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Jubiläum

Jubiläum: 100 Ausgaben - 25 Jahre bioPress

Ausgaben-Rückblick

Jubiläum: 100 Ausgaben - 25 Jahre bioPress

Ausgabe 100 und 25-jähriges Jubiläum

bioPress feiert, sagen wir es ehrlich, vom Schreibtisch aus. Viel Zeit bleibt uns nicht. Die aktuelle Ausgabe will zum Drucker und unsere Anuga Vorbereitungen für die Sonderschau Organic Market und das Organic Forum halten uns in Atem.

Die Jubiläumsausgabe wird geprägt von der Würzburger E-Center Story mit 7.500 Bio-Produkten bei zehn Prozent Umsatzanteil. Die Selbsterkenntnis des Kaufmanns Popp:

Das Sortiment hebt uns vom Wettbewerb ab. Und Bio hilft dabei.
Das Thema 100 Prozent Bio trägt bioPress im Oktober auf das Anuga
Organic Forum. Daneben präsentieren wir Bio im Organic Market. Melden Sie Ihre Produkte noch an. Besuchen Sie uns auch an allen fünf Messetagen. Und feiern Sie mit uns beim Bio-Abendempfang am Messe-Dienstag.

Allen bioPress-Lesern und Media-Partnern sagen wir unseren herzlichsten Dank.

Blättern Sie durch die Printversion auf dem Bildschirm:

https://www.biopress.de/de/ausgaben/show/67/ausgabe/2019/07/biopress-100-juli-2019.html#&gid=1&pid=18

Ausgabe 2

Mit bioFach fing alles, im doppelten Wortsinn. Als Partner der Biofach-Messe konnten wir das Experiment starten und die erste B2B-Zeitschrift für die Biobranche ins Leben rufen: Das bioFach Magazin. Es heißt heute bioPress und hat einige Höhen und Tiefen und früh auch eine schmerzliche Trennung erlebt, als die Biofach-Messe verkauft wurde.
Die ersten Höhen mussten gestemmt werden mit einem brauchbaren Presse-Verteiler für die Biofach. Dann nahmen wir uns der Biofach-Kongress-Inhalte an. Der erste Stress zum Thema Fachhandel/LEH wurde schon 1997 spürbar. Aber zunächst tauchte der erste Basic Bio-Supermarkt auf, der die Bioladner sprachlos machte!
Mit dem Umzug der Biofach nach Frankfurt kam auch die Internationalität und die Schirmherrschaft ging vom BNN auf die IFOAM über.

Ausgabe 10

Auf dem Biofach-Kongress '97 ließ der österreichische Dachverband Ernte für das Leben tief in den Bioumsatz der Supermärkte blicken und zeigte eine Zukunft, die wahrhaftig lautstarke Schluchzer bei einer sensiblen Teilnehmerin hervorrief. Es sollte nicht sein: Bio im Mainstream!
Im gleichen Jahr initiierte der bioFach-Verlag für die Biofach-Messe zusammen mit den Eurotoques das erste Bio-Büfett nach der Messeeröffnung, die meist nur von wenigen besucht wurde. Und die Überraschung folgte schon am Nachmittag. Das angekündigte Bio-Büfett zog in Frankfurt die Presse an und die  Journaille hat den ausgezeichneten Geschmack der Biowelt kennen gelernt und gleich über alle Kanäle in die Welt getragen. Die Telefone der Messeleitung liefen heiß. Bio-Genuss und Geschmack waren aus dem Stand heraus Deutschland weit das Top- Thema.

Ausgabe 18

Das Motto Lust auf Genuss und Bio, der bessere Geschmack sprengte jetzt alle Grenzen. Wenige im Handel haben Bio als wirklich dauerhaft gesehen. Eine Mode, die bald wieder verschwinden würde oder bestenfalls ein Trend, der kommt und geht, oder sollte es ein BIG BÄNG werden? Der muss kommen, waren wir uns damals mit Bernward Geier, dem IFOAM-Direktor, einig.
Und das zeigte sich im Naturkost-Fachhandel am deutlichsten: Die Bioläden mutierten zu Bio-Supermärkten. Der erste Basic war geboren! Bio-Einkäufe ohne Hemmschwellen. Das Bio-Image begann zu brodeln. Von nun an wurde vom Zukunftsmarkt Bio und Gesundheit orakelt.

Ausgabe 22

Die letzte bioFach-Ausgabe Nr. 22 – danach kam der Namenswechsel zu bioPress – berichtete, kurz vor der BSE-Krise, wie Frosta mit Bioland kooperierte. Markenhersteller begannen vom Bio-Image zu profitieren.
Mit Renate Künast kam 2001 die Losung 20 Prozent Bio. Und das Landwirtschaftsministerium verpuppte sich zum Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL). Später zogen einige Länder hinterher - heute praktisch alle! - und die Ministerien erweiterten ihren auf Bauern konzentrierten Aufgabenbereich um Ernährung und die Verbraucher.
Die Landwirtschaftsministerien nahmen sich dann der Esskultur an in Kitas, Mensen und Betriebskantinen bis hin zu gesundem Essen in Krankenhäusern und Altersheimen. Ein Novum, wenn man auf die Abfütterungsqualitäten selbst noch in heutiger Zeit schaut.

Ausgabe 50

Der Panzer war gebrochen und Bio zog los auf dem Weg in den Mainstream. Kein Fernsehabend mehr ohne Kochsendungen und Productplacement in allen Kanälen. Bio errang ohne teure Werbespots traumhafte Zustimmungs- werte und kippte vom Angebots- in einen Nachfragemarkt.
bioPress avancierte zum Berater der Anuga. Zusammen mit der CMA brachte 2001/2002 eine Studie zum Bio-Abverkauf im LEH überraschende Zahlen zum Vorschein: Rund ein Prozent Bio-Umsatzanteil ergab die Umfrage in Supermärkten!
bioPress thematisierte zusammen mit Kölnmesse/Anuga und der CMA auf dem ins Leben gerufenen Bio Handels Forum Bio-Vollsortimente im LEH. Nicht mehr 300 Bioprodukte im Block, sondern umfangreiche Markenangebote in den Sortimenten wurden propagiert. Mehr als jeweils 500 Teilnehmer diskutierten von 2004 bis 2008 die Zukunft von Bio-Sortimenten  im Handel.

Ausgabe 54

Nach Bio bei Aldi lief nichts mehr wie es einmal war:
Beschaulich, man gönnte sich den Luxus von Exklusivität mit den gut verdienenden Bio-Eigenmarken. Seit 1989 gab es die Bio-Eigenmarke Füllhorn bei Rewe, um die Jahrtausendwende zog Edeka nach, andere wie Tengelmann, Bünting, Globus, Hit und auch die Drogerieketten, allen voran dm, alle zusammen bemühten sich um die immer knapper werde Ressource Bio.
Die Lebensmittelkaufleute konnten sich vom Discounter nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und mussten ihre Bio-Sortimente noch weiter in die Breite und Tiefe entwickeln. Davon profitierte der Naturkostfachhandel ganz enorm. Sein Umsatz kletterte beständig weiter von geschätzten 800/900 Millionen Mark im Jahr 1995 auf heute mehr als drei Milliarden Euro.

Ausgabe 69

Das zweite Jahrzehnt im neuen Jahrtausend begann mit Veränderungen im Lebensmittelkonsum. Die Rolle der Lebensmittelqualität trat immer mehr ins  Bewusstsein der Konsumenten, junger wie alter gleichermaßen. Clevere Kaufleute bedienten die Nachfrage nach Bio, Regional und hoher Qualität. Der Biomarkt boomte.
Der mittelständische Lebensmittel-Filialist tegut… war Vorreiter mit Bio im Supermarkt. Wurde hier um die Jahrtausendwende das Bio- angebot nach den Vorgaben von Alnatura Chef Götz Rehn noch im Block präsentiert, expandierte der tegut… Junior Chef Thomas Gutberlet das Bio-Angebot in die Sortimente. Das brachte viele weitere Bio-Marken in die Regale.
Der Bio Umsatzanteil stieg bei tegut... auf über 20 Prozent!

Ausgabe 72

Selbstbewusste Lebensmittel-Kaufleute der großen Verbünde Edeka und Rewe, altgediente und junge, erweiterten ihre Biosortimente und hoben sich damit vom Wettbewerb ab. Was die Vorstufe nicht lieferte: Lokale, regionale und handwerkliche Bio-Qualität wird seitdem mithilfe moderner IT selbst organisiert. Wollen Kaufleute zukunftsfähig bleiben, mussten sie ihre Rolle als Regaleinräumer für die Industrie überwinden.
Vereinzelte Bio-Großhändler hatten begonnen, wenn auch unter dem Ladentisch und nicht für alle sichtbar, Bio-Vollsortimente an den konventionellen Handel zu liefern und streuten damit attraktive Bioangebote in die Breite. Zahlreiche Direktkontakte der Kaufleute zu Bioanbietern sorgen seitdem für Bio-Vielfalt im Markt.

Ausgabe 80

Amazon übernahm die einfachen Fähigkeiten: Picken, Pakete packen und verschicken unterscheidet sich nur in einem: Der Kunde kommt nicht mehr zum Einkaufen, er lässt bringen! Die Alternative der Kaufleute ist die Frische + gastronomische Leckereien, Erlebnis- und Infowelten neben dem Einkaufen. Essen im Supermarkt, Kochen und Lebensmittel verstehen neu lernen! Haptik kann das Internet nicht.
Anfassen und Produktauswahl mit zusätzlichen Nutzen zusammen bringen wird eine wichtige Domäne des stationären Handels.
Die Zukunftsforscher mahnen, dass die Verbraucher in Zukunft ihren Supermarkt für ihren schlechten Gesundheitszustand verantwortlich machen würden. Kaufleute mit Bio-Angeboten wären dann im Vorteil. Sie können auf ihre Bio-Alternative verweisen!

Ausgabe 83

Noch wird der Löwenanteil der Einkäufe analog getätigt. Erfolg hat, wer in Bio intensiviert, Geschmack zelebriert und Qualität achtet, kurze Wege und ökologische Ausrichtung lebt. Coop Schweiz setzt auf Nachhaltigkeit und transportiert die Ware sogar in eigenen Zügen. Nur noch die letzten Meter fährt der LKW. Mit einer Milliarde Schweizer Franken Bio-Umsatz wurde die Coop Weltmeister.
In ganz Europa steht Bio unter Dampf. Der Gesamtumsatz Bio ist 2015 in Deutschland auf 8,62 Milliarden Euro geklettert (LEH davon 60 Prozent), in der EU auf 27 und weltweit geben die Menschen 75,7 Milliarden Euro für ökologische Lebensmittel aus. Schweiz, Österreich und Dänemark sind führend in Europa beim Pro Kopf  Verbrauch. Frankreich holt auf mit kräftigem Nachfrage-Wachstum und auch Italien erwacht aus dem Dornröschenschlaf.

Ausgabe 92

Es gibt noch viel Luft nach oben. 100 Prozent Bio geht nicht über Nacht, aber Bio-Angebote in allen Gassen, vom Naturkostladen über Supermärkte bis hin im Foodtrack. Die Stimmung ist nicht mehr umkehrbar. Das spürt auch die Politik. Die überschlägt sich jetzt mit Zielfestlegungen und will den 20 Prozent-Anteil, den Renate Künast kurz nach der Jahrtausendwende angepeilt hatte, am liebsten überbieten, Bayern sowieso und auch Baden-Württemberg.
Nein, nicht die Grünen mit Ihrem Ministerpräsidenten Kretschmann wollen 30 Prozent. Die postulierte der CDU-Landwirtschaftsminister Peter Hauk, weil das Ländle doch so reich sei und sich das leisten könne!
Die Ernährungsstile ändern sich
rasant: Vegan, Tierwohlaspekte mit weniger bis gar kein Fleisch, Raw Food, Super Food, Funktional Food und was noch alles für Alternativen. Kaufleute sind echt gefordert. Sie kommen kaum hinterher.

Ausgabe 98

Das Bollwerk Glyphosat scheint am Wanken, auch wenn der sterbende Drache noch immer mal wieder mit dem Schwanz wedelt! Das Jahr 2019 zeigt den Parteien, wer das Sagen im Lande hat. Selbstbewusst gehen die Menschen auf die Straße für eine Agrarwende, Schüler gegen die Klimakrise und US-Gerichte verurteilen Monsanto/Bayer zu Milliarden Schadenersatz. Während die Weltstatistik vermeldet: 100 Milliarden Dollar-Grenze für Bio überschritten. Geld beherrscht noch immer die Welt!
2015 boten auf der Weltleitmesse für Lebensmittel in Köln bereits über 2.000 Aussteller auch Bioprodukte an. Das ist mehr als ein Viertel aller Anuga-Teilnehmer. Das Thema ist im Mainstream angekommen und entwickelt sich unaufhaltsam weiter.
 

bioPress setzt auf 100 Prozent Bio!

Ausschließlich Verzicht üben muss niemand. Denn ein gutes Leben sollte jeder anstreben. Eine uneigennützige, gemeinwohlorientierte Aufgabe erfüllen tut der Seele gut. Nicht wie die Lemminge leben, auch wenn gegen den Strom Schwimmen Kraft kostet. Verantwortung übernehmen über den eigenen Horizont hinaus und ständig Fragen, was kann ich für die Welt tun, das beständig ist und bleibt?

Anfang der 70er Jahre hat das eingesetzt. Das Leben sollte nicht mehr nur als Opfer dienen für andere, unbekannte, oft habgierig nur am Kapital-Wachstum orientierte Systeme. Wachsen kann auch der Mensch, seine Lebensform. Sie ist nicht in Geld aufzuwiegen. Aber funktioniert das auch? Oder ist und bleibt die Rente das allein seeligmachende Versprechen?
Nachdem diese Fragen alle nur aufgeworfen, jedoch nicht endgültig beantwortet werden konnten, blieb nur eines: Anfangen! Das Hier und Jetzt umsetzten, sei es, was da komme.

Der Planet schien bedroht, die Natur gestutzt an allen Ecken und Enden. Zu tun gab es also mehr als genug. Nachhaltigkeit, damals hieß das noch Ökologie, betrifft jeden. Beginnend mit gesundem Essen und weiter der ersten, zweiten und dritten Haut, alles schien auf den Kopf gestellt.
Chemie überall: Auf dem Acker, in Seifen und Shampoo und in Textilien. Selbst die Wohnung verseucht von Bauchemie und Plastikmöbel! In welche Welt waren wir da hinein geboren?

Die Arbeitsteilung ist der Masse der Menschen geschuldet, die Zeit von ihr abgeleitet. Dagegen stemmen, und alles, wie in Neandertal, selber machen, war keine Lösung. Aber in jedem Augenblick schauen, ob es andere gibt, die ähnlich denken, mit ihnen teilen, was dem Planeten gut tut, den Weg konnte jeder mit etwas Mut doch gehen?

Mit diesem Rüstzeug kamen wir an die Wegkreuzung Biovermarktung und bogen dort ein. Bis heute haben wir das nicht bereut, auch wenn der Weg bis 100 Prozent Bio noch lang ist.

Alle zu Bio konvertieren will nicht jeder. Wir hoffen auf die Unterstützung von vielen und täglich mehr in den nächsten 25 Jahren.


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