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Es darf geknabbert werden

Mit Bio für echte Vielfalt im Snackregal

Es darf geknabbert werden © Minderleinsmühle GmbH & Co. KG

Abwechslung ist bei herzhaften Knabberartikeln gewünscht und dank zahlreicher Bio-Produkte auch ausgiebig möglich. Mit Vollkorngetreide, proteinreichen Hülsenfrüchten, hochwertigen Nüssen, Vollkorn, weniger und gutem Fett oder anderen Mehrwerten kommen die Hersteller dem Wunsch nach gesünderem Snacken entgegen.

Beim Stichwort Knabberartikel denken viele Menschen zuerst an Kartoffelchips und Salzstangen. Dazu auch gleich an die typischen Nachteile: zu fettig, zu salzig, ohne Nährwert, schlichtweg ungesund. Doch es gibt Alternativen. Dafür sorgen Bio-Hersteller, die den Bereich der herzhaften Snacks aufgegriffen haben und mit immer neuen Produkten für Aufmerksamkeit sorgen. Die Angebotsvielfalt wächst von Jahr zu Jahr weiter.

Etablierte Bio-Unternehmen vom Spezialanbieter bis zum Vollsortimenter arbeiten an der Warengruppe und engagierte Newcomer kommen hinzu. Ein Ziel haben sie gemeinsam: Knabbern soll Spaß machen, weder der Umwelt schaden noch die Verdauung belasten und zugleich gern mit einem gesundheitlichen Mehrwert verbunden sein. Bei der Angebotsform fällt ein wachsender Teil an Kleinverpackungen auf, was unter anderem dem Trend ,Snack-to-go‘ geschuldet ist. Ob bei diesen oder bei den größeren Verpackungen, geht die Entwicklung im Bio-Bereich eindeutig hin zu gut recyclebaren Monomaterialien. Genauso bieten immer mehr Hersteller alternativ lose Ware für Unverpackt-Stationen an.

Händler, die die Regale für Knabberartikel mit nachhaltigen Bioprodukten aufwerten wollen, finden:

  • Laugengebäck
  • Chips aus Kartoffeln, Gemüse oder Hülsenfrüchten
  • Erdnussflips, Getreidebällchen und andere luftige Extruderprodukte
  • Cräcker und Knäcke- snacks
  • Maisecken und andere gepuffte Knabberwaren, Tortillachips, Popcorn (selten)
  • Cocktailgebäck wie Stängelchen und Grissini
  • Nüsse und Saaten

Dauerbrenner Laugengebäck

Laugendauergebäck gehört zu den Produkten, die am längsten auf dem Markt sind. Das tut der Beliebtheit von Brezeln und Salzstangen beziehungsweise Sticks keinen Abbruch. Hersteller von Bio-Laugendauergebäck gibt es vergleichsweise wenig. Doch verfügen diese, allen voran Huober und Mayka, über langjährige Erfahrung im Bio-Handwerk.

Neben normalem Laugengebäck aus Weizen bieten sie solches aus Dinkel. Meist handelt es sich um Vollkornmehl, das mit Bio-zertifiziertem Palmöl oder Sonnenblumenöl und manchmal Hefe verknetet wird. Und beim Salz, das nach dem kurzen Laugenbad aufgestreut wird, gibt es erfolgreiche Ansätze für geringere Mengen – ebenso wie Alternativen mit Sesam.

Sowohl bei Huober als auch bei Mayka stehen die Zeichen auf einer schrittweisen Ausweitung des Bio-Sortiments. Huober Brezel aus dem baden-württembergischen Erdmannhausen ist bekannt für die leuchtend roten Packungen mit feinknusprigen Brezeln in unterschiedlichen Größen, mit Weizen oder Dinkel und Salz, Sesam oder sogar Chili als Bestreuung. Auch bei den Sticks bietet das Traditionsunternehmen Auswahl in Länge und Würzung. Partymischungen, Grisette und Bierstengel sowie ein Cocktailgebäck runden das aktuelle Angebot ab.  

Mayka betont dagegen durch den Bezug auf den Schwarzwald als Heimatort die Regionalität der Marke. Viele Produkte der Bio-Linie tragen zugleich das Bioland-Siegel und wurden von der DLG qualitätsprämiert. Zum Laugengebäck wie Sesam-Dinkelbrezel mit einer Kräuter der Provence-Mischung und Salzstangen gesellen sich hier eine Reihe Kartoffelchips, Erdnussflips und Maischips.

Bio-Chips in vielen Varianten und nicht selten aus Holland

Das Bio-Chipsangebot ist geprägt von Abwechslung. Nicht nur, dass es sich seit rund zehn Jahren oft um schonend in der Pfanne oder Kessel gebackene Scheiben handelt. Zusätzlich sorgen statt Aromen und Geschmacksverstärkern mal Meersalz und mal aromatische Bio-Gewürze und Kräuter für den geschmacklichen Kick. Teilweise werden die Kartoffeln auch ungeschält verarbeitet, was durch das Verbot von chemischer Saatgutbehandlung und Pestizide kein Problem darstellt.

Bei den erwähnten Chips von Mayka soll der Riffelschnitt den Kartoffelgeschmack hervorheben. Zugleich verweist der Hersteller darauf, dass die Scheiben portionsweise mit Sonnenblumenöl im Kessel gebacken und erst nach einem Trockenrütteln gewürzt werden.

Bei den Geschmacksrichtungen stehen Salz und Paprika unangefochten an der Spitze, wobei Bio-Hersteller in der Regel Meersalz ohne Zusatzstoffe verwenden. Salz wird in höheren Mengen allerdings kritisch gesehen. De Rit aus den Niederlanden punktet bei den Meersalz-Chips unter diesem Gesichtspunkt mit einem geringen Gehalt von einem, Mayka bleibt sogar bei 0,4 Prozent. TerraSana kommt auf zwei Prozent, doch gibt es daneben eine ungesalzene Alternative.

Weitere Abwechslung  in das Chipsregal bringen Pural mit Rosmarin oder Mayka und Trafo mit den Sorten Sauerrahm & Zwiebel und Provençale. Letztere, Nr. 3 aus den Niederlanden, führt eine besonders abwechslungsreiche Chips-Range: Handcooked oder klassisch, in Sonnenblumen-, Kokos- oder Olivenöl oder vakuumgebackene light-Chips mit deutlich weniger Fett als üblich.

Längst bleiben die Hersteller dabei nicht mehr bei Kartoffelscheiben. Knusprige dünne Gemüsechips waren eine Zeit lang der große Trend. Jetzt ist es ruhiger geworden, doch haben sie in Form von bunten Mischungen weiterhin ihre Fans.

Eine große Auswahl führt Yellow Chips, die mit ihren GoPure-Gemüsechips die Kartoffelchips-Varianten im Sortiment ergänzen. Als Verkaufs- schlager nennt Yellow Chips die Mischung aus Pastinake, Rote Bete, Karotte und Süßkartoffel. Dazu passen unterschiedliche Würzungen, etwa Hibiscus & Meersalz oder Fenchel bei Kartoffelchips. Bei den GoPure Fruits & Veggies orange, beetroot & carrot with tarragon handelt es sich dagegen um eine fruchtige Mischung aus getrockneter Orange mit frittiertem Gemüse. Die ganze Auswahl sei frei von Gluten und deklarierungspflichtigen Allergenen. Ab dem Frühsommer soll laut Hersteller außerdem in einigen Geschmacksrichtungen eine geplante Salzreduktion umgesetzt werden.

Auch Trafo, die Bio-Zentrale oder die Start-ups Heimatgut und Wildcorn ergänzen mit einer kleinen Auswahl Gemüsechips ihre Knabberprodukte. Bei Heimatgut haben es die Gemüse- und die reinen Süßkartoffelchips derweil auf Platz 1 der Verkaufsliste gebracht.  

Pflanzenprotein zum ersten

Bestimmte Pflanzen als hervorragende Quelle für Eiweiß sind der große Trend und das auch bei Bio-Produkten. Einige erfahrene Hersteller und kleine Start-ups setzen entsprechende Proteinmehle jetzt als Zutat für Knabberwaren ein. Vor allem Hülsenfrüchte boomen. Linsen, Bohnen und Kichererbsen in Form von leckeren Chips oder anderen Snacks populär zu machen, ist das gemeinsame Ziel.

De Rit, deren Produkte in Deutschland über Allos vertrieben werden, ergänzt das bisherige Sortiment an Kartoffelchips und Erdnussflips neuerdings mit innovativen Kichererbsenchips. Bohnenmehl, einmal aus Pinto- und einmal aus weißen Bohnen, ist dagegen Namensgeber für die in Sonnenblumenöl gebackenen Bean Sticks-Röllchen.

Probios Deutschland erweitert das glutenfreie Bio-Sortiment seinerseits mit Kichererbsen- und mit Linsenchips. Die Linsenchips sind zusätzlich mit Rosmarin verfeinert, der in diesem Jahr generell sehr gut als Würzung für herzhafte Knabberwaren  ankommt. So auch bei Heimatgut, die Linsenchips mit Rosmarin oder Sweet Chili anbieten.

Natural Food Trade aus Österreich sind nicht nur im Private Label-Bereich sehr aktiv, sondern entwickeln auch für die eigene Marke Hipf Naturals. Innovative Knabberwaren mit Hülsenfrüchten bilden einen Schwerpunkt. Diese enthielten reichlich hochwertiges Protein, Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate, aber kein Gluten, hebt Timea Hipf hervor. Bei der Herstellung setzte ihr Unternehmen außerdem auf kurze Zutatenlisten und verzichte bewusst auf Palmöl. Zur Auswahl stehen neben Produkten aus Linsen oder Kichererbsen – zum Beispiel als dickere Chips mit Hummus oder Curry – solche aus grünen Erbsen.

Leichtgewichte mit Geschmack

Unterschiedliche Zutaten sind ein Ansatz für mehr Abwechslung, verschiedene Herstellungsmethoden ein anderer. So verdanken Flips und ähnliche luftige Knabbereien ihre typische Textur einem mechanischen Dreh: Beim Transport durch eine Extruderschnecke werden die Teigzutaten vermischt und erhitzt. Kommen sie am Ende durch eine Matrize geformt an die Luft, entspannen die Teilchen schlagartig und nehmen aufgesprühte Würzungen beim Abkühlen auf.

Klassische Flips basieren auf Maisgrieß, Erdnusspaste und etwas Fett – in Bio fast immer Sonnenblumenöl. Dabei punkten Bio-Produkte oft mit einem hohen Anteil an aromatischen Erdnüssen. Um die 30 Prozent sind es bei den Flips von Mayka und De Rit.

Wie Maisflips ohne Erdnuss schmecken, können Verbraucher bei Pural kennenlernen. Zusätzlich zu den glutenfreien Erdnussflips stehen dazu Maisflips mit Meersalz oder Rosmarin bereit. Noch ausgefallener sind die alternativen Sorten von Heimatgut, die nach Erdnuss-Quinoa-Flips auf der Biofach eine Variante mit Hafer sowie Proteinflips mit Roten Linsen präsentierten.

Im Unterschied zu den Flips finden sich die ebenfalls extrudierten Getreidebällchen nach wie vor überwiegend im Bio-Handel. Die ersten Produkte waren für Kinder gedacht, doch inzwischen soll die ganze Familie auf den Geschmack kommen. Die Basis variiert. Während Mogli auf Demeter-Dinkel setzt und mit Gartenkräutern oder Tomate-Karotte abschmeckt, hat Wildcorn Mais gewählt und in vier Sorten auf den Markt gebracht. Hipf Naturals greift dagegen mit ihren würzigen ‚Green Pea Balls‘ wiederum auf Hülsenfrüchte zurück.

Mais: rund, eckig oder gerollt

In Punkto Beliebtheit haben die Klassiker reichlich Konkurrenz bekommen. Es spricht für sich, dass auch die Bio-Vollsortimenter ihr Knabberartikel-Angebot ausdehnen. Hoch im Kurs stehen zum Beispiel pikante, dreieckige Tortilla-Maissnacks beziehungsweise Mais-Chips mit mexikanischem Flair.
Mehrere Bio-Anbieter haben den Trend erfolgreich aufgegriffen. Die Produkte unterscheiden sich deutlich im Biss und beim Aussehen oder auch dem Fettgehalt – je nachdem, ob der Teig frittiert, gebacken oder gepufft wurde. Unabhängig davon, können sich Verbraucher darauf verlassen, dass es sich um unbehandelten gentechnikfreien Mais handelt ebenso wie darauf, dass keine künstlichen Aromen den Geschmack pushen.

Führt Pural gleich vier Sorten an eckigen Maischips, von Natur bis Nacho Cheese, und eine Variante in Röllchenform, hat die Bio-Zentrale frittierte Tortilla Chips und -Röllchen sowie gepuffte Maisecken und -Waffeln ins Programm aufgenommen. Bei Rinatura laufen die Pendants unter der neuen Linie ,Plant Power‘, in diesem Fall aus gepufftem Mais mit Hülsenfrüchten und mit dekorativem Schwarzem Reis.

Die Rezepturen der Dreiecke bei Byodo und TerraSana sind quasi identisch, wobei die Niederländer ihre drei Sorten treffend Crunchy Triangles getauft haben. Mit 50 Prozent weniger Fett und nur dezent gewürzt und gesalzen, sollen die nicht-frittierten Knabbereien eine leichte Alternative zu Chips darstellen. Bei Terrasana gehört der Hingucker Mais-Schwarzer Reis dazu wie auch die ungewöhnliche Sorte mit Amaranth und Buchweizen.

Byodo hat die Auswahl gerade erst weiter ausgebaut. Nach pfiffigen Reis-Ecken mit grünen Erbsen, Roter Reis-Kichererbse und Mais ist einmal mehr der Schwarze Reis vertreten. Empfehlen könnte man die Ecken nach Meinung von Byodo-Marketingleiterin Lucia Biehl, genauso als Snack für unterwegs wie für den gemütlichen Abend mit Freunden oder Familie. Dabei ließen sie sich gut mit Feinkostsaucen oder Dips kombinieren.

Knuspriges Gebäck mit Charakter

Traditionelles Bäckerhandwerk ist und bleibt eine Bio-Domäne, bei der die Hersteller mit Feingefühl  immer neue Ideen umsetzen. Zartknusprige herzhafte Keksknabbereien gehören ebenso dazu wie italienisch inspirierte Grissini oder kürzere Gebäckstangen mit Vollkorn. Nicht nur bei Bio-Stammkäufern erfreut sich solches Cocktailgebäck großer Beliebtheit.

Um dem Wunsch nach ausgewogenen Knabbereien weiter entgegenzukommen, hat Pural zusätzlich zu den bisherigen Flûtes, gedrehte Hefegebäckstangen, kürzlich Apéro Vollkornsticks mit nativem Olivenöl extra und mediterranen Würzungen eingeführt. Eine durchgestrichene Palme auf der Verpackung zeigt die von vielen Verbrauchern gewünschte Palmölfreiheit.

Mogli gehört zu den Firmen, die mit Knabberwaren die ganze Familie ansprechen wollen. Dinkel-Bällchen, -Brezeln und Crackern sowie zweierlei Gebäckstangen stehen zur Auswahl. Wie schon bei Huober mit den Kinder-Dinkel-Brezelchen zeigt sich, dass speziell bei Produkten, die sich auch für Kinder eignen, Demeter-Qualität als Mehrwert herangezogen wird. Bei Mogli trägt fast das komplette Sortiment den orangefarbenen Schriftzug.

Von größeren Verpackungen à 125 Gramm profitieren Verbraucher bei den kurzen Knabberstangen  von Dr. Karg. Mit der Bezeichnung Hütts und alpenmäßig gestalteten Verpackungen will der Hersteller nicht zuletzt Naturliebhaber und Freunde von geselligen Runden erreichen. Vollkorn, Olivenöl, Hefe und Sauerteig werden mit angesagten aromatischen Zutaten zu Sorten wie Olive & Thymian oder Emmentaler & Wiesenkräuter gewürzt - Food Pairing lässt grüßen.

Der Übergang zu Grissini ist fließend. Zahlreiche Bio-Firmen bieten die knusprigen italienisch-geprägten Stangen an. In unterschiedlichen Längen, Qualitäten und Zutaten, meistens mit Olivenöl, mal mit und mal ohne Hefe, mal mit Gewürzen, Käse oder naturbelassen. Bei Demeter-Hersteller Erdmann Hauser bilden Grissini in vier Geschmacksrichtungen neben Laugengebäck eine wichtige Untergruppe im herzhaften Knabberangebot. Statt einer kräftigen Würzung stehen vor allem der lockere, knusprig-krosse Biss und die nussige Getreidenote im Vordergrund.

Huober, ebenfalls in der Firmengemeinschaft mit Bio-Gourmet, nennt die Stangen dagegen Grisette und bietet zwei Varianten ohne Olivenöl. Wieder anders munden die Produkte von Ultnerbrot. Bekannt ist die Bio-Bäckerei aus Südtirol vor allem für originales Schüttelbrot, das es seit einiger Zeit auch in Form von Mini-Schüttelbroten zum Knabbern gibt. So wie im Brot besteht der Teig für die Grissini und Mini-Grissini aus Roggen- und Dinkelvollkornmehl, wobei eine Variante originell mit Schüttelbrotbröseln ummantelt ist.

Von zarten Crackern bis zu kräftigen Knäckesnacks

Genauso positiv entwickeln sich die vielen Varianten an herzhaften Bio-Crackern (oder Cräcker) und ähnlichen dünnen Flachgebäcken. Wieder tragen häufig Dinkel und Vollkorn zur Qualität bei. Zart und dünn sind beispielsweise die Dinkelknusperscheiben der Minderleinsmühle, die mit sehr wenig Rapsöl in einer Art Waffeleisen gebacken werden. Je nach Sorte etwa mit Parmesankäse, Kräutern oder Gewürzen verfeinert und in einer Kunststoffdose oder Beutel verpackt, sind sie unter der Marke Rosengarten im Biofachhandel zu finden. Rund sind auch Purals glutenfreie Parmesan-Cracker aus  Reismehl und Kartoffelstärke.

Personen, die auf Gluten verzichten wollen, können auch zu den Grissini von  Schnitzer oder Sommer greifen. Der Schwerpunkt liegt bei Sommer ansonsten auf Zwieback und Keksen, doch kann sich das traditionsreiche Unternehmen genauso bei den herzhaften Kleingebäcken über eine stabile Nachfrage freuen.

Besonders gefragt seien Knabbereien mit Dinkel, weiß die Marketing-Abteilung. Viele Produkte zeichnen sich zugleich durch reizvolle Formen und individuelle Rezepturen aus, wobei das Portfolie von flachen PanePicco Stangen mit Sesam-Schwarzkümmel bis zu Dinkel-Oliven-Ecken reicht.

Genauso angesagt sind kleine Snackquadrate aus Gourmet Knäckebrot. Die Crustys, die Pural in dieser Kategorie führt, werden aus einem Teig mit der bekannten Bio-Kombination aus Dinkel-Vollkornmehl, Olivenöl und Hefe gebacken. Durch die andere Backtechnik unterscheiden sie sich trotzdem völlig von anderen Gebäcken, wozu natürlich noch die für Knäckesnacks charakteristische dekorative und aromatische Bestreuung mit Saaten und Kernen kommt.

Als langjähriger Experte für die Knäckesnacks produziert auch Dr. Karg in Bioqualität. Sein Angebot gehört zu den größten am Markt. Genuss mit Biss, so beschreibt der Hersteller die reichlich bestreuten Vollkorn-Snacks treffend. Die Auswahl mit Dinkel Quinoa, Chia Amaranth und mehr wird seit Anfang des Jahres mit neuen zarteren Knäckebrotstreifen ergänzt, die Dr. Karg unter der Bezeichnung Dinkel+ Knusperzart als vollkornige Zwischenmahlzeit konzipiert hat.

Das trifft genauso auf die Snäckebrote von der Bohlsener Mühle aus Niedersachsen zu. Alle Sorten des reinen Bio-Betriebes tragen das Bioland-Siegel, dazu werden jeweils besondere Zutaten im Namen ausgelobt. Außerdem profitierten die Produkte davon, dass ihre Bäcker mit einfach gehaltenen Rezepturen und einem Vorteig arbeiteten, ergänzt Saskia Lackner aus der Kommunikationsabteilung.

Hülsenfrüchte zum Zweiten

Eine weitere Neuheit von Dr. Karg's sind die ofengebackenen Linsen-Snacks mit Dinkel und orientalisch-würzigem Geschmack. Gleich drei Sorten und ein passendes Display sollen das Interesse wecken. Vollsortimenter Rinatura greift den Hülsenfrucht-Trend gleichfalls mit würzigen Crackerquadraten auf. Um den Gesamteiweißgehalt zu erhöhen, enthalten die kleinen Powersnacks in diesem Fall zusätzlich Weizen- und Erbsenprotein.

Landgarten aus Österreich ist ein weiteres Bio-Unternehmen, das regelmäßig durch innovative Snacks für unterwegs Aufmerksamkeit weckt. Knabberwaren mit Hülsenfrüchten bilden in Form von gerösteten Sojabohnenkernen schon von Anfang an eine besonders beliebte Kategorie. Mittlerweile stammen die Rohstoffe überwiegend aus sicherem Eigenanbau in der Region. Für die Snackmischungen, die Landgarten auch für Eigenmarken produziert, werden sie mit Kürbis- oder Sonnenblumenkernen und anderen Saaten gemischt und punkten mit einem ausgewogenen Nährstoffspektrum.

Ohne Palmöl und Gluten sind auch die neuen Crunchy Peas hergestellt, bei denen reife Kichererbsen mit Heißluft geröstet und gewürzt werden. Mit ihrem harten Biss und dem nussigen Röstgeschmack bieten die kleinen Bohnenkerne ein vielleicht noch ungewöhnlicheres spannendes Knabbererlebnis.

Studentenfutter neu gedacht

Ähnlich wie Landgarten das herzhafte Sortiment durch Mischungen mit gerösteten Nüssen, Gemüsestückchen, Saaten und Trockenfrüchten ergänzt, setzten auch immer mehr andere Hersteller auf nährstoffreiche und aromatische Nüsse in unbehandelter Bio-Qualität. Für Knabberprodukte werden sie geröstet und meist leicht gesalzen oder gewürzt.

C.W. Clasen, zuverlässiger Spezialanbieter von Nüssen und Früchten, hat zusätzlich zu der großen Auswahl an Monoprodukten fertige Mischungen im Sortiment. Insbesondere Cashewkerne, Pistazien in Schale und Erdnüsse, die schonend geröstet und minimal gesalzen wurden, kommen gut an.
Die Rohwaren bezieht Clasen aus der ganzen Welt, wobei Qualitätssicherung und Herkunftstransparenz zum Prinzip der Firma gehören. Das trifft unter anderem auch für den Bio-Vital Kerne Mix oder für ungesalzene Mischungen mit Nüssen und Kürbiskernen zu, ebenso wie für das neue hochwertige Studentenfutter.

Im Zusammenhang mit Nussmischungen lässt sich daneben Morgenland/Egesun nennen. Aufgrund der großen Nachfrage nach gewürzten Nüssen hat das Unternehmen die Auswahl an Nüssen zum Knabbern ausgebaut. Bisher umfasste das Angebot unter anderem Erdnüsse und Pistazienkerne. Neu dazu gekommen ist - passend zum alljährlichen Sommerhoch - eine edle Premium Edition mit pikant gewürzten Mischungen und klangvollen Namen: Süß-pikant beschreibt Morgenland zum Beispiel die Geschmackspaarung beim Spicy Snack mit Tamarimandeln, Erdnüssen und Bananenchips.

Und hinter dem modernen Namen Trailmix verbirgt sich ein optimiertes Studentenfutter. Die angesprochene und erreichte Zielgruppe für Bio-Knabbereien dürfte also weiter wachsen. Auch, weil zum Angebot einige Produkte aus fairem Handel gehören. Fair Food aus Freiburg ist ein weiteres Start-up und bietet dazu geröstete und würzig veredelte Cashewkerne aus fairem Handel an, entweder lose für Unverpackt Stationen oder für das normale Handelsregal tatsächlich im Pfandglas!

Bettina Pabel


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