Preisverleihung
Filmpreis für ‚Agrarwende jetzt!‘
BESH-Doku auf Platz 2 beim NaturVision Filmpreis
© NaturVision
Im letzten Oktober feierte die Dokumentation ‚Und es geht doch… Agrarwende jetzt!‘ Premiere. Jetzt wurde der Film von Regisseur Bertram Verhaag über Rudolf Bühler und die von ihm gegründete Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) mit dem zweiten Preis beim NaturVision Filmpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet.
„Mit dem Filmpreis wollen wir auf die Bedeutung der biologischen Vielfalt für die Gesellschaft sowie auf die Schönheit unserer einmaligen, vielfältigen und schützenswerten Natur- und Kulturlandschaften in Baden-Württemberg hinweisen“, sagte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk anlässlich der Preisverleihung am 18. September.
Der Film ‚Und es geht doch… Agrarwende jetzt!‘ beleuchtet das ökologische Leuchtturmprojekt aus Hohenlohe von der Rettung der alten Landrasse Schwäbisch-Hällisches Schwein bis heute. Über 35 Jahre wird die Arbeit der nachhaltig handelnden Landwirte der BESH dokumentiert. Dabei beschränkt sich der filmische Blick nicht nur auf die ökologische Perspektive, sondern zeigt, wie die Agrarwende die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Situation der Menschen positiv beeinflusst.
Bei der Preisverleihung an der Forsthochschule Rottenburg würdigte Johannes Steidle von der Universität Hohenheim Bertram Verhaags „sehr persönliche Dokumentation, die zum Nachdenken anregt“. Das Mitglied der Hauptjury betonte: „Dieser Film zeigt am Beispiel von Rudolf Bühler sehr eindrucksvoll, wie sehr einzelne Personen Dinge in Bewegung bringen können und dass es wert ist, sich auch gegen Widerstände einzusetzen.“ Zudem sei der gemeinschaftliche Ansatz des bäuerlichen Zusammenschlusses für die ‚Erfolgsstory‘ entscheidend: „Nur gemeinsam sind wir stark, über dieses Sprichwort wird hier eine beeindruckende Geschichte erzählt.“ Steidle sprach auch die Verantwortung jedes Einzelnen an: „Wir als Verbraucher können solche Initiativen unterstützen und damit den dringend notwendigen Wandel herbeiführen.“ Die Jury wünsche dem Protagonisten, „dass dieses Modellprojekt weite und immer weitere Kreise zieht und auch andernorts Nachahmer findet“.
Der NaturVision Filmpreis wird vom Ludwigsburger Umweltfilmfestival NaturVision gemeinsam mit dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie dem Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt verliehen. Der 1. Preis ist mit 10.000 Euro, der 2. Preis mit 2.500 Euro dotiert.







