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GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik

Biopark e.V. enttäuscht über bisherige GAP-Vorschläge

In dieser Woche stimmen das EU-Parlament und der EU-Agrarrat über die Gemeinsame EU-Agrarpolitik bis 2027 ab. Auch den ökologischen Anbauverband Biopark enttäuschen die bisherigen Vorschläge für die GAP nach 2020. Diese reichten bei weitem nicht aus, um die ambitionierten Ziele, etwa einen Anteil des Ökologischen Landbaus von 25 Prozent bis 2030, zu erreichen.

Ziel der GAP nach 2020 (bzw. 2022) müsse es sein, Landwirte für besondere gesellschaftliche Leistungen auf dem Acker und im Stall zu honorieren, die vom Markt nicht entlohnt werden und nicht mehr nur den reinen Flächenbesitz zu fördern. Der EU-Rat sei dringend gefordert nachzubessern. Der Ökologische Landbau müsse im Strategieplan verankert werden – denn er stelle ein wesentliches Instrument dar, um die Klimaziele in der Farm to Fork-Strategie und im Green Deal zu erreichen.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sei Agrarratsvorsitzende und sie müsse liefern: Ihr Vorschlag, nur 20 Prozent der Geldmittel an verbindliche Umweltleistungen in der Ersten Säule der GAP (sogenannte Eco Schemes) zu knüpfen, unterbiete sogar den Vorschlag der EU-Kommission. Diese will die Eco Schemes mit 30 Prozent der Finanzmittel untermauern.

Biopark fordere ein verbindlich festgelegtes Umweltmindestbudget für alle EU-Mitgliedsstaaten. Dieses müsse in den nächsten sieben Jahren kontinuierlich auf 70 Prozent gesteigert werden. Die nächsten zehn Jahre seien entscheidend, um die ambitionierten Klimaschutzziele der EU zu erreichen. Ein ‚Weiter so‘ in der Agrarpolitik dürfe es nicht geben.


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