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Nachhaltigkeit als Mindestanforderung

Marken mit Haltung und Engagement werden von den Kunden honoriert

Marken müssen sich sozial und ökologisch verantwortungsvoll verhalten, um für die wachsende Käuferschaft mit Werteorientierung attraktiv zu bleiben. Nach einer neuen Studie der Managementberatung BrandTrust zu ImpactBrands, würden die Befragten durchschnittlich 13,5 Prozent Preisaufschlag für Marken akzeptieren, die sich hier engagieren. Die ab 1980 Geborenen seien sogar bereit, fast 17 Prozent mehr zu zahlen.

Mit Marketingkampagnen mit ‚grünem Anstrich‘ und ‚Ablasshandel‘ ließen sich Konsumenten nicht mehr beeindrucken. Zwar gäbe es das Grundvertrauen in die Wirkung von Marken, aber nur acht Prozent der Befragten glaubten, dass diese rundum verantwortungsvoll handeln. Die Menschen blickten inzwischen hinter die Marketingfassade und daher müsse Werbung sich zur transparenten und glaubwürdigen Kommunikation von Informationen entwickeln.

„Die Haltung und das ‚Warum‘ machen eine Marke substanziell einzigartig, relevant und begehrlich. Die neue Markenspezies der Impact Brands zeigt prototypisch, wie in der vernetzten Welt Differenzierung entsteht“, meint Markenexperte und BrandTrust-Gründer Klaus-Dieter Koch.

Er prognostiziert: „Das Erfolgskonzept der letzten vier Jahrzehnte, nämlich Warenverfügbarkeit und niedrige Preise, werden für den Lebensmittelhandel nicht genügen, um für die wachsende Käuferschaft mit Werteorientierung attraktiv zu bleiben“. Der Lebensmittelhandel der Zukunft sollte von einer Mission geleitet werden.

Mitarbeiterin Sarah Böhmer ergänzt: „Die Art und Weise wie Nachhaltigkeit als Attraktivitätstreiber im Marketing genutzt wird, muss sich ändern. Die Herausforderung besteht darin, die Maßnahmen zu vernetzen und glaubwürdig mit den Werten der Marke zu verbinden. Machen Marken das passende Angebot, so kann der Kaufakt nicht nur zu einem persönlichen Statement werden, sondern auch das gute Gefühl vermitteln, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten.“

Immerhin trauen fast drei Viertel der Menschen in den D-A-CH-Staaten es Marken zu, die Ursachen für globale Missstände zu beseitigen. 71 Prozent der Befragten halten es für sehr wichtig oder wichtig, dass Marken mit ihren Angeboten weder der Umwelt noch den Menschen schaden. Und 62 Prozent erwarten, dass Marken in allem, was sie tun, sozial und ökologisch verantwortungsvoll handeln – auch über ihre Angebote hinaus, so im Umgang mit Lieferanten und Mitarbeitern.

Gleichzeitig seien sich die Konsumenten der eigenen Macht bewusst und für 60 Prozent ist der Umfrage nach wichtig, sich sozial und ökologisch verantwortungsvoll zu verhalten. Jeder Fünfte ist der Meinung, Marken besäßen den größten Hebel, um den Herausforderungen der zukünftigen Weltentwicklung zu begegnen. Die Autoren der Studie werten diese Zahlen auch als Chancenpotential für den Lebensmittelhandel.



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