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Wahre Preise bei Penny

Studie der Universität Augsburg zeigt den wahren Preis von Produkten

Der Lebensmitteldiscounter Penny weist in seinem Anfang September 2020 eröffneten ‚Nachhaltigkeitsmarkt‘ in Berlin bei je acht konventionell und ökologisch erzeugten Eigenmarken-Produkten, neben dem Verkaufspreis, auch den ‚wahren Preis‘ aus. Dieser berücksichtigt neben den Herstellungskosten auch einige Umweltfolgekosten, die bei der Lebensmittelproduktion entstehen. Der Bundesverband für Naturkost und Naturwaren e.V. (BNN) begrüßt die Aktion.

Eingerechnet in den wahren Verkaufspreis werden etwa die über die Lieferketten anfallenden Auswirkungen von Stickstoff, Klimagasen und Energieerzeugung. Nicht Teil der Berechnungen sind weitere wichtige Aspekte wie das Tierwohl oder die Folgen multi-resistenter Keime. Diese habe man mangels entsprechender Datengrundlage noch nicht mit einbezogen, erklärte Tobias Gaugler vom Institut für Materials Ressource Management an der Universität Augsburg.

„Das ist es, was in der deutschen Lebensmittelwirtschaft falsch läuft: Bei Essen sollte es nicht um den niedrigsten Preis gehen, sondern um die höchste Nachhaltigkeit“, kommentierte Kathrin Jäckel, BNN-Geschäftsführerin, die Aktion des Lebensmitteldiscounters. Denn solange die Umweltfolgekosten nicht ein obligatorischer Bestandteil der Lebensmittelpreise seien, könnten weder Erzeuger, noch Hersteller, noch Kunden die richtigen Entscheidungen treffen. Es sei höchste Zeit, dass die Preisverzerrung im Lebensmittelhandel ende.

Die der Aktion zugrunde liegende Studie der Universität Augsburg zeigt, dass Bio-Lebensmittel da schon auf einem guten Weg sind. In allen untersuchten Kategorien verursachen biologisch hergestellte Lebensmittel geringere Folgekosten als konventionelle Vergleichsprodukte. Beispielsweise der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Gentechnik und die Investition in artgerechte Tierhaltung verursachen Kosten, die bei Bio-Lebensmitteln zwangsläufig eingepreist sind. Sie sind also nur vermeintlich teurer, weil sie tatsächlich näher dran sind an den wahren Preisen.

Lena Renner


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