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2,1 Milliarden Euro für Fairtrade-Produkte

2,1 Milliarden Euro für Fairtrade-Produkte

Mit einem Umsatzwachstum von neun Prozent wurde in Deutschland im Jahr 2021 ein neuer Rekordabsatz von Fairtrade-Produkten erzielt. Ausschlaggebend waren vor allem die Wachstumstreiber Rosen, Kakao und Tee. Während Bananen einen leichten Rückgang verzeichneten, blieben die Kaffeeverkäufe konstant.

„Der Umsatzrekord ist ein starkes Zeichen in schwierigen Zeiten“, erklärte Dieter Overath, langjähriger Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland, der sich Ende Juni aus dem Amt verabschiedet hat, auf der Jahrespressekonferenz.

Das erfolgreichste Fairtrade-Produkt sind dabei aktuell keine Lebensmittel, sondern Rosen mit einem Marktanteil von 36 Prozent. 631 Millionen konnten 2021 verkauft werden, was einem Wachstum von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Auch die Verkäufe von fairem Tee legten mit einem Plus von 19 Prozent kräftig zu. Der Kakao-Absatz ist um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und umfasst nun mit 180.900 Tonnen einen Marktanteil von 16 Prozent. Der Kaffee-Absatz sei trotz anhaltender Pandemie-Auswirkungen auf die Gastronomie mit 42.400 Tonnen stabil geblieben. Dort liegt der Marktanteil bei fünf Prozent.

Mit 108.700 Tonnen verkauften Bananen (Marktanteil: 14 Prozent) gingen die Fairtrade-Bananen-Verkäufe um drei Prozent zurück. Hier mache sich der anhaltende Preisdruck in der Branche bemerkbar. „Bitte mehr Bananen als Textilien kaufen“, kommentierte Overath mit Blick auf die andauernde Inflation, die Konsumenten dazu zwingt, ihr Geld strenger einzuteilen als sonst.

Global gesehen seien Lidl und Aldi die wichtigsten Akteure für den Fairen Handel, da sie sich weltweit auch in anderen Ländern, nicht nur in Deutschland engagierten. Allein Lidl habe 20 Millionen Euro zum Umsatz beigetragen.


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