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 Unser Plan für sozialen Klimaschutz

Woran denkst du, wenn du Klimaschutz hörst? An die nächste Nebenkostenabrechnung und die hohen Energiepreise? Oder der desolate Zustand der Bahn und der steigenden Preis fürs Deutschlandticket? Wenn Menschen heute Klimaschutz hören, denken viele zuerst an Mehrbelastungen, die wir in diesen Zeiten so gar nicht brauchen können. Kein Wunder, dass eigentlich niemand mehr so richtig über Klimaschutz sprechen will. Ich glaube, die Frage ist längst nicht mehr: „Wie viel Klimaschutz können wir uns leisten?“, sondern: „Wie viel Ungerechtigkeit wollen wir uns noch leisten?“ Darüber sprechen im Europaparlament Michael Bloss und Rasmus Andresen in einem Webinar.

Schaut man auf die Zahlen, wird deutlich: Nicht der Klimaschutz ist teuer, sondern die politische Entscheidung, wen wir belasten und wen wir schonen ist derzeit so getroffen, dass die Mehrheit viel zu stark belastet ist. Ein kleiner, sehr wohlhabender Teil verursacht ein Vielfaches der Emissionen - und steckt die Mehrkosten leicht weg. Viele andere haben kaum Rücklagen und zahlen trotzdem mit, über hohe Energiekosten und unsanierte Wohnungen. Im Impulspapier wird gezeigt: Wenn wir Übergewinne fossiler Konzerne, großen Reichtum und klimaschädliche Subventionen anders besteuern, können wir Klimaschutz finanzieren und gleichzeitig die Mehrheit entlasten. Gemeinsam mit der Transformationsforscherin Prof. Maja Göpel und Martha Marik vom Paritätischen Wohlfahrtsverband diskutieren wir, welche Instrumente wirklich tragen - und welche Mythen der fossilen Industrie wir ganz gemeinsam als solche entlarven müssen.