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Ökolandbau

Der Öko-Landbau hat Zukunft und Lösungen

Vor dem Kanzlergipfel in Berlin: Demeter-Vorstand Alexander fordert bei den II. Öko-Marketingtagen enkeltaugliche Landwirtschaft

Der Öko-Landbau hat Zukunft und Lösungen © Hans Kumpf
Alexander Gerber, Vorstand Demeter, bei den II. Öko-Marketingtagen der Akademie Schloss Kirchberg.

„Antworten auf die neuen Zeiten“ werde sie von den Landwirten fordern, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Generaldebatte vor dem Bundestag betont. Zusammen mit Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) diskutierte die Kanzlerin am Montag, 2. Dezember, mit mehr als 40 Vertretern von Bauernverbänden über die Landwirtschaft der Zukunft.

Wie die Landwirtschaft der Zukunft ihrer Meinung nach aussieht, skizzierte Ende vergangener Woche Klöckner in einem Beitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Hier schrieb die Ministerin: „Wir stehen an einem Scheidepunkt. Was wird aus der Energie auf den Straßen? Meine Antworten speisen sich aus großer Hoffnung darauf, dass technische Entwicklungen Zielkonflikte lösen werden, dass Ernten gesichert werden können, aber auf umweltschonendere Weise.“ 

Alexander Gerber, Vorstand des Bund Ökologische Landwirtschaft und Demeter-Vorstand machte zuvor bei den II. Öko-Marketingtagen der Akademie Schloss Kirchberg deutlich, „dass wir die aktuelle Krise der Landwirtschaft nicht überwinden können, wenn wir ohne eine klare Zielvorstellung allein auf technische Lösungen hoffen.“ Vielmehr müssten Bäuerinnen und Bauern zusammen mit der Politik zunächst ein kraftvolles Bild für eine enkeltaugliche Landwirtschaft der Zukunft entwickeln. „Die Maßnahmen müssen sich dann danach ausrichten, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Das nimmt die Angst und gibt Orientierung“, so Gerber.  

Im Ökologischen Landbau sieht Gerber solch ein ermutigendes Zukunftsbild, denn „der Ökologische Landbau ist am besten in der Lage, die zahlreichen Zielkonflikte der aktuellen Landwirtschaft aufzulösen.“ Im Ökolandbau werden die Tiere artgerecht gehalten, die Gewässer geschont, die Biodiversität gefördert, energieeffizient gewirtschaftet und CO2 gebunden. 

 „Wir müssen Mehrheiten finden, um Druck aufzubauen, dass in der Politik den Worten jetzt tatsächlich auch beherzte Schritte folgen, den Ökolandbau auf mindestens 20 % der Fläche zu bringen“, forderte Gerber die Kollegen aus der Bio-Land- und -Lebensmittelwirtschaft bei den II. Öko-Marketingtagen auf. „Es braucht Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche vorzügliche Stellung des Ökolandbaus, den Rest regelt dann der Markt“, ist Gerber überzeugt.  Der Demeter-Vorstand sagte: „Der Öko-Landbau ist die Zukunft, denn er hat die Lösungen.“


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