Start / Ausgaben / BioPress 47 - Mai 2006 / Bio-Produkte ansprechend in Szene setzen

Bio-Produkte ansprechend in Szene setzen

Richtlinie Information und Absatzförderung unterstützt Aktionen

Immer mehr Verbraucher kaufen Bio-Produkte, weil sie sich etwas Gutes leisten möchten. Denn Bio steht für Genuss und Qualität. Der Trend zu gesunden und naturbelassenen Lebensmitteln ist für Erzeuger, Händler und Verarbeiter der Bio-Branche ein idealer Ansatzpunkt, um ihre Produkte im Lebensmittelsektor zu positionieren. Informations- und absatzfördernde Maßnahmen, bei denen die Besonderheiten der ökologischen Erzeugnisse im Mittelpunkt stehen, unterstützt das  Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bis Ende 2009 über eine Richtlinie im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.

Die Möglichkeiten, um Kunden auf den Geschmack von Bio zu bringen, sind groß: Sie reichen von Plakatmotiven zum Öko-Landbau über Probieraktionen in Kantinen oder auf Stadtfesten bis hin zu Aktionen im Supermarkt, Naturkostladen oder Handwerksbetrieb. Förderfähig sind alle Maßnahmen, die konkret über den Öko-Landbau informieren und  den Absatz von Bio-Produkten unterstützen.  Projekte, die aus-schließlich ein Unternehmen begünstigen, sind von der Förderung ausgeschlossen.

Wer, wie undwas kann gefördert werden?

 Vereine, Verbände sowie Erzeuger(-gemeinschaften), (Groß-) Händler, Handelsunternehmen oder Verarbeiter, die in Deutschland eine Niederlassung haben, können bereits im Vorfeld formlos mit der Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau telefonisch oder per E-Mail abklären, ob ihre Projektidee grundsätzlich förderfähig ist. Voraussetzung ist zunächst ein geschätztes Projektvolumen von mindestens 50.000 Euro. Auf der Basis einer schriftlich eingereichten Skizze kann dann eine mögliche Förderung  konkret geprüft werden. Vom Einreichen der Skizze bis zur Bewilligung des Projektes dauert es insgesamt etwa drei Monate, was bei der Planung der Aktion berücksichtigt werden sollte.  Wichtig ist auch: Projekte mit denen bereits vor der Bewilligung begonnen wurde, können nicht gefördert werden.

Maximal die Hälfte der zuwendungsfähigen Netto-Ausgaben, z. B. für Informationsmaterialien, Hörfunk- und Fernsehbeiträge, Plakate, Aufkleber und Broschüren, kann erstattet werden.  Der Aufwand für die Konzeption, Organisation und Durchführung von Ausstellungen, Veranstaltungen, Führungen und Verkaufsaktionen wird finanziell unterstützt.  Ausgaben, die für das Stammpersonal entstehen, für Produkte, die bei einer Aktion verkostet werden, oder für bereits vorhandenes Material, werden ebenso wie Reparatur- und Ersatzteilkosten nicht bezuschusst.

Auf einen Blick

Kriterien für die Förderung von Verkaufsaktionen von Bio-Produkten:

  • Gefördert werden Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen für Bio-Produkte, die das Bio-Siegel tragen.

  • Die Projektskizze muss mindestens drei Monate vor Beginn des Projekts bei der Geschäftstelle des Bundesprogramms Ökologischer Landbau eingereicht werden.

  • Die ermittelten zuschussfähigen Ausgaben müssen 50.000 Euro überschreiten.

Eine Förderung ist ausgeschlossen für:

  • Personalkosten für Stammpersonal;

  • Produkte, die bei  Verkostungsaktionen zum Einsatz kommen;

  • unbare Eigenleistungen wie bereits vorhandene Materialien sowie

  • Ausgaben für Reparaturen und Ersatzteile;

  • Aktionen, bei denen ausschließlich einzelne Produkte oder die regionale Erzeugung oder ein einzelnes Unternehmen beworben werden.

Interessenten finden auf der Internetseite www.bundesprogramm.de einen Skizzenvordruck sowie den gesamten Richtlinientext und können sich vorab gerne persönlich an die Geschäftsstelle des Bundesprogramms Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wenden:

Kontakt

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 02 28 / 68 45 - 32 80
E-Mail: geschaeftsstelle-oekolandbau@ble.de Hompage: www.bundesprogramm.de


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