Start / News / Nutri-Score motiviert Lebensmittelhersteller zu gesünderen Produkten

Nährwertkennzeichnung

Nutri-Score motiviert Lebensmittelhersteller zu gesünderen Produkten

Berlin | Die Lebensmittelampel Nutri-Score motiviert Lebensmittelhersteller, ihre Produkte gesünder zu gestalten. So hat die französische Supermarktkette Intermarché angekündigt, die Rezepturen von über 900 Eigenprodukten so zu verändern, dass sie die Nutri-Score-Bewertung A, B oder C bekommen (gesundheitlich sehr günstig bis mittelmäßig). Zeitgleich senkt die belgische Supermarktkette Delhaize die Preise für 100 Produkte mit Nutri-Score A und B um 20 bis 50 Prozent.

„Der Nutri-Score löst offenbar im Ausland einen Innovations- und Marketingschub in Richtung gesunde Ernährung aus“, sagt Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK). „Genau diesen brauchen wir auch in Deutschland dringend.“

In Deutschland hat sich gerade mit dem Unternehmen HAK ein weiterer Lebensmittelhersteller zum Nutri-Score bekannt. Auch Aldi Schweiz hat angekündigt, ab 2020 den Nutri-Score auf seinen Eigenmarken einzuführen. Damit sei Deutschland demnächst geradezu umzingelt vom Nutri-Score. Dennoch erwägt Ernährungsministerin Julia Klöckner weiterhin die Option, in Deutschland ein eigenes, einfarbiges Label einzuführen.

„Frau Klöckner sollte die Macht des Faktischen anerkennen“, sagt Bitzer, „der Nutri-Score ist das Label, das sich europaweit bei den Unternehmen durchsetzt und sogar kreativ genutzt wird. Zudem bringt er genau die Innovationen bei Fertigprodukten, die die Ministerin auch für Deutschland erreichen möchte.“ Nach DANK zeigen über 35 wissenschaftliche Studien, dass der Nutri-Score von den Verbrauchern am besten verstanden wird und am stärksten dazu führt, dass diese gesündere Produkte einkaufen.


Angebots-Ticker Anzeigen

Das könnte Sie auch interessieren

Ampelfarben oder Dauer-Grün?

Bei der zukünftigen Nährwertkennzeichnung in Deutschland scheiden sich die Geister – vor allem an der Farbe.

Das von Ernährungsministerin Klöckner beauftragte Max-Rubner-Institut (MRI) stellte Ende Mai den Entwurf für eine freiwillige Nährwertkennzeichnung für Deutschland vor – entsprechend den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag. Jetzt steht die Ministerin in der Kritik. Die schon existente und in mehreren europäischen Ländern genutzte Kennzeichnung Nutri-Score werde von ihr abgelehnt, um wirtschaftliche
Interessen der Lebensmittelindustrie entgegen zu kommen.

13.09.2019mehr...
Stichwörter: Ernährung, Nährwertkennzeichnung, Nutri-Score, DANK

Vorbild für Nachhaltigkeit

UNESCO zeichnet Expertennetzwerk Nachhaltige Ernährung aus

Vorbild für Nachhaltigkeit © http://www.ene.network

Berlin/Wettenberg/München | Für seine Aktivitäten in der Bildungsarbeit wurde das Expertennetzwerk Nachhaltige Ernährung (ENE) im Rahmen des ‚UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ ausgezeichnet. Ziel des ENE ist es, das nachhaltige Ernährungskonzept der Vollwert-Ernährung weiterzuentwickeln und zu verbreiten. Vergeben wurde die Auszeichnung durch die Deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

27.11.2019mehr...
Stichwörter: Ernährung, Nährwertkennzeichnung, Nutri-Score, DANK

Zusammenhang zwischen Ernährung und Depression

Wer sich gesund ernährt, hat seltener psychische Probleme

Eine Untersuchung an mehreren Tausend Männern im Iran zeigte, dass psychische Störungen wie Ängste oder Depressionen sich bei den Menschen häufen‚ die sich ‚entzündungsfördernd‘ ernähren. Damit ist etwa der häufige Konsum von Zucker, Alkohol, stark verarbeiteten Lebensmitteln, künstlichen Zusatzstoffen, Weißmehl oder übermäßig viel rotem Fleisch gemeint.

05.11.2019mehr...
Stichwörter: Ernährung, Nährwertkennzeichnung, Nutri-Score, DANK