Bei der Scheibenwurst werden um zwanzig Sorten von Edeka und Rügenwalder, hier die klassischen Teller, angeboten. Als abgepacktes Fleisch ist Pute, Hähnchen, Schwein und Rind zu bekommen: Biopute von Biofino als Schnitzel, Gulasch und Oberkeule, außerdem Hähnchengeschnetzeltes und Hähnchenkeule. Schweinefilet von Edeka (Bioland zertifiziert), sowie Schweinebraten, Minutensteak, Kotelett, Schnitzel, Kammkotelett, Steak, Rollbraten und Bratwurst. Vom Rind Roulade, Gulasch und Rumpsteak, Gehacktes von Rind und Schwein.

Biobäcker prominent präsentiert neben den Getränken

In der Bio-Getränkewelt stehen eine Vielzahl von Säften und Limonaden, Mineralwasser und auch Bier in den Regalen. Bei den Säften herrscht Voelkel vor, ergänzt durch Rabenhorst, während die Limonaden überwiegend von Bionade und Höllinger Juice stammen.
In der Nähe der Getränke werden an prominenter Stelle die Backwaren präsentiert. Hier musste ein guter Partner her und den hat Zurheide im Biobäcker Schomaker aus Neukirchen-Vluyn gefunden. Ein ganzer Regalquader ist mit vierzig bis fünfzig seiner Produkte bestückt – ein Hingucker, super gemacht. Der Kunde kann sich einfach selbst bedienen. Ein Bildschirm informiert derweil über Herkunft, Qualität und Besonderheiten von Bio.

Biowelt als Zukunftskonzept

Am Ende eines Rundgangs ist man schon etwas erschlagen, wenn man das Angebot in seiner ganzen Vielfalt auf sich hat einwirken lassen. Immerhin nimmt die Biowelt mehr als ein Zwölftel der Verkaufsfläche im Zurheide Feine Kost Crown ein und ist mehr als doppelt so groß wie ein durchschnittlicher Naturkostladen. Das riesige Sortiment an Bio-Lebensmitteln wird außerdem noch durch Nahrungssupplemente, Naturkosmetik und Tierfutter ergänzt.

Die Zurheides haben es in glanzvoller Weise geschafft, Bio in einer eigenständige Themenwelt zu präsentieren, so wie es dem Gesamtkonzept dieses Supermarkts der Zukunft entspricht. Rüdiger Zurheide erklärt: „Bio als eigene Themenwelt ermöglicht dem Kunden, alle seine Einkäufe an einem zentralen Ort zu tätigen.“

Ob ihr Konzept auch hier zur Gänze aufgeht, da kann Zurheide noch nicht auf große Erfahrungen zurückgreifen - die Edeka-Bio-Produkte sind zusätzlich im Normalsortiment zu finden, und das Angebot wird sich am Kundenverhalten orientieren.

Wie wird der Kunde auf das umfangreiche Bio-Angebot aufmerksam gemacht? Bisher betreibt Zurheide keine speziell auf Bio abgestimmte Werbung, weder in der regionalen Tageszeitung noch im Internet – auf Facebook besitzt Zurheide immerhin 24.000 Follower. „Wir werden aber in der Zukunft auch die Bio-Kunden gezielt ansprechen“, versichert Rüdiger Zurheide.

Er ist sich bewusst, dass eine immer größere Klientel sich verstärkt gesundheitsbewusst ernähren möchte. Und der Begriff ,Bio‘ vermittelt Rücksichtnahme auf diese Befindlichkeit. Wer ,Bio isst‘, ist auch gesund – so zumindest das Bauchgefühl.

Gerade der nicht geringe Teil der Zurheide-Kunden, der nicht so genau aufs Portemonnaie schaut, dürfte dafür zu haben sein. Der Kaufmann mag nur indirekt für die Gesundheit des Kunden zuständig sein – doch wenn er ihm nicht die Wahl anbietet, dann könnte es sein, dass er sich in der Zukunft im Abseits wiederfindet.

Elke Reinecke

 

Zurheide Feine Kost im Crown
Um die zwanzig Millionen Euro hat die Familie Zurheide in das Crown-Projekt investiert – fast so viel wie in die übrigen sieben Zurheide-Supermärkte zusammen. 
Geschäftsführer sind die Brüder Marco (39) und Rüdiger Zurheide (38), beide inzwischen seit zwanzig Jahren im Geschäft. Ihr Vater, der Gründer Heinz Zurheide (65), hat schon vor vierzig Jahre seinen ersten Markt eröffnet, damals in Bottrop. Und auch dessen Vater war schon Lebensmittelhändler: Er besaß einen kleinen Tante-Emma-Laden. 
Das Geschäft des mittelständischen Unternehmens läuft gut: Insgesamt liegen die Zurheide-Märkte bei einer Flächenleistung von 6500 Euro/Quadratmeter, das ist einiges über dem Edeka-Durchschnitt.

 

Zurheide Feine Kost im Crown
Berliner Allee 52
40212 Düsseldorf

Eröffnet: 22. März 2018
Mitarbeiter in Vollzeit: 200
Verkaufsfläche: 9.500 qm,
davon bio: 800 qm
Kassen: 24, davon 9 Self-Checkout
Artikelanzahl: zirka 65.000
davon Bio-Artikel: zirka 11.000
Reformwaren-Artikel: zirka 500
Vegan-Artikel: zirka 600
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 8 bis 22 Uhr

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