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Ökolandbau generationengerecht gestalten

Biokreis setzt neue Standards für seine regional & fair-Zertifizierung

Ökolandbau generationengerecht gestalten © Biokreis e.V.

Vor beinahe 15 Jahren rief der ökologische Anbauverband Biokreis e.V. eine regional & fair-Zertifizierung ins Leben, um eine besonders verantwortungsvolle Wertschöpfung zu honorieren. Nun wurden die Richtlinien umfassend überarbeitet und um den Aspekt Generationengerechtigkeit erweitert.

Die regional & fair-Zertifizierung ist ein freiwilliger Standard, den Mitglieder im Biokreis zusätzlich zu den Biokreis-Richtlinien erfüllen können. Er steht Unternehmen aus Gastronomie, Verarbeitung und Handel sowie Imkereien und direktvermarktenden landwirtschaftlichen Betrieben offen.

Um die Voraussetzungen für die Zertifizierung zu erfüllen, müssen die Unternehmen nachweisen, dass sie ihrer sozialen Verantwortung in besonderer Weise gerecht werden. Grundlage zur Bewertung ist ein Punktesystem. Jedes zertifizierte Unternehmen sammelt mit Maßnahmen aus einem in den Richtlinien aufgeführten Katalog individuell Punkte.

Faire Partnerschaften, soziale Verantwortung und der gerechte Umgang mit zukünftigen Generationen stehen im Mittelpunkt der Maßnahmen. Dabei ist der letzte Aspekt neu dazugekommen. „Wir sind es kommenden Generationen schuldig, unsere heutige Lebensweise enkeltauglich zu gestalten“, erklärt Biokreis-Geschäftsführer Josef Brunnbauer. Daher müssen Unternehmen, die sich zertifizieren lassen wollen, jetzt klimaneutrale Produktionsweisen anstreben und die Vielfalt an Nutztierrassen und samenfesten Sorten in der Landwirtschaft fördern.

Die regional & fair-Richtlinien stehen auf der Webseite des Biokreis zur Einsicht und zum Download bereit. Insbesondere beim Begriff der Regionalität legt der Anbauverband Wert auf eine überprüfbare Regelung: Als regional gilt ein Unternehmen dann, wenn es einen festgelegten Anteil der zugelieferten Rohwaren über eine Wegstrecke von nicht mehr als 250 Kilometern bezieht. Der Anteil der regionalen Rohwaren unterscheidet sich je nach Unternehmensform (Direktvermarktung und Imkerei 100 %, Verarbeitung 80 %, Gastronomie 50 %, Handel 35 %).

Zusätzlich zur Überarbeitung der Richtlinien wurde ein neues regional & fair-Logo entworfen, das mit dem Biokreis-Markenzeichen verbunden ist.


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