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Kein business as usual

Krisen als Wendepunkte von Gesellschaft und Wirtschaft

Bad Brückenau, 21.04.2020|Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) weist auf das Potential der Corona-Krise als Ausgangspunkt einer nachhaltigen Umgestaltung unserer Gesellschaft hin. Es dürfe keine Rückkehr zum ‚business as ‚usual ‘ geben, gerade der Grüne Deal der europäischen Kommission sei ein Meilenstein für grünen Wandel.

Die zentrale Bedeutung der Versorgung mit Lebensmitteln sei plötzlich allen bewusst. Überschaubare, regionale Strukturen schaffen, die Vorteile der Digitalisierung ausschöpfen, Verantwortung gegenüber der Gesellschaft übernehmen: viele der Änderungen in unserem Verhalten und in unseren Werten, zu denen uns die Corona-Krise zwingt, seien eine Chance - auch für die Bewältigung der Umweltkrise. Denn globales Denken und regionales Handeln sind vereinbar.

 Vieles müsse auf den Prüfstand - von den globalisierten Lieferketten und der Konsumgesellschaft, über den Stellenwert der Wissenschaft und den Wert systemrelevanter Berufe, bis hin zu der Frage, wie wir Wirtschaft denken und leben. Dabei werde es entscheidend auf die Art ankommen, wie wir uns als Gesellschaft und Wirtschaft neu aufstellen.

Denn es dürfe kein Zurück zum business as usual geben, sondern nur ein Vorwärts in eine robuste, grüne Umgestaltung. Für diese Umgestaltung müssten wir eine klare Vision abstecken und diese in vielen Schritten und Meilensteinen umsetzen. Einer dieser Meilensteine sei der Grüne Deal der europäischen Kommission. Er könne einen tiefgreifenden Wandel der europäischen Wirtschaft unterstützen.

Auch wenn sich der Grüne Deal als Vereinbarung für die Wirtschaft verstehe, müssten wir Bürger mitziehen. Neben dem nachhaltigen Wirtschaften benötigten wir auch moderne, nachhaltige Lebensstile und Veränderungen in unserem Konsumverhalten. Die Besinnung auf das Wesentliche, wie wir sie in diesen Tagen oftmals erleben, sei ein gutes Rezept für eine gesunde, umweltfreundliche und lebenswerte Zukunft, fasst Dr. Alexander Beck, geschäftsführender Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) zusammen und zeigt damit bereits Handlungsoptionen auf.

Denn schon das griechische Wort krisis bezeichne nicht etwa eine hoffnungslose Situation, sondern vielmehr den Wendepunkt einer gefährlichen Lage potentiell hin zum Besseren. Wenn wir ein neues, maßvolles Miteinander in der Gesellschaft und in unserer Umwelt fänden, um als Solidargemeinschaft bewusst Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, hätten wir eine echte Chance für diese Umgestaltung.


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